Pfr. Martin Dubberke

ANgeDACHT - Bleibt in meiner Liebe

Pfr. Martin Dubberke
Bildrechte Johannes Dubberke

Wo ist die Liebe geblieben? Ist Jesus etwa gescheitert? Nein, gescheitert ist Jesus nicht, denn er hat in seiner Rede zum Gebot der Liebe im Johannesevangelium eine salvatorische Klausel eingebaut, was rhetorisch sehr hellsichtig war:

Wenn ihr meine Gebote haltet, bleibt ihr in meiner Liebe, so wie ich meines Vaters Gebote gehalten habe und bleibe in seiner Liebe. Das habe ich euch gesagt, auf dass meine Freude in euch sei und eure Freude vollkommen werde. (Johannes 15,10-11)

Denn, wenn ich mir so diese Welt anschaue, die Nachrichten lese oder im Fernsehen sehe, dann läuft es mir immer

ANgeDACHT - Achtsamkeit in der Hektik des Alltags

Pfr. Martin Dubberke
Bildrechte Johannes Dubberke

Ich musste dieser Tage schmunzeln, als ich über ein Zitat von Dietrich Bonhoeffer gestolpert bin: „Die Zehn Gebote enthalten kein Gebot zu arbeiten, aber ein Gebot, von der Arbeit zu ruhen. Das ist die Umkehrung von dem, was wir zu denken gewohnt sind.“

Selbstverständlich hielt ich beim ersten Teil sofort den Atem an -“kein Gebot zu arbeiten“ - das ist ja eine steile Angelegenheit!?!

Aber dann las ich ja sofort die Sache, mit dem Ruhen von der Arbeit und dem Umdenken.

Mir gefällt‘s immer wieder aufs Neue, dass unser Glaube so sehr auf Umdenken gepolt ist, die Dinge aus einem anderen

ANgeDACHT - Weil nichts selbstverständlich ist

Pfr. Martin Dubberke
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Wir haben viele Gründe, Gott zu danken und es ist gut, dass er uns immer wieder mal daran erinnert, dass nichts weder selbstverständlich noch nur aus uns selbst heraus ist, sondern alles seinen Ursprung bei ihm hat.

Dank ist eine Haltung, eine Lebenseinstellung, die unser Leben verändert. Ich habe dieser Tage einen schönen Satz gelesen:

„Ein Mensch, der dankbar auf sein Dasein blickt, wird anders leben als einer, der ständig das Gefühl hat, zu kurz zu kommen.“

Das Gefühl, zu kurz zu kommen, macht das Herz, macht die Perspektive eng, raubt das Glück und macht am Ende einsam und darin liegt

ANgeDACHT - Von der Kraft des Glaubens

Pfr. Martin Dubberke
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Sind wir etwa ein Glaubensvolk der Verzagten geworden? Wer sagt denn, dass auch nur einer von uns mit seinem Glauben allein dastehen und allein die Welt retten muss? – Niemand!

Wir sind eine Glaubensgemeinschaft, eine Gemeinschaft derer, die an den Gott glauben, der befreit, der erlöst, der Leben schenkt, der für uns sorgt. Ja, Glaube schafft Gemeinschaft. Gemeinsam lässt uns dieser Glaube miteinander und aneinander wachsen, miteinander im Glauben stark werden und sein. Dieser Glaube lässt uns Kräfte entfalten, von denen wir als einzelne kaum glauben möchten, sie zu haben.

So, und nun halten

ANgeDACHT - Hier stehe ich, ich kann nicht anders

Pfr. Martin Dubberke
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Schon mal darauf geachtet, was da gerade alles im Wahlkampf passiert? - Da erzählen ganz viele Politikerinnen und Politiker den Menschen alles mögliche, damit sie am Ende des Tages gewählt werden. Sie schwindeln, weil sie dem Wahlvolk nicht wehtun wollen, da sie ja ihre Stimmen brauchen, um an die Macht zu kommen. Und wenn sie sich einig sind, lügen sie sogar dreist gemeinsam. So geschehen im sogenannten Triell auf RTL, als allen Kandidatin und Kandidaten die Frage gestellt wurde, ob die Rente mit Siebzig kommt. Alle drei verneinten. Jeder und jede von uns weiß aber, dass sich die Rente ab

ANgeDACHT - Dein Glaube hat dir geholfen

Pfr. Martin Dubberke
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Ich habe Urlaub. Durchatmen, mal das tun, was ich schon immer ohne Zeitdruck tun wollte. Lesen, an die frische Luft gehen und vor allem Zeit mit der Frau, Zeit mit den Kindern haben, Zeit mit mir und natürlich mit dem lieben Gott. Das ist ganz wichtig, denn ohne geht‘s nicht.

