ANgeDACHT - Jesus Christus spricht: Wer sagt denn ihr, dass ich sei?

Pfr. Martin Dubberke
Bildrechte Johannes Dubberke

So lautet der Monatsspruch für den September. Zu finden ist er bei Matthäus 16,15. Tja, was würden denn wir heute auf diese Frage antworten, die Jesus einst seinen Jüngern gestellt hat: Was sagen wir, dass Jesus ist?

Es gibt sicherlich viele Menschen, die heute antworten würden: „Jesus von Nazareth war eine historische Persönlichkeit.“ Andere werden wahrscheinlich antworten: „Jesus? Den hat’s doch nie gegebene. Der ist eine literarische Figur.“

Was aber sagen wir? Was sagen und glauben wir, dass Jesus ist?

Manch einer wird sich vielleicht an Weihnachten erinnern, an die wunderschönen Weihnachtskrippen. Es ist ja bald wieder Weihnachten. Zumindest können wir jetzt schon wieder in den Lebensmittelläden Lebkuchen, Dominosteine und Spekulatius kaufen. Also, manch einer wird vielleicht an das kleine Jesuskind in der Krippe denken und die vielen schönen Weihnachtslieder, in denen es heißt, dass Jesus Gottes Sohn ist, der Heiland und Friedefürst.

Und andere werden vielleicht an die Passionszeit oder Ostern denken, an die Leidenszeit und das Sterben Jesu Christi am Kreuz.

Ich – z.B. – denke da zuerst an mein Lieblings-Passionslied in dem es heißt:

Liebe wächst wie Weizen,
und ihr Halm ist grün.

Jesus ist die Liebe, die Liebe schlechthin. Jesus ist aber auch unser Trost. Wie singen wir doch in der Osternacht:

Des solln wir alle froh sein,
Christ will unser Trost sein.

Jesus ist auch der gute Hirte, der seine Schafe, selbst wenn sie mal abhauen, nicht allein lässt.

Wenn wir das Neue Testament lesen, werden wir noch so viele andere Seiten von Jesus Christus entdecken, dass wir nur so staunen.

Aber, was denken wir, was denkst Du, dass Jesus ist? Eine spannende Frage. Jesus fragt ja nicht, was wir glauben, dass er sei, sondern, was wir denken.

Für mich ist Jesus meine Zuflucht, mein Begleiter, derjenige, der mich immer wieder erdet. Er ist derjenige, auf den ich mich verlassen kann, heute, morgen und in Ewigkeit. So und nicht anders habe ich Jesus Christus in meinem Leben erlebt.

Warum ist das so? Weil ich genau das glaube, was Simon Petrus auf die Frage Jesu geantwortet hat:

Du bist der Christus,
des lebendigen Gottes Sohn.
Matthäus 16,17

Das ist doch interessant. Auf die Frage, was die Jünger denken, dass Jesus ist, antwortet Simon Petrus mit einem Glaubensbekenntnis.

Er bekennt, dass Christus, der Sohn des lebendigen Gottes ist. Dieser Gott lebt und er zeigt sich in seinem Sohn Jesus Christus. Dieser Gott ist mitten unter uns. Er berührt uns. Er spricht uns an. Er macht uns Mut. Er bricht verkrustete alte Vorstellungen auf, die sich wie ein Panzer um uns gelegt haben. Dieser Jesus befreit uns zum Leben, zu einem Leben, wie Gott es sich immer für und von uns gewünscht und erhofft hat, einem Leben, in dem Gott geliebt wird und der Nächste wie sich selbst.

Euer

Pfarrer Martin Dubberke

Nicht alle Menschen in unserer Gemeinde haben Internet. Wir legen daher in unseren Kirchen ausgedruckte Exemplare unserer Gemeindewoche mit dem ANgeDACHT, den aktuellen Terminen und Neuigkeiten aus der Gemeinde aus. Gerne können Sie die aktuelle Gemeindewoche runterladen und einem Nachbarn oder einer Nachbarin mit einem kleinen Gruß in den Briefkasten stecken.

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Liturgischer Kalender

Liturgischer Kalender

Aktueller Feiertag:

18.10.2026 Tag des Evangelisten Lukas

Wochenspruch: Gehet hin in alle Welt und predigt das Evangelium aller Kreatur. ( Mk 16,15b )
Wochenpsalm: Ps 119,121–128
Predigttext: Jes 43,8–13


Der nächste hohe kirchliche Feiertag:

31.10.2026 Gedenktag der Reformation (Reformationsfest)

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Mehr Texte von Pfarrer Martin Dubberke

O Haupt voll Blut und Wunden

O Haupt voll Blut und Wunden
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Liebe Geschwister, verraten, gemobbt und im Sterben noch geschäht. So hängt Jesus über uns am Kreuz und blickt von da oben auf uns Sünderinnen und Sünder hier unten. Seine Hände und Füße sind genagelt, können nicht mehr gehen, nicht mehr handeln, keine Hand auflegen. Nackt und bloß ist er auf seine menschliche Existenz reduziert.

Doch alle, die vor dem Kreuz stehen, müssen zu ihm aufschauen, können sich nicht wegducken. Da hängt ein Leib, der geschunden ist, geschunden wie die Welt, in der wir leben. Geschunden ist er durch uns, damals wie heute. Er kam ans Kreuz, weil sich die Menschen einig

Wir wollen uns gerne wagen…

Mitgliederverluste
Bildrechte Martin Dubberke

Nikolaus von Zinzendorf der Gründer der Herrnhuter Brüdergemeine und Erfinder der Losungen hat einst dieses wunderbare Lied gedichtet „Wir wollen uns gerne wagen…“ Als Gemeinde müssen wir einiges in Zukunft wagen.

