ANgeDACHT - Grün ist die Hoffnung

Was für ein Grün! Die Farbe der Buchenblätter im Frühsommer begeistert mich. Als hätte jemand die Natur mit einem grünen Leuchtstift koloriert. Grün ist Wachstum und Leben, Kraft und Energie. Das spüren Menschen aller Zeiten und Kulturen: Hildegard von Bingen sprach schon im 12. Jahrhundert von der heilsamen „Grünkraft“. In Japan werden Menschen auf Krankenkassen-Kosten zum „Waldbaden“ geschickt. Wenn ich in meiner Freizeit rausgehe „ins Grüne“, ist das für mich eine Zeit bewusster Erholung. In der Natur finde ich Abstand vom Alltag, kann neu durchatmen und frische Kraft für meinen Alltag tanken. Grün ist die Hoffnung!

Anmeldung Lindenbichl 2021

Es ist mal wieder soweit, die Lindenbichl-Saison steht vor der Tür. In diesem Jahr geht es vom 12. August 2021 bis 22. August 2021 auf die schöne Halbinsel Lindenbichl. Lindenbichl befindet sich im Staffelsee bei Murnau. Libi heißt 11 Tage lang in Zelten schlafen, feiern, Boot fahren, basteln, im See baden, Morgenandachten erleben, singen, spielen, Geschichten hören und abends am Lagerfeuer sitzen.

ANgeDACHT - HERR, neige mein Herz nicht zum Bösen!

Pfr. Martin DubberkeDieser Tage bin ich über einen Vers des Propheten Daniel 9,7 gestolpert: Du, HERR, bist gerecht, wir aber müssen uns heute alle schämen.

Hier geht es um ein großes Schuld- und Sündenbekenntnis, die Scham für das eigene Fehlverhalten, sich nicht an die Spielregeln Gottes gehalten zu haben, die den Menschen, also uns, von den Propheten in regelmäßigem Nachhilfeunterricht samt Konsequenzen vorgebetet worden sind und werden.

ANgeDACHT - Ob wir leben oder sterben… Wenn Gottes Geist Orientierung schenkt

Pfarrerin Birgit SchielKürzlich wurde ich quasi  als Mörderin beschimpft, weil ich Bedenken wegen der Impfung geäußert hatte. In einer Andacht äußerte ich mich daraufhin besorgt, dass es scheinbar für uns nur noch die Wahl zwischen entweder-oder, schwarz-oder-weiß gibt. Krisenmodus und Erschöpfung verhindern Diskurs oder Grauzonen. Stichwort allesdichtmachen… Die Reaktionen: ich wurde wieder beschimpft, ich solle mich doch impfen lassen. Bzw. es zu lassen. Es ging NICHT um die Gesprächskultur, die war eindeutig verloren gegangen.

ANgeDACHT - Ganz Ohr sein!

Pfarrerin Uli Wilhelm"Er weckt mir selbst das Ohr", heißt es in einem Morgenlied unseres Gesangbuchs. Mir hat dieser Satz schon immer gefallen. Die Vorstellung finde ich witzig, dass jemand meine Ohren aufwecken kann, damit ich die Ohren gespitzt habe, ganz Ohr sein und mir vielleicht sogar etwas hinter die Ohren schreiben kann. Man kann aber auch auf dem Ohr liegen oder nur mit halbem Ohr hinhören. Es gibt Leute, die es faustdick hinter den Ohren haben, Schlitzohren - und andere, die übers Ohr gehauen worden sind. Manche halten die Ohren steif, andere lassen sie hängen und einige sind noch grün hinter den Ohren.

ANgeDACHT - Was ist der Mensch wert?

Pfarrerin Irene Konrad53 Jahre ist er alt, top Ausbildung, leitende Position, lange Berufserfahrung. Die ganze Abteilung, die er geleitet hat, wurde geschlossen. Nein, er hat gut gearbeitet und er wird sicher auch schnell wieder was finden. Das habe ich seiner verzweifelten Frau vor einem halben Jahr auch gesagt. Er selber redet kaum darüber. Wie es ihm geht? Ich weiß es nicht, er sagt ja nichts. Ausschauen tut er jedenfalls nicht so gut.

ANgeDACHT - Mehr Gottvertrauen als Angst

Pfr. Martin DubberkeMeine früheste Erinnerung an Angst, ist eine Folge von „Mit Schirm, Charme und Melone“. Ich weiß gar nicht mehr, wie alt ich damals gewesen bin. Das war so eine Folge, in der es so einen Robotermenschen gab, vor dem man nicht fliehen konnte. Mit seinem Stahlarm durchschlug er jedes Hindernis. Und so träumte ich dann auch von ihm. Ich erinnere mich noch, wie ich ihn im Traum kommen höre und vor ihm versuchte zu fliehen. Aber wohin ich auch floh, fand er mich. In meiner Verzweiflung floh ich in den mit Angst besetzten Keller mit seiner Stahltür, in der noch immer die scharfen Spuren der Bombensplitter zu sehen und zu fühlen waren. Doch auch diese von Bomben nicht in die Knie gezwungene Stahltür öffnete er als sei sie aus Butter. Ich floh durch den dunklen Gang in den noch dunkleren Keller und versuchte mich hinter den Kohlen zu verstecken. Als er vor der aus Latten bestehenden Kellertür steht und ich das Beil als letzte Hoffnung mit meinen beiden kleinen Händen umschließe, steht plötzlich meine große Schwester neben mir und rettet mich. Ich weiß nicht mehr wie sie es angestellt hat, aber sie tut es.

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