Pfr. Martin Dubberke

Liturgie – Eröffnung und Anruf – Der Psalm – Folge 10

Liturgie 10 - Der Psalm
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Warum singen oder sprechen wir eigentlich nach dem Eingangslied einen Psalm? Nach dem Eingangslied folgt in unserem Gottesdienst der Psalm, der ja im Grunde genommen auch ein Lied ist. Der Psalm ist damit ein Element, das manchem zunächst wie eine Dopplung vorkommen mag. Warum aber gibt es diesen biblischen Text direkt zu Beginn?

Die Antwort führt uns weit zurück in die Geschichte des christlichen Gottesdienstes. Schon im 7. Jahrhundert entwickelte sich in Rom der sogenannte Introitus - ein Eingangspsalm, der

auf Papst Gregor den Großen zurückgeht. Ursprünglich war das ein ganz praktisches

ANgeDACHT - Klagen. Demut. Vertrauen.

Pfarrer Martin Dubberke
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„Er aber kennt meinen Weg.“ (Hiob 23,10) – so ringt Hiob mitten in seiner Dunkelheit um Halt. Er findet keine einfachen Antworten, kein schnelles Licht am Ende des Tunnels. Aber er hält fest: Gott sieht ihn, Gott kennt seinen Weg – auch wenn er ihn selbst nicht begreift.

Der Wochenspruch führt uns einen zweiten Gedanken vor Augen:

„Gott widersteht den Hochmütigen, aber den Demütigen gibt er Gnade.“ (1. Petrus 5,5b)

Beides zusammen eröffnet eine geistliche Bewegung, die uns durch die Unsicherheit unserer Zeit tragen kann.

Klagen – Hiob lehrt uns, dass wir das Leid nicht verschweigen oder

Liturgie – Eröffnung und Anruf – Das Eingangslied – Folge 9

Liturgie 9 - Eingangslied
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In unserer Gemeinde singen wir nach der Begrüßung das Eingangslied. Liturgisch korrekt wird das Eingangslied allerdings erst nach dem Vorbereitungsgebet gesungen. Aber warum singen wir eigentlich im Gottesdienst? Martin Luther, der selbst um die vierzig Liedtexte gedichtet und rund zwanzig Melodien komponiert hat, sagte mal, dass Singen die Antwort auf das Evangelium sei, weil wer glaubt, es nicht lassen kann zu singen, damit andere hören und dazukommen. Salopp gesagt, könnte man auch es auch so sagen: „Wo man singt, das lass Dich ruhig nieder. Böse Menschen kennen keine Lieder.“ Das Lied

ANgeDACHT - Sehen. Verfehlen. Finden.

Pfarrer Martin Dubberke
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Jesus kommt nach Jerusalem. „Und als er nahe hinzukam und die Stadt sah, weinte er über sie“ (Lukas 19,41). Er sieht nicht nur Mauern und Häuser, sondern die Herzen der Menschen. Er sieht die Sehnsucht nach Frieden – und zugleich die Blindheit dafür. Sein Weinen zeigt: Gott sieht tiefer, und seine Liebe zerbricht nicht, auch wenn wir uns ihm verschließen.

Auch wir leben in einer Zeit, in der vieles unsicher und brüchig ist. Der Gipfel in Washington am Montag hat Hoffnungen geweckt, aber noch keine klare Perspektive eröffnet. Wir spüren, wie fragil unsere Zukunft ist – in Europa, in unserer

Liturgie – Eröffnung und Anruf – Das Confiteor

Liturgie - 8 - Confiteor
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Im vorangegangenen Abschnitt haben wir uns das Vorbereitungsgebet angeschaut, das auch als Sündenbekenntnis bezeichnet wird. In diesem Kapitel wollen wir uns das liturgische Element Sündenbekenntnis oder auch „Confiteor“ noch einmal ein wenig genauer anschauen, denn ich glaube, dass es sehr wichtig ist, sich mit dem Thema Sünde, dem Bekennen der Sünde und auch der sich daraus ergebenden Buße und somit Umkehr, in unseren Zeiten ein wenig ausführlicher zu beschäftigen. Mein Eindruck ist, dass wir mehr und mehr das Thema Beichte und damit Sünde aus unserem Leben verdrängt haben. Ja, uns zuweilen