Vor einiger Zeit hatte ich schon einmal etwas über die Entwicklung der Mitgliederzahlen unserer Gemeinde berichtet. Sie erinnern sich vielleicht, dass 64% unserer Mitgliederverluste Wegzüge sind. Das ist eine enorm hohe Zahl. Und diese Zahl wird sich angesichts der hohen Mieten und Lebenshaltungskosten im Bereich unserer Gemeinde nicht ändern. Das hat für unsere Gemeinde

ANgeDACHT - Nicht tot zu kriegen

Pfr. Martin Dubberke
Bildrechte Johannes Dubberke

Entsetzt euch nicht! Ihr sucht Jesus von Nazareth, den Gekreuzigten.
Er ist auferstanden, er ist nicht hier.

Monatsspruch für den März aus Markus 16,6

Mich haben heute die Bilder aus Moskau beeindruckt. Tausende von Menschen haben Alexej Nawalny die letzte Ehre erwiesen. Dazu bedarf es in einem Land wie Russland Mut. Auch, dass so viele Menschen in die Mikrophone und Kameras internationaler Fernsehsender offen gesprochen haben, ist Ausdruck von Mut. Denn die Kameras liefen und wer dabei gewesen ist, muss damit rechnen, verhaftet zu werden. Alexej Nawalny hat die Macht im Kreml in Frage

Alles Liebe - oder was? - Ein dialogischer Gottesdienst zum Valentinstag am Aschermittwoch

Alles Liebe
Bildrechte Martin Dubberke - erstellt mit Canva

Was geschieht, wenn Valentinstag und Aschermittwoch auf einen Tag fallen? Man feiert Gottesdienst. In diesem Fall haben Pfarrerin Uli Wilhelm und Pfarrer Martin Dubberke miteinander in einem dialogischen Gottesdienst in der Johanneskirche zu Partenkirchen versucht, beides unter einen Hut zu bekommen. Während Uli Wilhelm sich in ihrer Predigt dem Valentinstag gewidmet hat, hat sich Martin Dubberke in seiner Predigt dem Aschermittwoch gewidmet.

Wir wollen uns gerne wagen

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Liebe Geschwister, wir gehen als Kirchengemeinde und als Kirche keinen einfachen Zeiten entgegen. Der liebe Gott möchte, dass wir uns auf den Weg machen. Nicht auf den Weg raus aus der Kirche, sondern auf den Weg in die Welt, um den Menschen das Evangelium nahe zu bringen, sie das Evangelium zu lehren und vor allem, sie zu lehren, das zu halten, was Jesus uns befohlen hat.  Wir haben es ja gerade erst als Lesung des Evangeliums gehört:

Darum gehet hin und lehret alle Völker: Taufet sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes und lehret sie halten alles, was ich euch

Gerüchteküche

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In letzter Zeit gibt es an zwei Orten unserer Gemeinde interessante Gerüchte. So erzählt man sich z.B., dass aus unserer Friedenskirche in Burgrain eine Moschee werden soll. Als mir dieser Tage von diesem Gerücht berichtet wurde, habe ich mir die Frage gestellt, wer so ein Gerücht in die Welt setzt und vor allem warum? Was wird mit einem solchen Gerücht bezweckt? Ich kann an dieser Stelle versichern, dass aus der Friedenskirche in Burgrain keine Moschee werden wird.

Ebenso interessant ist das Gerücht, das mich aus Oberau erreicht hat. Hier hat mich der Bürgermeister selbst angerufen und

ANgeDACHT - Ein für alle Mal

Pfr. Martin Dubberke
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Ich weiß nicht, wie es Euch so geht, wenn Ihr in diese Welt mit all dem Wahnsinn schaut, der sich da um uns herum ereignet. Mir geht’s irgendwie immer gleich: Ich habe da immer wieder ein Gefühl zwischen Ohnmacht und Verzweiflung. Ja, eigentlich sollte ich es doch als Christ mit der Hoffnung haben. Und ganz ehrlich, die habe ich auch, weil ich sonst vollends verzweifeln würde. Diese Hoffnung ist es auch, die mich Tag für Tag motiviert, das Wort Gottes unter die Menschen zu bringen, nicht müde zu werden, von den Vorteilen unseres Glaubens zu erzählen, welche Perspektiven sich durch den Glauben

ANgeDACHT - Alles, was ihr tut, geschehe in Liebe

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So lautet die Jahreslosung 2024 aus dem 1. Brief des Paulus an die Korinther. Eine spannende Jahreslosung. Eine zeitgemäße Jahreslosung, die uns mahnt, die uns einlädt, die uns anspornt, das zu tun, wonach sich so viele Millionen Menschen in unserer Welt sehen und worum sie beten.

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Die Sache mit der Sehnsucht

Pfr. Martin Dubberke
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Liebe Geschwister, was ist das eigentlich heute? Feiern wir jetzt Heiligabend oder den vierten Advent? Wer hat denn heute morgen noch die vierte Kerze angezündet?

Die vier Kerzen im Advent stehen für die Umkehr, die Neuausrichtung unseres Lebens. Wir erwarten die Geburt Jesu und nähern uns der Geburt, indem wir uns selbst auf den Weg machen. So, wie Ihr alle Euch heute auf den Weg hierher in unsere Johanneskirche gemacht habt. Ihr folgt dem gleichen Ruf, wie einst die Hirten auf dem Felde.

