Pfr. Martin Dubberke

ANgeDACHT - Die Wiederentdeckung des besinnlichen Advents

Pfarrer Martin Dubberke
Bildrechte Johannes Dubberke

Liebe Geschwister, in dieser Woche habe ich mit den Konfis das Thema Advent gemacht. Liegt ja in der Woche vor dem Ersten Advent irgendwie auf der Hand. Auch in diesem Jahr war es wieder spannend. Wir haben nach einer kurzen Einführung ins Thema vier Gruppenarbeiten gemacht:

Was ist Advent? – Ursprung und Begriff

Warum feiern wir Advent? – Sinn und Bedeutung

Was gehört zum Advent? – Bräuche und Symbole

Advent und Fastenzeit – Verzicht und innere Vorbereitung

Ihr merkt schon, wir haben versucht, der Sache auf den Grund zu gehen. Und dabei haben wir gemerkt, dass der Advent eigentlich eine

Liturgie - Credo

Liturgie 22 - Credo
Bildrechte Martin Dubberke & KI
Wenn dieser Abschnitt des Gottesdienstes „Verkündigung und Bekenntnis“ heißt, bedeutet das, dass irgendwann einmal die Gemeinde auf die Verkündigung, also die Lesungen, mit dem Bekenntnis des gemeinsamen Glaubens reagieren wird.

Aber warum ist das so? Im Evangelischen Gottesdienst folgt das Glaubenskenntnis auf das Evangelium. Damit bringt die Gemeinde ihre Zustimmung zur Verkündigung des Evangeliums zum Ausdruck. Und gleichzeitig öffnet sich damit die Gemeinde für die Auslegung durch die Predigt.

In der Regel spricht die Gemeinde das Apostolische Glaubensbekenntnis, das sogenannte

Liturgie - Evangelienlesung

Liturgie erklärt - Evangelium Folge 21
Bildrechte Martin Dubberke & KI

Wer glaubt, dass in einem evangelischen Gottesdienst die Predigt der Höhepunkt sei, der irrt. Der eigentliche Höhepunkt des evangelischen Gottesdienstes ist die Evangelienlesung. Die Lesung des Evangeliums ist die letzte Lesung und bildet den Höhepunkt, weil das unmittelbare Wort Jesu am Schluss erscheinen soll. Das ist auch der Grund für die besondere Rahmung dieser Lesung durch den einleitenden und abschließenden Lobruf.

Im Evangelium erklingt die Stimme Christi selbst. Das Verlesen des Evangeliums dient nicht allein – sagen wir es mal so – der Information, sondern insbesondere der Stärkung

Nun sehet den Stern - Gottesdienst zum 1. Advent & Vernissage zur Sternenausstellung

Nun sehet den Stern
Bildrechte Martin Dubberke, Marion Caspers & KI

Am 1. Advent, gleich nach dem Gottesdienst in der Johanneskirche mit Pfr. Martin Dubberke, laden wir herzlich zur Vernissage der Ausstellung „Nun sehet den Stern“ in der Galerie des Evangelischen Gemeindehauses in Partenkirchen ein. Pfr. Dubberke wird im Gottesdienst mit seiner Predigt über Römer 13,8-12 die Gemeinde auf das Thema Licht und Finsternis einstimmen und zeigen, welche besondere Bedeutung Sterne in diesem Zusammenhang haben.

Die Ausstellung „Nun sehet den Stern“ lädt ein, den Zauber der Sterne neu zu entdecken – als Leitsterne, als Symbol für Hoffnung und Orientierung in dunklen

Liturgie - Graduallied

Liturgie erklärt - Graduallied
Bildrechte Martin Dubberke & KI

Nach der Epistellesung ist erst einmal wieder die Gemeinde dran – nämlich mit einem Lied, dem Graduallied oder auch Wochenlied. Welche Bedeutung und Herkunft hat eigentlich dieses Graduallied? Warum singt es die Gemeinde zwischen Epistel- und Evangelienlesung? Worauf kommt es beim Graduallied an? Warum ist das Graduallied durch die Agende vorgegeben und wird in der Regel nicht vom Pfarrer ausgesucht?

