Pfr. Martin Dubberke

Entsetzt euch nicht!

Osterfenster in der Johanneskirche zu Partenkirchen
Bildrechte Martin Dubberke

Liebe Geschwister, Ostern ist ein Fest der Freude, eigentlich. Wir schwanken zwischen Freude und Trauer. Der Ruf „Der Herr ist auferstanden! Er ist wahrhaftig auferstanden!“ Ist ein Ruf der Freude und der Erleichterung. Er ist doch nicht tot. Er lebt! Er ist mitten unter uns! Er hat uns doch nicht allein gelassen.

Und doch steht sein gewaltsamer Tod im Raum. Wir sehen auf das Kreuz und da hängt er noch immer. Er schaut von da oben auf uns herab und wir erheben unseren Blick zu ihm, können uns seinem Blick nicht entziehen.

Was hat Jesus alles von da oben aus gesehen?

Kruzifix in der Johanneskirche zu Partenkirchen
Bildrechte Martin Dubberke

Wenn ich die

Und das Volk stand da

Kreuzigung Jesu - Ausschnitt aus einem Kirchenfenster in der Johanneskirche zu Partenkirchen
Bildrechte Martin Dubberke

Liebe Geschwister, Jesus Christus ist tot. Er ist für unsere Sünden am Kreuz gestorben, in das Reich des Todes hinabgestiegen.

„Das war’s. Nun ist der ganze Spuk vorbei und wir können wieder weitermachen, wie bisher. Unser Plan ist aufgegangen. Aus der Ecke droht uns keine Gefahr mehr.“ So haben vielleicht die Hohenpriester gedacht.

So denken auch heute noch manche Menschen, wir selbst oder Menschen, die politische Verantwortung wahrnehmen, die jemanden mundtot machen wollen, jemanden aus dem Wege räumen wollen, um unbeschadet so weitermachen zu wollen und zu können, wie sie es immer schon

ANgeDACHT - Das Wagnis

Pfr. Martin Dubberke
Bildrechte Johannes Dubberke

„Jesus Christus ist auferstanden. Er ist wahrhaftig auferstanden!“ Das rufen wir am Ostersonntag weltab und landauf. Doch was bedeutet es, dass Jesus gekreuzigt und auferstanden ist?

Er hat ein enormes Wagnis auf sich genommen, um uns deutlich zu machen, dass Freiheit und Frieden keine Selbstverständlichkeit sind. Er hat mit seinem brutalen Tod am Kreuz all das, was wir als Menschen verbockt und als Sünde auf uns geladen haben, von uns genommen und uns auf diese Weise eine neue Chance gegeben. Doch was haben wir daraus gemacht? Haben wir uns dieser Chance für würdig erwiesen? Haben wir diese

Hosianna 2022

Palmbusche in der Johanneskirche
Bildrechte Martin Dubberke

Liebe Geschwister, in den vergangenen Tagen habe ich mir immer wieder die Frage gestellt, was passieren würde, wenn Jesus z.B. in Kiew oder einer anderen ukrainischen Stadt, einem anderen Ort einziehen würde.

Was würden die Menschen rufen und was würde der Mann im Kreml dann tun? Würde er seiner Armee befehlen, ihm mit Kabelbinder die Hände hinter seinem Rücken zu fesseln und ihn dann zu erschießen? Ihn zu ermorden, ein Verbrechen zu begehen, weil er seine eigene Ordnung erhalten und wiederherstellen möchte, weil ihm die Ordnung Gottes – also der Freiheit und des Friedens zu gefährlich würde

ANgeDACHT - Andauernd & kraftvoll beten

Pfr. Martin Dubberke
Bildrechte Johannes Dubberke

Dieser Krieg zieht weite Kreise, wie ein Stein, der ins Wasser fällt. Wir erleben es an den Flüchtlingen, die nun unter uns leben. Wir erleben es, an den Tankstellen, aber wir erleben es auch im Supermarkt, wenn wir Mazola oder Sonnenblumenöl kaufen wollen. Die Menschen hamstern wieder. Ein Symptom. Doch dieses Mal weist dieses Symptom auf etwas hin, was nicht so lächerlich ist, wie das Hamstern von Toilettenpapier am Anfang der Pandemie, sondern auf eine drohende Hungerkatastrophe. Der Angriff auf die Ukraine in Verbindung mit dem vom Mann im Kreml dieser Tage erlassenen Exportstopp von

Predigt - Gib uns Frieden jeden Tag

Pfr. Martin Dubberke
Bildrechte Johannes Dubberke

Liebe Geschwister, ich selbst habe nie einen Krieg erlebt, habe nie die Ängste durchlitten, wenn Bomben vom Himmel fallen, habe nie die Angst gehabt, unter den Trümmern des Hauses, in dem ich wohne, begraben zu werden.

