Pfr. Martin Dubberke

Liturgie - Verkündigung und Bekenntnis

Liturgie 17 - Verkündigung und Bekenntnis
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Nach dem Amen am Ende des Kollektengebets beginnt nun der zweite Akt des Gottesdienstes: Verkündigung und Bekenntnis. Im Mittelpunkt dieses zweiten Hauptabschnitts des evangelischen Gottesdienstes steht das Hören, Deuten und Bekennen des Wortes Gottes.

Doch aus welchen Elementen besteht dieser Abschnitt des Gottesdienstes? Das sind zum einen die biblischen Lesungen, das Glaubensbekenntnis der Gemeinde und schließlich die Predigt. Zwischen den Lesungen singt die Gemeinde Lieder

Klassischerweise besteht dieser Teil des Gottesdienstes aus vier Lesungen

·       Alttestamentliche Lesung

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Liturgie - Eröffnung und Anrufung - Amen

Liturgie 16 - Amen
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Erst wenn „Amen“ gesagt worden ist, ist es auch der erste Teil des Gottesdienstes, die Eröffnung und Anruf abgeschlossen und es geht zum nächsten Teil des Gottesdienstes über.

Warum hebe ich an dieser Stelle so sehr das „Amen“ hervor? – Weil das Amen immer zu kurz kommt. Wir sprechen es in jedem Gottesdienst mehrfach. Aber ist uns eigentlich immer bewusst, was es bedeutet?

Vier Buchstaben – ein kleines Wort mit einem großen Gewicht. Dieses Wort ist älter als jede Kathedrale und auch älter als die Kirche selbst. Ein kleiner Laut, zwei Silben – und doch ein Fundament des gemeinsamen Glaubens

Liturgie - Eröffnung und Anrufung - Tagesgebet

Liturgier erklärt - Das Tagesgebet
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Der erste Teil oder auch Akt des Gottesdienstes „Eröffnung und Anrufung“ schließt mit einem Gebet, dem Tages- oder auch Kollektengebet, zu dem der Liturg mit der Aufforderung „Lasst uns beten!“ oder dem Lateinischen „Oremus!“ einlädt.

Die klassische Kollekte gliedert sich in drei Abschnitte:  Anrede an Gott – Bitte um eine bestimmte Gabe – Conclusio.

Die klassische Anrede richtet sich an Gott den Vater oder auch direkt an Jesus Christus. Die Anrede wie z.B. „Allmächtiger Vater“ wird durch einen Bezug auf sein Heilswirken ergänzt:

„Allmächtiger, ewiger Gott, du hast uns durch Jesus Christus

ANgeDACHT - Mitten im Chaos – Gottes Reich ist schon da

Pfarrer Martin Dubberke
Bildrechte Johannes Dubberke

Vor uns liegt ein Monat, der mit dem Erntedank beginnt und dem Reformationstag endet. Es ist ein Monat, in dem die Welt mehr an den Himmel schaut, denn je. Nicht, weil die Menschen den Weihnachtsstern erwarten, sondern, weil am Himmel Drohnen auftauchen oder Kampfflugzeuge, die sich angeblich verirren. Wir leben in Zeiten, die eine Reformation brauchen, eine tiefgehende Reformation, denn die Welt scheint aus der Form geraten.

Wie kann uns hier so ein Monatsspruch aus der Bibel helfen, mit den Herausforderungen der Zeit zurechtzukommen? So viele Seelen haben in den vergangenen Jahren Schaden

Liturgie – Eröffnung und Anrufung – Glorialied

Liturgie 14 - Glorialied
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Gleich an das „Gloria“ schließt sich gewissermaßen attacca subito das Glorialied „Allein Gott in der Höh sei Ehr“ an. Ohne Unterbrechung singt die Gemeinde sofort die erste Strophe der Nr. 179 aus dem Evangelischen Gesangbuch:

Allein Gott in der Höh sei Ehr und Dank für seine Gnade,
darum, dass nun und nimmermehr uns rühren kann kein Schade.
Ein Wohlgefalln Gott an uns hat;
Nun ist groß Fried ohn Unterlaß,
all Fehd hat nun ein Ende.