Wie heißt noch mal das Buch des früheren Berliner Bischofs Otto Dibelius? „Ein Christ ist immer im Dienst“ - Ja, auch im Urlaub gibt es keinen Urlaub vom Glauben, von Gott. Das ist gut so. Und so beschäftigen mich auch jetzt viele Fragen und Themen.

Mir geht z.B. das Foto aus dem Innenraum einer Maschine der US

ANgeDACHT - Vergiss nicht

Pfr. Martin Dubberke
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Lobe den Herrn, meine Seele, und vergiss nicht,
was er dir Gutes getan hat.
Psalm 103, 2

Drei Stichworte fallen mir sofort ins Auge:

  • Lobe den Herrn
  • meine Seele
  • dir Gutes getan

Ehrlicherweise muss ich zugeben, dass ich in letzter Zeit immer wieder Menschen begegne und auch in manchen Gesprächen zuweilen diese Fassung höre:

„Klage dem Herrn, meine Seele, und vergiss nicht, was er dir Schlechtes getan hat.“

Dahinter steht eine Haltung, die der Seele nicht guttun kann, wenn man nur das Schlechte sieht oder sehen will. Zugegebenermaßen gibt es ja auch eine ganze Menge Schlechtes, aber

ANgeDACHT - Anfassen oder vertrauen?

Pfr. Martin Dubberke
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Wie halten Sie, wie haltet Ihr es eigentlich mit Götzen? Habt Ihr welche?

Es gibt ja auch noch das wunderbare Wort „ergötzen“ – Ich ergötze mich an Deinem Anblick oder einem köstlichen, erfrischenden Eis. Ergötzen, also jemandem Spaß, Vergnügen oder Freude bereiten oder selbst an etwas Vergnügen haben. Ich ergötze mich an der Treue und Liebe Gottes. Das ist doch etwas, wo man gleich spürt, dass da lustvolle, fröhliche Kraft dahintersteckt. Also, woran ergötzen wir uns so?

Tja, und dann gibt es noch diese Götzen oder Götzenbilder aus Gold und Silber. Schwer, teuer, wertvoll. Tja, irgendwie so

ANgeDACHT - HERR, neige mein Herz nicht zum Bösen!

Pfr. Martin Dubberke
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Dieser Tage bin ich über einen Vers des Propheten Daniel 9,7 gestolpert: Du, HERR, bist gerecht, wir aber müssen uns heute alle schämen.

Hier geht es um ein großes Schuld- und Sündenbekenntnis, die Scham für das eigene Fehlverhalten, sich nicht an die Spielregeln Gottes gehalten zu haben, die den Menschen, also uns, von den Propheten in regelmäßigem Nachhilfeunterricht samt Konsequenzen vorgebetet worden sind und werden.

Und sogleich kam mir mal wieder Psalm 141,4 in den Sinn:

HERR, neige mein Herz nicht zum Bösen!

Der Beter des Psalms 141 weiß, wofür er empfänglich ist, wo er verführbar

ANGeDACHT - Mehr Gottvertrauen als Angst

Pfr. Martin Dubberke
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Meine früheste Erinnerung an Angst, ist eine Folge von „Mit Schirm, Charme und Melone“. Ich weiß gar nicht mehr, wie alt ich damals gewesen bin. Das war so eine Folge, in der es so einen Robotermenschen gab, vor dem man nicht fliehen konnte. Mit seinem Stahlarm durchschlug er jedes Hindernis. Und so träumte ich dann auch von ihm. Ich erinnere mich noch, wie ich ihn im Traum kommen höre und vor ihm versuchte zu fliehen. Aber wohin ich auch floh, fand er mich. In meiner Verzweiflung floh ich in den mit Angst besetzten Keller mit seiner Stahltür, in der noch immer die scharfen Spuren der