Pfr. Martin Dubberke

Loslassen, um anzukommen

Martin Dubberke, 1986 als Student mit seiner KiGo-Gruppe vor der Hochmeisterkirche in Berlin
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Und er sprach zu ihnen: „Kommt, folgt mir nach! Ich will euch zu Menschenfischern machen.“ Sogleich verließen sie ihre Netze und folgten ihm nach.

Matthäus 4, 19f

So war das mit den ersten Jüngern. Sie waren Fischer am Galiläischen Meer, lebten ihren Beruf und ihr Leben. Genau das war ihr Lebensplan: Gute und erfolgreiche Fischer zu sein. Doch dann kam Jesus und sagte: „Folgt mir!“ Und sogleich ließen sie alles stehen und liegen und folgten ihm nach.

Ich hatte auch so einen Plan in meinem Leben. Nach meiner Konfirmation wurde mir ziemlich schnell klar, dass ich doch nicht Schauspieler

Der neue Gemeindebrief kommt...

Pfr. Martin Dubberke
Bildrechte Johannes Dubberke

Liebe Leserinnen und Leser, in Kürze erscheint unser neuer Gemeindebrief, der auch hier auf unserer Internetseite Text für Text erscheinen wird. Dieses Mal steht er unter dem Motto "Loslassen". In den vergangenen beiden Jahren hat sich vieles in unserem Leben geändert. Wir mussten von vielem Gewohnten loslassen. Aber was bedeutet es, wenn wir von Dingen, Gewohnheiten, Orten, Menschen oder Lebensplanungen loslassen oder gar loslassen müssen? Dieser Frage gehen wir in dieser Ausgabe nach.

Wir schauen uns aus verschiedenen Perspektiven an, was Loslassen bedeutet. An ganz vielen Stellen können

Predigt - Der Buchspazierer oder Mut zum Wandel

Pfr. Martin Dubberke
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Liebe Geschwister, ich möchte Euch heute zwei Menschen vorstellen, die mir in den vergangenen Tagen sehr ans Herz gewachsen sind. Vielleicht, weil ich in ihnen zwei meiner eigenen Seiten wiederentdeckt habe, das Bewahrende und das Hinterfragende. Da ist auf der einen Seite Carl – also Carl Kollhoff. Er ist Buchhändler mit Leib und Seele. So einer, den man bei Amazon und Co nicht findet, wo einem irgendein Algorithmus Bücher vorschlägt. Carl ist so ein Buchhändler von altem Schrot und Korn, wie ich ihn liebe. Er erinnert mich ein wenig an die Buchhandlung, in der ich in meiner alten Heimat

ANgeDACHT - Seele tanken

Pfr. Martin Dubberke
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Meine Seele dürstet nach Gott, nach dem lebendigen Gott. (Psalm 42,3) Ich möchte das Wort kaum in den Mund nehmen, aber nach mehr als zwei Jahren Corona und wieder steigenden Inzidenzen, vier Monaten Krieg in der Ukraine, dem Erleben der Teuerung von Energie und Lebensmitteln, dem Wachsen der Schlange an unserer Tafel bei gleichzeitig weniger Lebensmitteln, die wir aus den Märkten bekommen, fühlt sich das Leben irgendwie wie in einem Dauerausnahmezustand an. Und ganz ehrlich? Mir selbst ist das nicht in jedem Moment und Augenblick bewusst, weil man so im Fluss ist, einfach das tut, was jetzt

Seid geistlich - Predigt am Pfingstsonntag

Kerzenritual
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Liebe Geschwister, eigentlich wollte ich heute über die verständigende Kraft des Heiligen Geistes predigen. Der Geist, der es schafft, dass Menschen aller Welt sich verstehen, miteinander feiern, das Wort Gottes hören und sich auf den Weg machen, dieses Wort Gottes zu leben und damit die Welt im Sinne Gottes zu gestalten. Der Krieg in der Ukraine und die Kriege an den vielen anderen Orten in dieser Welt erinnern uns daran, wie sehr wir die verständigende Kraft des Heiligen Geistes brauchen, um in Frieden leben zu können.