Liturgie - Eröffnung und Anruf - Das Vorbereitungsgebet

Liturgie erklärt Folge 7
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Nach dem Gruß folgt nun das Vorbereitungsgebet, das bei uns in der Gemeinde auch „Der Mensch vor Gott“ genannt wird. Andere Bezeichnungen für dieses Gebet sind Rüstgebet, Eingangsgebet oder Sündenbekenntnis. Dieses Gebet ist also ein elementarer Bestandteil unseres Gottesdienstes. Die unterschiedlichen Bezeichnungen dieses Gebets machen deutlich, worum es an dieser Stelle des Gottesdienstes geht.  Zum einen bereitet man sich nun innerlich auf den Gottesdienst vor, sammelt seine Gedanken und Gefühle, besinnt sich aber auch zugleich dessen, was einen belastet, einem Herz und Seele schwer macht

Liturgie - Eröffnung und Anruf - Der Gruß

Liturgie erklärt - Der Gruß
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Nach dem Votum folgt der Gruss. Klassischerweise klingt er wie folgt:

GRUSS

Liturgin/Liturg: Die Gnade unsere Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit euch allen.

Gemeinde: Und mit deinem Geist.

Dem liturgischen Gruß kann eine Begrüßung mit freien Worten und eine kurze Einführung in den Gottesdienst mit notwendigen Hinweisen folgen. Ich selbst zum Beispiel grüße an dieser Stelle immer mit dem Wochenspruch, der ja schon ein Hinweis auf das Thema des Gottesdienstes ist, und moderiere gewissermaßen das Thema des Gottesdienstes an.

Aber

ANgeDACHT - Liebe. Wahrheit. Hoffnung.

Pfarrer Martin Dubberke
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Meine Güte, wie die Zeit vergeht! Was ist aus all unseren Vorhaben, Wünschen und Hoffnungen für dieses Jahr geworden? Welche Erfahrungen mit Gott haben wir in diesem Jahr gemacht? Ich glaube der Ferienmonat August ist ein guter Moment, selbst innezuhalten und an die eigenen Erfahrungen mit Gottes Beistand zu denken und einfach mal Lebensgeschichten zu sammeln und diese in eine Schachtel voller Erinnerungen zu legen.

Meine Frau und ich haben das kürzlich getan, als wir während unseres Urlaubs abends noch in Wien in der Hotelbar saßen und einfach mal unsere gemeinsamen zwanzig Jahre haben Revue

Liturgie - Eröffnung und Anrufung - Das Votum

Liturgie erklärt - Das Votum - Folge 5
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Nach dem Orgelvorspiel wird nun der Liturg oder die Liturgin aktiv. Mit Votum und Gruß wird jetzt der Gottesdienst eröffnet. Es gibt Pfarrerinnen und Pfarrer, die beginnen den Gottesdienst mit einem fröhlichen: „Guten Morgen!“ Aber ist das korrekt? Es ist höflich, aber eben liturgisch nicht korrekt, denn der Gottesdienst ist kein – naja - profanes Treffen wie ein Treffen zum Frühstück in einem Kaffeehaus. Dietrich Bonhoeffer erklärt, warum das nicht korrekt ist:

„Unser Gottesdienst beginnt nicht mit menschlichen Begrüßungen, sondern mit dem Wort Gottes: „Im Namen des Vaters und des Sohnes

Liturgie - Eröffnung und Anrufung - Die Ouvertüre

Liturgie erklärt - 04 - Orgelvorspiel
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Eröffnung und Anrufung sind gewissermaßen der 1. Akt des Gottesdienstes. Die Glocken läuten, die Orgel oder ein Orchester oder Chor setzen mit der Musik ein. Das ist ein wenig wie im Theater. Der Gong signalisiert den Besucherinnen und Besuchern, dass nun alles anfangen wird. Deshalb wird auch dreimal vor der Vorstellung der Gong geläutet, so wie bei uns vor dem Gottesdienst dreimal geläutet wird. Das erste Mal eine halbe Stunde vor Beginn des Gottesdienstes, dann eine viertel Stunde vorher und schließlich wenige Minuten vor dem Gottesdienst, damit die letzten Gottesdienstbesucherinnen und