Pfr. Martin Dubberke

O Haupt voll Blut und Wunden

O Haupt voll Blut und Wunden
Bildrechte Martin Dubberke

Liebe Geschwister, verraten, gemobbt und im Sterben noch geschäht. So hängt Jesus über uns am Kreuz und blickt von da oben auf uns Sünderinnen und Sünder hier unten. Seine Hände und Füße sind genagelt, können nicht mehr gehen, nicht mehr handeln, keine Hand auflegen. Nackt und bloß ist er auf seine menschliche Existenz reduziert.

Doch alle, die vor dem Kreuz stehen, müssen zu ihm aufschauen, können sich nicht wegducken. Da hängt ein Leib, der geschunden ist, geschunden wie die Welt, in der wir leben. Geschunden ist er durch uns, damals wie heute. Er kam ans Kreuz, weil sich die Menschen einig

Wir wollen uns gerne wagen…

Mitgliederverluste
Bildrechte Martin Dubberke

Nikolaus von Zinzendorf der Gründer der Herrnhuter Brüdergemeine und Erfinder der Losungen hat einst dieses wunderbare Lied gedichtet „Wir wollen uns gerne wagen…“ Als Gemeinde müssen wir einiges in Zukunft wagen.

Vor einiger Zeit hatte ich schon einmal etwas über die Entwicklung der Mitgliederzahlen unserer Gemeinde berichtet. Sie erinnern sich vielleicht, dass 64% unserer Mitgliederverluste Wegzüge sind. Das ist eine enorm hohe Zahl. Und diese Zahl wird sich angesichts der hohen Mieten und Lebenshaltungskosten im Bereich unserer Gemeinde nicht ändern. Das hat für unsere Gemeinde

ANgeDACHT - Nicht tot zu kriegen

Pfr. Martin Dubberke
Bildrechte Johannes Dubberke

Entsetzt euch nicht! Ihr sucht Jesus von Nazareth, den Gekreuzigten.
Er ist auferstanden, er ist nicht hier.

Monatsspruch für den März aus Markus 16,6

Mich haben heute die Bilder aus Moskau beeindruckt. Tausende von Menschen haben Alexej Nawalny die letzte Ehre erwiesen. Dazu bedarf es in einem Land wie Russland Mut. Auch, dass so viele Menschen in die Mikrophone und Kameras internationaler Fernsehsender offen gesprochen haben, ist Ausdruck von Mut. Denn die Kameras liefen und wer dabei gewesen ist, muss damit rechnen, verhaftet zu werden. Alexej Nawalny hat die Macht im Kreml in Frage

Alles Liebe - oder was? - Ein dialogischer Gottesdienst zum Valentinstag am Aschermittwoch

Alles Liebe
Bildrechte Martin Dubberke - erstellt mit Canva

Was geschieht, wenn Valentinstag und Aschermittwoch auf einen Tag fallen? Man feiert Gottesdienst. In diesem Fall haben Pfarrerin Uli Wilhelm und Pfarrer Martin Dubberke miteinander in einem dialogischen Gottesdienst in der Johanneskirche zu Partenkirchen versucht, beides unter einen Hut zu bekommen. Während Uli Wilhelm sich in ihrer Predigt dem Valentinstag gewidmet hat, hat sich Martin Dubberke in seiner Predigt dem Aschermittwoch gewidmet.

Wir wollen uns gerne wagen

Johanneskirche - Kirchenschiff
Bildrechte Martin Dubberke

Liebe Geschwister, wir gehen als Kirchengemeinde und als Kirche keinen einfachen Zeiten entgegen. Der liebe Gott möchte, dass wir uns auf den Weg machen. Nicht auf den Weg raus aus der Kirche, sondern auf den Weg in die Welt, um den Menschen das Evangelium nahe zu bringen, sie das Evangelium zu lehren und vor allem, sie zu lehren, das zu halten, was Jesus uns befohlen hat.  Wir haben es ja gerade erst als Lesung des Evangeliums gehört:

Darum gehet hin und lehret alle Völker: Taufet sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes und lehret sie halten alles, was ich euch

Gerüchteküche

Heilandkirche Oberau
Bildrechte Martin Dubberke

In letzter Zeit gibt es an zwei Orten unserer Gemeinde interessante Gerüchte. So erzählt man sich z.B., dass aus unserer Friedenskirche in Burgrain eine Moschee werden soll. Als mir dieser Tage von diesem Gerücht berichtet wurde, habe ich mir die Frage gestellt, wer so ein Gerücht in die Welt setzt und vor allem warum? Was wird mit einem solchen Gerücht bezweckt? Ich kann an dieser Stelle versichern, dass aus der Friedenskirche in Burgrain keine Moschee werden wird.