Es ist kein Zufall, dass die es die Hirten waren, die zuerst zum Kind gerufen wurden. Hirten wissen um

ANgeDACHT - Seid Täter des Wortes

Pfr. Martin Dubberke
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Es ist Wahlsonntag. Seit Wochen erleben wir Wahlkampf. Die Kandidaten reisen durchs ganze Land. Sie schauen uns von den Plakatwänden mit zur Tat entschlossenen Gesichtern an, die einem das Gefühl geben sollen: „Der Mann oder diese Frau ist entschluss- und handlungsfreudig und packt an. Das ist das, was wir brauchen.“

Sie alle wollen das Beste für uns und wollen dafür das Beste, was wir zu bieten haben: Unsere Stimme, unser Ja zu ihnen.

Doch wie schaut es nach der Wahl in der Realität aus, wenn die Wahlversprechen auf dem Prüfstand der Realpolitik stehen?

Der Monatsspruch aus dem Brief des

Glaubensernte

Erntedank 2023 in der Johanneskirche
Bildrechte Martin Dubberke

Liebe Geschwister, wir leben in einem reichen Land, das über viele Jahre gute Ernten hatte. Wir leben in einem Land, in dem Landwirtschaft, Industrie und Wirtschaft stets reiche Ernten eingefahren hat. Wir leben in einem Land, in dem auch heute im Grunde genommen niemand hungern muss.

Wir leben aber auch in einem Land und in einer Zeit, in der wir an allen Ecken und Ende die Folgen geistlicher Armut spüren.

Wir feiern heute Erntedank und bei uns in Partenkirchen feiern wir heute auch die Jubelkonfirmation. Wir haben unter uns auch Menschen, die vor siebzig Jahren konfirmiert worden sind. Das

ANgeDACHT - Jesus Christus spricht: Wer sagt denn ihr, dass ich sei?

Pfr. Martin Dubberke
Bildrechte Johannes Dubberke

So lautet der Monatsspruch für den September. Zu finden ist er bei Matthäus 16,15. Tja, was würden denn wir heute auf diese Frage antworten, die Jesus einst seinen Jüngern gestellt hat: Was sagen wir, dass Jesus ist?

Es gibt sicherlich viele Menschen, die heute antworten würden: „Jesus von Nazareth war eine historische Persönlichkeit.“ Andere werden wahrscheinlich antworten: „Jesus? Den hat’s doch nie gegebene. Der ist eine literarische Figur.“

Was aber sagen wir? Was sagen und glauben wir, dass Jesus ist?

Manch einer wird sich vielleicht an Weihnachten erinnern, an die wunderschönen

ANgeDACHT - Unter dem Schatten deiner Flügel

Pfr. Martin Dubberke
Bildrechte Johannes Dubberke

Du bist mein Helfer,
und unter dem Schatten
deiner Flügel frohlocke ich.
Psalm 63,8

Das sagt ein Mann, der mit Gott und sich selbst ganz im Reinen ist. Wenn ich den Psalm 63 lese, geht mir das Herz auf. Das machen solche Sätze wie:

Gott, du bist mein Gott, den ich suche.

Oder:

Das ist meines Herzens Freude und Wonne, wenn ich dich mit fröhlichem Munde loben kann.

Bei diesem Menschen ist ein Leben ohne Gott nicht denkbar. Gott ist für ihn die allergrößte Selbstverständlichkeit. Ich lese diesen Psalm und lehne mich innerlich vollkommen entspannt zurück, nicht nur weil ich Urlaub habe

ANgeDACHT - Feindesliebe

Pfr. Martin Dubberke
Bildrechte Johannes Dubberke

Jesus Christus spricht: Liebt eure Feinde und betet für die, die euch verfolgen, damit ihr Kinder eures Vaters im Himmel werdet.
Matthäus 5,44-45

Was für eine Herausforderung?!? Ich denke an meine Eltern und Großeltern und frage mich, ob sie damals im Krieg in der Lage dazu gewesen sind, für die Feinde zu beten, während sie im Luftschutzkeller gesessen haben. Wenn ich mit meinem Vater darüber gesprochen habe, hatte er, der als der Krieg begann, neun Jahre alt war, ganz eigene Worte.

Und natürlich denke ich auch an die Menschen, die in der Ukraine oder an anderen Orten Schutz vor Bomben und

Spreu oder Weizen?

Johannes der Täufer in der Johanneskirche zu Partenkirchen
Bildrechte Martin Dubberke

Liebe Geschwister, als Regina und ich diesen Gottesdienst miteinander vorbereitet haben, waren wir mit der Textauswahl für heute nicht glücklich. Also begaben wir uns auf die Suche nach einem Text über Johannes den Täufer, der uns beiden gefiel. Regina fand ihn, aber ihr gefielen nur die ersten beiden Verse. Das habt Ihr ja gerade gemerkt. Und sie hat eben mit Verve und Begeisterung darüber gepredigt.

Ich habe dann noch ein wenig überlegt, welchen Text ich für meinen Predigtteil nehmen könnte und dann entschied ich mich einfach über die nächsten Verse dieses Textes zu predigen:

In seiner

ANgeDACHT - Versöhnung

Pfr. Martin Dubberke
Bildrechte Johannes Dubberke

Gott gebe dir vom Tau des Himmels und vom Fett der Erde und Korn und Wein die Fülle.
Monatsspruch aus Genesis 27,28

Ein erschwindelter Segen. Wir erinnern uns: Jakob hatte seinem Bruder Esau mit einem Linsengericht das Erstgeburtsrecht abgeluchst. Und als es nun soweit war, dass sich Issak, der Vater der beiden, auf das Sterben vorbereitete, rief er seinen Erstgeborenen, den Esau, er möge noch einmal für ihn auf die Jagd gehen und ihm sein Lieblingsgericht zubereiten. Dann wolle er ihn segnen.