Aber nun ist am Freitag bei uns in Garmisch-Partenkirchen dieses

ANgeDACHT - Herz & Siegel

Pfr. Martin Dubberke
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„Lege mich wie ein Siegel auf dein Herz, wie ein Siegel auf deinen Arm. Denn Liebe ist stark wie der Tod.“

Hoheslied 8,6

Ich liebe diesen Monatsspruch. Und das nicht erst, seitdem er der Trauspruch für meine Frau und mich ist.

Ein Vers voll der Sehnsucht nach Einssein mit dem Anderen. Ich möchte Dein Herz schlagen hören und ich möchte mit Dir gemeinsam handeln können.

Wer kann sich heute noch an ein echtes Siegel erinnern? Ich habe noch immer das Siegel meiner Großmutter, die die gleichen Initialen hatte wie ich. Früher habe ich damit meine Briefe gesiegelt. Das hatte nicht nur etwas sehr

Eine Vision - Predigt zur Eröffnung der Oberauer Tunnels

Heilige Barbara von Oberau
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Ich halte es mal ganz einfach, denn vor Gott sind wir alle gleich, also: Liebe Geschwister, nur noch wenige Minuten trennen uns davon, diesen Tunnel im wahrsten Sinne des Wortes in Besitz zu nehmen, indem viele von Euch durch ihn hindurchjoggen werden, andere mit dem Radl durchfahren werden oder einfach sich diesen Tunnel zu Fuß zu erschließen werden. Ein besonderes Erlebnis. Ein Erlebnis, von dem wir noch erzählen werden, wenn wir ganz alt sein werden. Ein Erlebnis, auf das wir viele Jahre gewartet haben. Und wer heute durch diesen Tunnel gehen wird, wird es vielleicht auch wie ein Wunder

ANgeDACHT - Was gebe ich von mir selbst?

Pfr. Martin Dubberke
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Nachfolge bedeutet, nicht Zuschauer zu sein, sondern Akteur und damit das Risiko einzugehen, für unseren Glauben mit allen Konsequenzen zu stehen.

Nachfolge bedeutet Verzicht. Das ist das, was uns am allerschwersten fällt, weil es immer mit dem faden Beigeschmack verbunden ist, sich selbst aufzugeben. Aber das stimmt nicht. Nachfolge bedeutet das Ablegen des Egoismus, das Erkennen, dass es nicht um mich geht, sondern um das Ganze. Geht es dem Ganzen nicht gut, geht es auch mir nicht gut. Der Krieg in der Ukraine hält uns das vor Augen. Die zerstörerische Kraft und der zerstörerische Wille

Rhythmus des Lebens

Rhythmus der Zeit
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Seit wir Corona haben, leben wir anders. Sobald es warm wird, fallen die Inzidenzen, weil das Virus keine Wärme mag, und es drängt uns nach draußen. Egal ob Musik im Park oder einfach im Café sitzen, sich mit Freunden treffen oder Taufen und Hochzeiten feiern, und ja, es trauen sich dann auch wieder mehr Menschen in unsere Gottesdienste. Alle Welt plant in die warme Jahreszeit nach Ostern hinein. Und sobald es wieder kühler wird und die Nächte länger, steigen die Inzidenzen, gibt es Kontaktbeschränkungen. So schaut nun schon im dritten Jahr der neue Rhythmus unseres Lebens aus?

Aber, ist es

Nachfolge

Schaf
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Liebe Geschwister, es geht heute um unsere Existenz als Schafe und um die Nachfolge:

Christus spricht: Ich bin der gute Hirte.
Meine Schafe hören meine Stimme,
und ich kenne sie und sie folgen mir;
und ich gebe ihnen das ewige Leben.
Johannes 10,11a.27-28b

Es geht also darum, ob wir gute Schafe sind und ob wir dem richtigen Hirten folgen. Es geht um den Hirten, der uns zu seiner Herde macht, also in seine Nachfolge ruft. Es geht um den Hirten, der barmherzig ist, der auf uns achtet. So wie es Psalm 23 beschreibt, der uns führt, der es uns an nichts mangeln lässt, mit dem wir auch in den