Wer jetzt denkt, dass wir inhaltlich gesehen das doch gerade schon mal gesungen haben, hat vollkommen recht. Aber warum gibt es diese Gloria-Dublette im

ANgeDACHT - Sorgenwerfen

Pfarrer Martin Dubberke
Bildrechte Johannes Dubberke

In dieser Woche steht über allem einer meiner Lieblingsbibelverse: All eure Sorge werft auf ihn; denn er sorgt für euch. (1. Petrus 5,7)

Vor ein paar Jahren hatte ich mal in einer Andacht folgendes Bild benutzt: Stellt Euch mal vor, wir säßen alle in einer Runde und in der Mitte säße Gott. Jeder von uns hätte ein Körbchen mit kleinen Sorgenbällchen – also die weichen Teile, die man auch Stress- oder Wutbälle nennt – und wir würden diese auf Gott werfen. Was glaubt Ihr, würde passieren? – Genau, er würde jeden Ball fangen und jeder wäre seine Sorge, die er auf Gott geworfen hat, los.

Da fragt

Liturgie - Eröffnung und Anrufung - Gloria

Liturgie 13 - Gloria in Excelsis
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Das „Gloria in excelsis Deo“ – also „Ehre sei Gott in der Höhe“ ist ein liturgischer Lobgesang, der auch „große Doxologie“ genannt wird. Das Gloria ist ein sogenannter Hymnus angelicus, der eine Fortsetzung des Engelgesangs aus dem Lukas 2,14 ist:

Ehre sei Gott in der Höhe
und auf Erden Fried,
den Menschen ein Wohlgefallen.

Das „Ehre sei Gott in der Höhe“ (Evangelisches Gesangbuch 180.1) folgt unmittelbar auf das Kyrie (EG 178.2) und ist, wie das Kyrie ein Wechselgesang zwischen dem Liturgen und der Gemeinde.  

Friedrich Kalb schreibt in seinem Werk „Grundriss der Liturgik“, dass das

Liturgie - Eröffnung und Anrufung - Das Kyrie

Liturgie 12 - Das Kyrie
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Das Kyrie ist mir fast das Schönste im Gottesdienst. Wenn die Orgel den Ton anstimmt und ich die Stimme zum „Kyrie eleison“ erhebe und die Gemeinde mit „Herr, erbarme dich“ antwortet, fühle ich mich mit allen Gläubigen verbunden, die vor uns waren und auch nach uns kommen werden. Ich fühle mich eingebettet in eine lange, sehr lange Geschichte unseres Glaubens und unserer Kirche.

Aber, was ist das Kyrie? Warum singen wir hier Griechisch und die Gemeinde antwortet auf Deutsch? Als wir uns in dieser Woche im Konfi mit dem Thema „Gottesdienst feiern“ beschäftigt haben, habe wir festgestellt, dass

Liturgie - Eröffnung und Anrufung - Gloria Patri

Liturgie erklärt 11 - Gloria Patri
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Nach dem Psalm folgt das Gloria Patri, das „Ehr sei dem Vater“, wie es im Evangelischen Gesangbuch unter Nummer 177 in drei Versionen zu finden ist.

In unserer Gemeinde hier in Garmisch-Partenkirchen ist es nicht üblich, auf den Psalm das klassische Gloria Patri folgen zu lassen. In der Ordnung für den Evangelisch-Lutherischen Gottesdienst, in unserer Gemeinde sind die Psalmen zum Singen und Sprechen im Evangelischen Gesangbuch ab der Nummer 732 üblich. Wird hier der Psalm im Wechsel gesungen, endet er immer mit einem Gloria Patri, das im Wechsel zwischen dem Liturgen oder Kantor und Gemeinde

ANgeDACHT - Gott. Zuversicht. Stärke.

Pfarrer Martin Dubberke
Bildrechte Johannes Dubberke

„Gott ist unsere Zuversicht und Stärke.“
Psalm 46,2

Ein Satz, der klingt wie ein Fels in der Brandung. Dieser Psalm ist in einer Zeit entstanden, in der Bedrohung, politische Unsicherheit und kriegerische Auseinandersetzungen zum Alltag gehörten. Er beginnt mit dem Bekenntnis:

„Gott ist unsere Zuversicht und Stärke, eine bewährte Hilfe in Nöten.“

Schon die folgenden Verse sprechen von Naturkatastrophen, von tobenden Nationen und wankenden Königreichen. Und mitten in diesem Chaos steht die Zusage: Gott ist in der Mitte seines Volkes – und gibt uns Halt. Damals wie heute erleben wir, dass