Rebekka, die Mutter, bekam das mit und rief ihren Lieblingssohn Jakob, der nun zwei Böcklein von

Gottes Geist

Erinnerungstafel an die Opfer des Zweiten Weltkrieges | Kriegerdenkmal in der Johanneskirche zu Partenkirchen
Bildrechte Martin Dubberke

Gott sprach zu Mose: Ich werde sein, der ich sein werde.
2. Mose 3,14

Ist Gott für uns, wer kann wider uns sein?
Römer 8,31

Heute vor 78 Jahren endete der Zweite Weltkrieg. Sechzig Millionen Menschen waren ihm zum Opfer gefallen. Ein Krieg, der die ganze Welt verändert hat. Ein Krieg, dessen Spuren wir noch immer sehen können. Ein Krieg, dessen Folgen, wir auch heute noch erleben. Nur um sich die Zahl sechzig Millionen einmal vor Augen zu halten: In der Ukraine lebten 2021 43,79 Millionen Menschen. Sechzig Millionen wären heute die Ukraine, Ungarn, Lettland, Litauen und Estland menschenleer

ANgeDACHT - Was unsere Hand vermag

Pfr. Martin Dubberke
Bildrechte Johannes Dubberke

Weigere dich nicht, dem Bedürftigen Gutes zu tun, wenn deine Hand es vermag. (Sprüche 3,27 | Monatsspruch) - Wer mich kennt, weiß, dass ich ein großer Fan der alttestamentlichen Weisheit bin. Und die Sprüche sind das pur. Sie bieten einem gewissermaßen für so ziemlich jede Situation im Leben Anhaltspunkte und Vorschläge, wie man sich verhalten solle. Es ist ein Buch, dass nur so mit Weisheit gespickt ist. Und diese Weisheit ist ein Erfahrungsschatz, der sich über Generationen angesammelt hat, der vom Vater an den Sohn in Gesprächen weitergegeben wird. Es handelt sich also um bewährtes Wissen.

Predigt - Ein vorbildliches Schaf

Ein vorbildliches Schaf
Bildrechte Martin Dubberke

Liebe Geschwister, heute schimpfen wir mal auf die da oben. Das ist ja etwas, was wir doch eigentlich ganz gerne tun. Kaum ein Gespräch, das ich führe, kommt nicht damit aus, dass man mal über die da oben in der Politik oder auch der Kirche schimpft. Da macht keiner was richtig. Die kosten uns Geld und Nerven. Die sind nicht in der Lage eine anständige Energiepolitik zu machen oder Gesetze, die funktionieren. Oder hier im Ort. Wir hatten doch schon einmal ein Bürgerbegehren zum Kongresshaus. Das war doch eindeutig. Und was haben die da oben draus gemacht? Wir müssen heute noch einmal abstimmen

ANgeDACHT - Ertüchtigt

Pfr. Martin Dubberke
Bildrechte Johannes Dubberke

Nicht, dass wir tüchtig sind von uns selber, uns etwas zurechnen als von uns selber; sondern dass wir tüchtig sind, ist von Gott. (2. Korinther 3,5) Dieser Vers darf uns erden. Was sind wir doch zuweilen alles für große Macher. Männer – Achtung: Ironie – können das ja besonders gut, wenn sie sich ins rechte Licht stellen wollen, um zu zeigen, was für tolle Hechte sie sind. Aber das mit der Tüchtigkeit… Wer benutzt heute eigentlich noch dieses alte und angestaubte Wort? Und vor allem, wer weiß noch, was es bedeutet? Dieses Wort hat seine Wurzeln im Mittelhochdeutschen und heißt nicht nur

ANgeDACHT - Jesus lebt

Pfr. Martin Dubberke
Bildrechte Johannes Dubberke

Als Maria Magdalena, Salome und die Mutter des Jakobus vor dem leeren Grab standen, sprach ein Jüngling zu ihnen: Entsetzt euch nicht! Ihr sucht Jesus von Nazareth, den Gekreuzigten. Er ist auferstanden, er ist nicht hier. (Markus 16,6) Die Auferstehung des gewaltsam getöteten Jesus war eine wirkliche und wirkende Zeitenwende. Sie machte deutlich, dass sein Tod ein Unrecht war und die Idee, die Gott mit Jesus verbunden hatte, nicht tot zu kriegen war. Nach den Frauen haben das auch die Jünger Jesu erkannt, als ihnen der Auferstandene selbst begegnet ist. Und genau das hat in Ihnen den Willen

Damit wir leben können - Gedanken zum Monatsspruch April

Lichtkreuz und Luther
Bildrechte Martin Dubberke

Christus ist gestorben und lebendig geworden, um Herr zu sein über Tote und Lebende. (Römer 14,9) - Warum muss eigentlich immer erst jemand sterben, damit Menschen etwas verstehen? Diese Frage begleitet mich schon lange. Und manchmal denke ich, dass der Tod mehr über das Leben verrät als alles andere. Ich erinnere mich noch gut an meine erste Sozialbestattung, die ich auf dem Garmischer Friedhof hatte. Der Mann vom Friedhof und ich standen allein am Grab. Die Verstorbene war mit 74 Jahren von uns gegangen. Keine Angehörigen, keine Familie, niemand, der sich ihrer am Grab erinnern wollte oder

Die Sache mit dem Gehorsam

Pfr. Martin Dubberke
Bildrechte Johannes Dubberke

Liebe Geschwister, seit mehr als einem Jahr beten wir um Frieden in der Ukraine, beten wir darum, dass Putin endlich einsichtig wird, seine Truppen abzieht und diesen Krieg beendet.

Und was ist geschehen?

Wir beten auch um die Gesundheit uns nahestehender Menschen, wir bitten darum, den Tod von ihnen abzuwenden.