Ebenso interessant ist das Gerücht, das mich aus Oberau erreicht hat. Hier hat mich der Bürgermeister selbst angerufen und

ANgeDACHT - Ein für alle Mal

Pfr. Martin Dubberke
Bildrechte Johannes Dubberke

Ich weiß nicht, wie es Euch so geht, wenn Ihr in diese Welt mit all dem Wahnsinn schaut, der sich da um uns herum ereignet. Mir geht’s irgendwie immer gleich: Ich habe da immer wieder ein Gefühl zwischen Ohnmacht und Verzweiflung. Ja, eigentlich sollte ich es doch als Christ mit der Hoffnung haben. Und ganz ehrlich, die habe ich auch, weil ich sonst vollends verzweifeln würde. Diese Hoffnung ist es auch, die mich Tag für Tag motiviert, das Wort Gottes unter die Menschen zu bringen, nicht müde zu werden, von den Vorteilen unseres Glaubens zu erzählen, welche Perspektiven sich durch den Glauben

ANgeDACHT - Alles, was ihr tut, geschehe in Liebe

Pfr. Martin Dubberke
Bildrechte Johannes Dubberke

So lautet die Jahreslosung 2024 aus dem 1. Brief des Paulus an die Korinther. Eine spannende Jahreslosung. Eine zeitgemäße Jahreslosung, die uns mahnt, die uns einlädt, die uns anspornt, das zu tun, wonach sich so viele Millionen Menschen in unserer Welt sehen und worum sie beten.

Das ist eine große Herausforderung. Mancher Mensch wird manchem Menschen eine große Herausforderung im Hinblick auf diese Liebe. Und manches Mal muss man auch über seinen eigenen Schatten springen, wenn einem der andere nicht wirklich sympathisch ist. Das gilt im Kleinen wie im Großen. Und wir haben vor allem das

Die Sache mit der Sehnsucht

Pfr. Martin Dubberke
Bildrechte Johannes Dubberke

Liebe Geschwister, was ist das eigentlich heute? Feiern wir jetzt Heiligabend oder den vierten Advent? Wer hat denn heute morgen noch die vierte Kerze angezündet?

Die vier Kerzen im Advent stehen für die Umkehr, die Neuausrichtung unseres Lebens. Wir erwarten die Geburt Jesu und nähern uns der Geburt, indem wir uns selbst auf den Weg machen. So, wie Ihr alle Euch heute auf den Weg hierher in unsere Johanneskirche gemacht habt. Ihr folgt dem gleichen Ruf, wie einst die Hirten auf dem Felde.

Es ist kein Zufall, dass die es die Hirten waren, die zuerst zum Kind gerufen wurden. Hirten wissen um

ANgeDACHT - Seid Täter des Wortes

Pfr. Martin Dubberke
Bildrechte Johannes Dubberke

Es ist Wahlsonntag. Seit Wochen erleben wir Wahlkampf. Die Kandidaten reisen durchs ganze Land. Sie schauen uns von den Plakatwänden mit zur Tat entschlossenen Gesichtern an, die einem das Gefühl geben sollen: „Der Mann oder diese Frau ist entschluss- und handlungsfreudig und packt an. Das ist das, was wir brauchen.“

Sie alle wollen das Beste für uns und wollen dafür das Beste, was wir zu bieten haben: Unsere Stimme, unser Ja zu ihnen.

Doch wie schaut es nach der Wahl in der Realität aus, wenn die Wahlversprechen auf dem Prüfstand der Realpolitik stehen?

Der Monatsspruch aus dem Brief des