Ich habe nie das Kriegstrauma gehabt, wie es meine Eltern hatten und haben. Ich musste nie die Frage stellen: „Gott, warum habe ausgerechnet ich überlebt?“

Ich bin Kind von zwei Kriegskindern. Ich kenne die Geschichten, die meine Eltern erzählt haben, von der Schlacht um Berlin, die mein Vater als einer von zweien aus seiner Klasse überlebt hat, der Flucht aus Ostpreußen

ANgeDACHT - Mit brennender Sorge

Pfr. Martin Dubberke
Bildrechte Johannes Dubberke

Mit brennender Sorge blicken wir in die Ukraine. Nie war seit 1939/45 ein Krieg so nah an unseren Grenzen. Nie gab es seit dem zweiten Weltkrieg einen Krieg mitten in Europa. Nie war die Gefahr eines Flächenbrandes so groß wie heute.

Einem Blitzkrieg gleich hat Putin ein freies Land mit einer demokratisch gewählten Regierung überfallen. Das ist ein Kriegsverbrechen.

Serhij Kyslyzja, der ukrainische UN-Botschafter, brachte es in der Krisensitzung des UN-Sicherheitsrates auf den Punkt, nachdem der russische UN-Botschafter mitten in der Sitzung den Einmarsch russischer Truppen in die Ukraine

ANgeDACHT - Die Sache mit dem Zorn

Pfr. Martin Dubberke
Bildrechte Johannes Dubberke

Am Mittwoch haben wir uns wieder zum Monatsspruch getroffen — so wie jeden ersten Mittwoch im Monat. Um 12:00 Uhr kommen wir zu einer Art Mittagsgebet online zusammen und sprechen über den aktuellen Monatsspruch. Dieses Mal stand ein sehr spannender Vers aus dem Brief an die Epheser zur Diskussion:

Zürnt ihr, so sündigt nicht; lasst die Sonne nicht über eurem Zorn untergehen.“ Epheser 4, 26

Tja, und dann stellte ich die Frage: „Wann habt Ihr denn das letzte Mal gezürnt und vor allem worüber oder gegen wen?“ - Und es wurde deutlich, dass der letzte Zorn aus Frust entstand oder, weil man das

ANgeDACHT - Das wahre Licht

Pfr. Martin Dubberke
Bildrechte Johannes Dubberke

Die Dunkelheit der Heiligen Nacht ist ein Symbol, weil sie für das Dunkle in unserem Leben steht, die Orientierungslosigkeit. Wäre da nicht das Licht in der Krippe, das durch Jesus in die Welt gekommen ist, würden wir noch immer in der Finsternis leben.

In der Dunkelheit der Heiligen Nacht konzentrieren wir unseren Blick auf das Licht in der Krippe und erkennen in diesem Licht den Heiland, der das Heil in diese Welt gebracht hat, der geheilt und Menschen miteinander verbunden hat. Und er hat viele Menschen in seinem Leben geheilt und nicht ohne Grund hat er immer wieder zu den Geheilten

ANgeDACHT - Sammle, großer Menschenhirt

Pfr. Martin Dubberke
Bildrechte Johannes Dubberke

Wir leben in einer Zeit der Erwartung. Ja, was ist Advent anderes, als eine Wartezeit? Wir warten mal wieder auf die Heilige Nacht, in der wir uns erinnern, dass nach unserer Zeitrechnung vor 2021 Jahren ein kleines Kind geboren wurde, das die Welt und damit auch uns retten wird, dass alles wieder gut wird.

Also, seit dem Jahr 336, als Rom den 25. Dezember als kirchlichen Feiertag festgelegt hat, erinnern wir uns Jahr für Jahr an die Geburt des Heilands, singen Lieder, schmücken unsere Wohnungen, Häuser, Gärten, Straßen, damit erkennbar wird, dass diese Zeit eine besondere, eine gefühlvolle