Und was ist geschehen?

Noch immer haben wir den Krieg. Noch immer sterben Kinder, Frauen, Männer, werden Familien auseinandergerissen. Und ich erlebe, dass Menschen, um deren Gesundung ich gebetet habe, sich auf ihren Tod vorbereiten.

Was stimmt da nicht? Was habe ich da nicht

Loslassen

Pfr. Martin Dubberke
Bildrechte Johannes Dubberke

Heute kann man bei der Losung ganz schnell zu falsche Schlussfolgerungen kommen. Was bedeutet es denn, wenn Gott mir bei allen Werken meiner Hände Glück geben wird? Ein Schelm, der gerade nicht an einen Freifahrtschein denkt. Aber genau an dieser Stelle gelangen wir heute an die Grenze des Espressos der Bibellese, der Losung.

Der Herr, dein Gott, wird dir Glück geben zu allen Werken deiner Hände.
5. Mose 30,9

Ich glaube, dass man immer sehr vorsichtig mit einem einzelnen Bibelvers umgehen muss. Jede Losung ist aus dem Kontext herausgerissen. Das Umfeld fehlt, der Zusammenhang ist nicht

ANgeDACHT - Du stellst meine Füße auf weiten Raum

Pfr. Martin Dubberke
Bildrechte Johannes Dubberke

Der Pessimist könnte jetzt sagen: „Da stehe ich aber ganz schön allein auf weitem Raum.“ - Ich kann mich erinnern, als wir von Berlin nach Garmisch-Partenkirchen gezogen sind und wir dann nach Wochen zum ersten Mal nach München gefahren sind, in einem Kaufhaus mit Geschiebe und Gedrängel waren, es mir einfach zu eng wurde und ich nur aus diesem Kaufhaus rauswollte. Ausgerechnet ich, der ich Kind einer Millionenstadt bin, im Getriebe des Kurfürstendamms aufgewachsen bin. Mir war mit einem Male Stadt zu eng geworden, fand Stadt furchtbar. Ich hatte mich an die Weite des Landlebens gewöhnt.

Du

ANgeDACHT - Sara aber sagt: Gott ließ mich lachen

Pfr. Martin Dubberke
Bildrechte Johannes Dubberke

Was für ein schöner Monatsspruch: Gott ließ Sara lachen, weil sie und Abraham noch so spät Eltern geworden waren. Sie konnte es kaum glauben, in einem so hohen Alter doch noch schwanger geworden zu sein und ein gesundes Kind zu gebären, den Isaak. Abraham war immerhin 100 Jahre alt, als das Kind geboren wurde und Sara wird wenig jünger gewesen sein.

Ich selbst verbinde mit Abraham und Sara ein wichtiges Ereignis in meinem Leben. Vor knapp anderthalb Jahren haben meine Frau und ich unser Trauversprechen erneuert. Das war am 9. Oktober. Wir hatten uns ganz bewusst für diesen Tag entschieden

ANGEDACHT - Gesehen - Getragen - Ermutigt

Pfr. Martin Dubberke
Bildrechte Johannes Dubberke

Ein neues Jahr liegt vor uns und viele von uns schauen sorgenvoll in die Zukunft. Wie war das doch noch vor drei Jahren? Wir haben ausgelassen gefeiert und sind wie jedes Jahr in das neue Jahr gegangen. Doch dann kam Corona, was unser Leben vollkommen verändert und zuweilen sogar zum Stillstand gebracht hat. Und im nun zu Ende gegangenen Jahr hat Corona zwar seinen Griff ein wenig gelockert, aber es kam der Krieg in der Ukraine hinzu. Seit zehn Monaten bestimmt dieser Krieg unsere Nachrichten, spüren wir die Folgen dieses Krieges. Er geht auch an uns nicht spurlos vorüber. Er greift in unser

Was ist euer Leben?

Neujahrsgottesdienst 2023
Bildrechte Martin Dubberke

Liebe Geschwister, ich glaube, wir haben heute die kürzeste Predigt aller Zeiten gehört. Jesus Christus hat die Schrift gelesen, also gewissermaßen den Predigttext, und nachdem er die Schrift aus der Hand gegeben hat, sagt er:

Heute ist dieses Wort der Schrift erfüllt vor euren Ohren. (Lukas 4, 21)

58 Zeichen inklusive Leerzeichen. Alles, was danach kommt, ist gewissermaßen ein Predigtnachgespräch.

Heute ist dieses Wort der Schrift erfüllt vor euren Ohren. (Lukas 4, 21)

Das ist jetzt rund 2000 Jahre her. Seit genau der Zeit leben wir in dem Wissen, dass mit Jesus Christus das Wort Jesajas

Mein Weg

Mein Weg - Silvestergottesdienst
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Liebe Geschwister, wieder einmal geht ein Jahr zu Ende und wir blicken zurück. Und jetzt komme keiner und sage, er täte so etwas nicht. Wer von Euch hat denn noch keinen Jahresrückblick gesehen oder so eine Sendung, in der aller Promis gedacht wird, die im Laufe des Jahres 2022 von uns gegangen sind. Wobei ich mich hier zuweilen frage, warum ein solches Totengedenken immer kurz vor Silvester sein muss und nicht einfach am Totensonntag. Oder wie gestern in unserem Tagblatt eine ganze Seite unter der Überschrift „Aufstiege, Abstiege, Abschiede“ die Tops und Flops des Jahres von A bis Z

Ein Bund des Friedens

Christmette 2022
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Liebe Geschwister,

es ist ein Segen, dass wir hier in unserer Johanneskirche sitzen können, miteinander Gottesdienst feiern, zwar ein wenig frieren – deshalb haben wir ja schon vor dem Gottesdienst einen Glühwein zum Aufwärmen angeboten und im Anschluss kann man sich noch einmal nachschenken lassen – und es ist ein Segen, dass wir nicht einen plötzlichen Alarm fürchten müssen, weil es einen Raketenangriff gibt.