In der Tat, das Wochenlied – wie das das Graduallied auch genannt wird - ist ein zentrales liturgisches Element mit reicher Bedeutung und langer Geschichte.  Es ist thematisch eng mit den

ANgeDACHT - Alles hat seine Zeit

Pfarrer Martin Dubberke
Bildrechte Johannes Dubberke

Liebe Geschwister, wer mich kennt, weiß, dass ich ein großer Freund der alttestamentlichen Weisheit bin. Ich liebe den Prediger Salomo, der in seiner Weisheit und Tiefe seines Glaubens die Dinge mit einfachen Worten auf den Punkt bringt. Und so ist es auch mit einer meiner Lieblingsbibelstellen:

Ein jegliches hat seine Zeit, und alles Vorhaben unter dem Himmel hat seine Stunde.

Prediger 3,1

Eine Zeit zu haben, bedeutet, dass es einen Anfang und ein Ende gibt, dass alles seine Dauer hat. Der Prediger verdeutlicht das dann an vielen Beispielen. Dass Weinen und Lachen seine Zeit hat, Klagen

Liturgie - Epistellesung

Liturgie 19 - Liturgie
Bildrechte Martin Dubberke & KI

Nach der alttestamentlichen kann ein Gemeindelied folgen. Zu den Liedern und ihrer Bedeutung wird es noch einmal einen eigenen Abschnitt geben. Eingeleitet wird die Epistel mit den Worten:

Die Epistel für den Sonntag NN steht geschrieben: …

Und dann folgt die Nennung der Textstelle und die Verlesung der Epistel, die mit den Worten schließt:

Worte der Heiligen Schrift.

Worauf die Gemeinde mit den Worten antwortet:

Gott sei Lob und Dank.

So weit, so gut. Aber warum wird im Gottesdienst eine Epistel, also eine Briefstelle vorgelesen? Welche liturgische Bedeutung und vor allem auch

ANgeDACHT - Gott sucht, heilt und stärkt

Pfarrer Martin Dubberke
Bildrechte Johannes Dubberke

„Ich will das Verlorene wieder suchen und das Verirrte zurückbringen, das Verwundete verbinden und das Schwache stärken.“ (Hesekiel 34,16) - Der Monatsspruch für den November klingt wie eine sanfte Verheißung inmitten grauer Tage. Wenn das Licht kürzer wird, der Nebel sinkt und die Welt stiller zu werden scheint, spricht Gott in das Dunkel hinein Worte der Nähe und der Zuwendung. Der Prophet Hesekiel überliefert sie aus einer Zeit, in der das Volk Israel zutiefst erschüttert war: verloren, vertrieben, verunsichert. Und mitten in diese Erfahrung hinein verspricht Gott, selbst der Hirte zu sein

Liturgie - Alttestamentliche Lesung

Liturgie 18 - Alttestamentliche Lesung
Bildrechte Martin Dubberke & KI

Im evangelischen Gottesdienst bildet – wie gesagt - der Abschnitt der Wortverkündigung den zentralen Kern, der sich aus mehreren Texten zusammensetzt, die der Predigt vorangehen oder ihr zugeordnet sind. Die Gestaltung dieses Teils folgt einem bewährten Muster: Es umfasst in der Regel mehrere Lesungen, deren Anzahl zwischen zwei und vier variieren kann, gefolgt von der Predigt als Antwort auf das Gehörte.

Historisch betrachtet war die alttestamentliche Lesung schon in den frühen Gemeinden von großer Bedeutung, insbesondere in solchen mit jüdischer Herkunft, wo prophetische Schriften und das

Glauben. Versöhnen. Gestalten.

Reformationstag 2025
Bildrechte Martin Dubberke & KI

Liebe Geschwister, am Mittwoch stand im Konfi das Thema Reformation auf der Tagesordnung. Das bietet sich ja auch in einer Woche, in der wir den Reformationstag feiern förmlich an. Und als ich mich auf diese Einheit vorbereitete, stellte ich mir die Frage, ob die Konfis überhaupt die 95 Thesen kennen? – Die gleiche Frage kann ich Euch heute auch stellen, ob Ihr die 95 Thesen kennt oder wann Ihr sie zum letzten Mal gelesen habt. Na, wer von Euch hat sie gelesen? – Also, unsere Konfis kennen sie nun, denn ich habe die Thesen alle ausgedruckt und mit in den Konfi gebracht. Jeder musste eine These