Aber auch, wenn über uns keine Raketen vom Himmel fallen, wie an anderen Orten der Erde, ist unser Weihnachtsfest, davon beeinflusst. Wir alle oder zumindest viele von uns kennen

Fürchtet euch nicht!

Christvesper 2022
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Liebe Geschwister,

fürchtet Euch nicht!
Das ist die Botschaft, die die Engel den Hirten auf dem Feld sagen.

Fürchtet euch nicht!
Das ist die Botschaft, die wir als Christinnen und Christen seit 2022 Jahren für Euch, für Eure Familien, für unsere Welt haben.

Fürchtet Euch nicht!
Das ist die Botschaft dieses Tages, dieser Nacht. Und es ist eine Botschaft, die diejenigen das Fürchten lehrt, die um ihre Macht bangen, denn mit Jesus Christus ist der König dieser Welt geboren worden, der alle menschliche Macht hinterfragt und in Frage stellt.

Fürchtet Euch nicht!
Denn Frieden ist die Botschaft

Predige!

Die Freude ist nah
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Liebe Geschwister, was soll ich predigen? – Ja, ob Ihr es glaubt oder nicht, aber diese Frage meine ich ernst. Ihr wisst doch eigentlich alles, was man wissen muss, um ein guter Mensch, ein guter Christenmensch zu sein und die Welt durch unseren Glauben schöner, friedlicher und zukunftssicherer zu machen.

Leute, wir gehen auf Weihnachten zu. Das ist doch Frieden pur. Alle Menschen lieben sich, nehmen sich im goldenen Glanz des Lichtes bei White Christmas in die Arme, vergießen Tränen der Rührung. So suggerieren es zumindest alle Weihnachtsfilme, die man so im Fernsehen sehen kann.

Aber so

ANgeDACHT - Macht die Herzen weit und offen

Pfr. Martin Dubberke
Bildrechte Johannes Dubberke

Der Wolf findet Schutz beim Lamm,
der Panther liegt beim Böcklein.
Kalb und Löwe weiden zusammen,
ein kleiner Junge leitet sie.
Jesaja 11,6

Was für paradiesische Zustände?!?! An so einem kleinen Vers, der nun schon um die 2750 Jahre alt ist, können wir erkennen, wie weit wir von diesem Idealzustand entfernt sind. Auch wenn es mich drängt, aber ich möchte jetzt gar nicht über den Krieg, die Ukraine und all die damit verbundenen Konsequenzen für unser Leben und unsere Gesellschaft schreiben, denn wir wissen es alle viel zu gut, was das für uns bedeutet, mit welchen Ängsten und Befürchtungen wir

ANgeDACHT - Weh denen, die Böses gut und Gutes böse nennen

Pfr. Martin Dubberke
Bildrechte Johannes Dubberke

Weh denen, die Böses gut und Gutes böse nennen, die aus Finsternis Licht und aus Licht Finsternis machen, die aus sauer süß und aus süß sauer machen.

Jesaja 5,20

Der Monatsspruch für den November gibt mir ganz schön zu denken. Die Gefahr, Gut und Böse, Licht und Finsternis zu verdrehen. Es ist ein wichtiger Vers, weil er die Gefahr von Propaganda und Fakenews thematisiert. Ich kann mich dieser Gefahr erwehren, wenn ich weiß, was Gut und was Böse ist, was Licht und was Finsternis ist, was süß und was sauer ist. Es ist Dir gesagt, Mensch, was gut ist. Es ist wichtig, zu wissen, was von Gott

Versteht!

Versteht!
Bildrechte Martin Dubberke

Liebe Geschwister, wie Ihr alle hätte ich gerne Frieden, dass sich Putin aus der Ukraine zurückzieht, er in Den Haag vielleicht sogar vor den Internationen Gerichtshof gestellt wird, dass die Menschen nicht aus ihren Ländern fliehen müssen, die Schlangen an den Tafeln in unserem Land kürzer werden, die Energie- und Heizkosten wieder bezahlbar werden, die Preise in den Geschäften nicht weiter steigen. Aber kann ich das mit dem, was ich predige, bewirken?

Ist denn die Welt so, wie sie gerade läuft, eine Welt, in der der Wille Gottes erkennbar wird? Kann es der Wille Gottes sein, dass wir so

Ein Land darin Weizen wächst

Erntealtar in der Johanneskirche zu Partenkirchen - Erntedank 2022
Bildrechte Martin Dubberke

Liebe Geschwister, wir leben in einem guten Land…in einem Land, darin Bäche und Quellen sind und Wasser in der Tiefe, die aus den Bergen und in den Auen fließen, ein Land, darin Weizen, Gerste, Weinstöcke, … wachsen, ein Land, darin es … Honig gibt, ein Land, wo du Brot genug zu essen hast, wo dir nichts mangelt, ein Land, in dessen Steinen Eisen ist, wo du Kupfererz aus den Bergen haust. Und wenn du gegessen hast und satt bist. 5. Mose 8, 8-10a

Wir leben in einem guten Land, in dem wir Freiheit haben, ein Land, in dem wir auf die Straße gehen können und unsere Meinung sagen können, selbst

ANgeDACHT - Du König der Völker

Pfr. Martin Dubberke
Bildrechte Johannes Dubberke

Groß und wunderbar sind deine Taten, Herr und Gott, du Herrscher über die ganze Schöpfung. Gerecht und  zuverlässig sind deine Wege, du König der Völker.

...du König der Völker. - Das sollten sich mal so einige Politik treibende Menschen in unserer Welt auf der Zunge zergehen lassen und - nebenbei gesagt - auch wir sie Wählenden. Dann würde mal deutlich, wo wirklich die Macht liegt und welche Möglichkeiten wir Menschen haben. Da gibt es Menschen, die streben nach Vormacht oder nach Weltmacht, dabei gibt es schon einen, der der König aller Völker ist. Und er ist es, weil er sich die Völker

ANgeDACHT - Weisheit

Gott lieben, das ist die allerschönste Weisheit
Bildrechte Martin Dubberke

Gott lieben, das ist die allerschönste Weisheit. (Sirach 1,10) Ich liebe die Weisheit des Alten Testaments. Der Monatsspruch für den September erinnert uns daran, dass Gott zu lieben die allerschönste Weisheit ist; denn darin wird meine Haltung zu Gott, meinem Nächsten und mir selbst deutlich. Es bedeutet, dass ich seine Nähe in meinem Leben suche und zulasse, dass ich seinen Trost und auch seinen Zuspruch von Mut in meinem Leben suche und brauche und ihn genau deshalb bitte, denn Freude kann nur aus Weisheit entstehen.

Gott zu lieben hat Einfluss auf mein Handeln. Wenn ich einen Menschen

Irgendeine sündige Leidenschaft

Pfr. Martin Dubberke
Bildrechte Johannes Dubberke

Liebe Geschwister, wenn man die drei Worte „irgendeine sündige Leidenschaft“ hört, denkt man doch sofort an recht lustvolle Dinge. Also, zumindest mir geht es so. Da schwingt mit, dass sündige Leidenschaften recht lustvoll sind und man deshalb sehr schwer von ihnen lassen kann, weil sie doch auch Ausdruck eines leidenschaftlichen Lebens sein können, weil sie etwas sind, was mich bindet.

Wenn es um „leidenschaftlich leben“ geht, dann geht es auch um Leben in der Nachfolge Jesu Christi, geht es um unseren Glauben, geht es – wie Bonhoeffer sagt – um die Feststellung:

„Nur der Glaubende ist

ANgeDACHT - Jubeln & Richten

Pfr. Martin Dubberke
Bildrechte Johannes Dubberke

Jubeln sollen die Bäume des Waldes vor dem Herrn, denn er kommt, um die Erde zu richten. 1. Chronik 16,33 

Als ich den Anfang des Monatsspruchs lese, denke ich: Wie passend, dass am 1. August mein Urlaub beginnt. Ich jubele genauso wie diese Bäume, endlich Zeit zum Beine hochlegen, für die Familie, für mich selbst. Doch dann kommt der zweite Teil des Verses und der stimmt mich sehr nachdenklich. Holt er mich doch auf den Boden der Realität zurück, der ich auch im Urlaub nicht entfliehen kann, denn weder die Nachrichten noch die Politik und am allerwenigsten die Kriege und all die anderen

Loslassen, um anzukommen

Martin Dubberke, 1986 als Student mit seiner KiGo-Gruppe vor der Hochmeisterkirche in Berlin
Bildrechte Martin Dubberke

Und er sprach zu ihnen: „Kommt, folgt mir nach! Ich will euch zu Menschenfischern machen.“ Sogleich verließen sie ihre Netze und folgten ihm nach.

Matthäus 4, 19f

So war das mit den ersten Jüngern. Sie waren Fischer am Galiläischen Meer, lebten ihren Beruf und ihr Leben. Genau das war ihr Lebensplan: Gute und erfolgreiche Fischer zu sein. Doch dann kam Jesus und sagte: „Folgt mir!“ Und sogleich ließen sie alles stehen und liegen und folgten ihm nach.

Ich hatte auch so einen Plan in meinem Leben. Nach meiner Konfirmation wurde mir ziemlich schnell klar, dass ich doch nicht Schauspieler

Der neue Gemeindebrief kommt...

Pfr. Martin Dubberke
Bildrechte Johannes Dubberke

Liebe Leserinnen und Leser, in Kürze erscheint unser neuer Gemeindebrief, der auch hier auf unserer Internetseite Text für Text erscheinen wird. Dieses Mal steht er unter dem Motto "Loslassen". In den vergangenen beiden Jahren hat sich vieles in unserem Leben geändert. Wir mussten von vielem Gewohnten loslassen. Aber was bedeutet es, wenn wir von Dingen, Gewohnheiten, Orten, Menschen oder Lebensplanungen loslassen oder gar loslassen müssen? Dieser Frage gehen wir in dieser Ausgabe nach.

Wir schauen uns aus verschiedenen Perspektiven an, was Loslassen bedeutet. An ganz vielen Stellen können

Predigt - Der Buchspazierer oder Mut zum Wandel

Pfr. Martin Dubberke
Bildrechte Johannes Dubberke

Liebe Geschwister, ich möchte Euch heute zwei Menschen vorstellen, die mir in den vergangenen Tagen sehr ans Herz gewachsen sind. Vielleicht, weil ich in ihnen zwei meiner eigenen Seiten wiederentdeckt habe, das Bewahrende und das Hinterfragende. Da ist auf der einen Seite Carl – also Carl Kollhoff. Er ist Buchhändler mit Leib und Seele. So einer, den man bei Amazon und Co nicht findet, wo einem irgendein Algorithmus Bücher vorschlägt. Carl ist so ein Buchhändler von altem Schrot und Korn, wie ich ihn liebe. Er erinnert mich ein wenig an die Buchhandlung, in der ich in meiner alten Heimat

ANgeDACHT - Seele tanken

Pfr. Martin Dubberke
Bildrechte Johannes Dubberke

Meine Seele dürstet nach Gott, nach dem lebendigen Gott. (Psalm 42,3) Ich möchte das Wort kaum in den Mund nehmen, aber nach mehr als zwei Jahren Corona und wieder steigenden Inzidenzen, vier Monaten Krieg in der Ukraine, dem Erleben der Teuerung von Energie und Lebensmitteln, dem Wachsen der Schlange an unserer Tafel bei gleichzeitig weniger Lebensmitteln, die wir aus den Märkten bekommen, fühlt sich das Leben irgendwie wie in einem Dauerausnahmezustand an. Und ganz ehrlich? Mir selbst ist das nicht in jedem Moment und Augenblick bewusst, weil man so im Fluss ist, einfach das tut, was jetzt

Seid geistlich - Predigt am Pfingstsonntag

Kerzenritual
Bildrechte Martin Dubberke

Liebe Geschwister, eigentlich wollte ich heute über die verständigende Kraft des Heiligen Geistes predigen. Der Geist, der es schafft, dass Menschen aller Welt sich verstehen, miteinander feiern, das Wort Gottes hören und sich auf den Weg machen, dieses Wort Gottes zu leben und damit die Welt im Sinne Gottes zu gestalten. Der Krieg in der Ukraine und die Kriege an den vielen anderen Orten in dieser Welt erinnern uns daran, wie sehr wir die verständigende Kraft des Heiligen Geistes brauchen, um in Frieden leben zu können.

Aber nun ist am Freitag bei uns in Garmisch-Partenkirchen dieses

ANgeDACHT - Herz & Siegel

Pfr. Martin Dubberke
Bildrechte Johannes Dubberke

„Lege mich wie ein Siegel auf dein Herz, wie ein Siegel auf deinen Arm. Denn Liebe ist stark wie der Tod.“

Hoheslied 8,6

Ich liebe diesen Monatsspruch. Und das nicht erst, seitdem er der Trauspruch für meine Frau und mich ist.

Ein Vers voll der Sehnsucht nach Einssein mit dem Anderen. Ich möchte Dein Herz schlagen hören und ich möchte mit Dir gemeinsam handeln können.

Wer kann sich heute noch an ein echtes Siegel erinnern? Ich habe noch immer das Siegel meiner Großmutter, die die gleichen Initialen hatte wie ich. Früher habe ich damit meine Briefe gesiegelt. Das hatte nicht nur etwas sehr

Eine Vision - Predigt zur Eröffnung der Oberauer Tunnels

Heilige Barbara von Oberau
Bildrechte Martin Dubberke

Ich halte es mal ganz einfach, denn vor Gott sind wir alle gleich, also: Liebe Geschwister, nur noch wenige Minuten trennen uns davon, diesen Tunnel im wahrsten Sinne des Wortes in Besitz zu nehmen, indem viele von Euch durch ihn hindurchjoggen werden, andere mit dem Radl durchfahren werden oder einfach sich diesen Tunnel zu Fuß zu erschließen werden. Ein besonderes Erlebnis. Ein Erlebnis, von dem wir noch erzählen werden, wenn wir ganz alt sein werden. Ein Erlebnis, auf das wir viele Jahre gewartet haben. Und wer heute durch diesen Tunnel gehen wird, wird es vielleicht auch wie ein Wunder

ANgeDACHT - Was gebe ich von mir selbst?

Pfr. Martin Dubberke
Bildrechte Johannes Dubberke

Nachfolge bedeutet, nicht Zuschauer zu sein, sondern Akteur und damit das Risiko einzugehen, für unseren Glauben mit allen Konsequenzen zu stehen.

Nachfolge bedeutet Verzicht. Das ist das, was uns am allerschwersten fällt, weil es immer mit dem faden Beigeschmack verbunden ist, sich selbst aufzugeben. Aber das stimmt nicht. Nachfolge bedeutet das Ablegen des Egoismus, das Erkennen, dass es nicht um mich geht, sondern um das Ganze. Geht es dem Ganzen nicht gut, geht es auch mir nicht gut. Der Krieg in der Ukraine hält uns das vor Augen. Die zerstörerische Kraft und der zerstörerische Wille

Rhythmus des Lebens

Rhythmus der Zeit
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Seit wir Corona haben, leben wir anders. Sobald es warm wird, fallen die Inzidenzen, weil das Virus keine Wärme mag, und es drängt uns nach draußen. Egal ob Musik im Park oder einfach im Café sitzen, sich mit Freunden treffen oder Taufen und Hochzeiten feiern, und ja, es trauen sich dann auch wieder mehr Menschen in unsere Gottesdienste. Alle Welt plant in die warme Jahreszeit nach Ostern hinein. Und sobald es wieder kühler wird und die Nächte länger, steigen die Inzidenzen, gibt es Kontaktbeschränkungen. So schaut nun schon im dritten Jahr der neue Rhythmus unseres Lebens aus?

Aber, ist es

Nachfolge

Schaf
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Liebe Geschwister, es geht heute um unsere Existenz als Schafe und um die Nachfolge:

Christus spricht: Ich bin der gute Hirte.
Meine Schafe hören meine Stimme,
und ich kenne sie und sie folgen mir;
und ich gebe ihnen das ewige Leben.
Johannes 10,11a.27-28b

Es geht also darum, ob wir gute Schafe sind und ob wir dem richtigen Hirten folgen. Es geht um den Hirten, der uns zu seiner Herde macht, also in seine Nachfolge ruft. Es geht um den Hirten, der barmherzig ist, der auf uns achtet. So wie es Psalm 23 beschreibt, der uns führt, der es uns an nichts mangeln lässt, mit dem wir auch in den