ANgeDACHT - Radikal und willkürlich

Vikarin Regina Ober
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Werden Sie zum Guerilla-Kämpfer oder -Kämpferin! Und tun Sie es nicht nur für andere, sondern auch für sich! Allerdings rufe ich nicht zum Häuserkampf ein. Und dennoch muss man zu einem mutigen Aktivisten werden: Denn man ist aufgefordert, radikal und willkürlich zu lieben.

In den USA gibt es die so genannte Random Acts of Kindness („willkürliche Akte der Freundlichkeit“) Stiftung. Die Stiftung bündelt Ressourcen und Ideen für die Schule, den Arbeitsplatz, die Familie – alles rund um die Idee, einem anderen Menschen, oft Fremden, einfach mal etwas Gutes zu tun. Aber generell ist das Thema Freiwilligendienste und Spenden in den USA, einem Land mit einer stark ausgeprägten gesellschaftlichen Spaltung, einem sehr dünnen sozialen Sicherheitsnetz und vielen Obdachlosen, deutlich präsenter als bei uns. Doch ist auch in Deutschland die Zahl von Menschen, die sich ehrenamtlich engagieren, in den letzten Jahren zurückgegangen und auch haben einige das Gefühl, dass man sich auf der Straße abweisender begegnet, als früher. 

Dabei spricht so viel für einen freundlicheren Umgang miteinander. Sogar wissenschaftlich belegen kann man es! Durch Akte der Freundlichkeit, die man selbst ausübt, würde durch Ausschüttung des Bindungshormon Oxytocin die Herzgesundheit verbessert und damit sogar die Langlebigkeit positiv beeinflusst, durch Serotonin wird die Stimmung aufgehellt. Im Internet werden einem sogar Listen mit „111 gute Taten“ vorgeschlagen, wenn man selbst einmal unkreativ ist: Vom Tür aufhalten, zum aufrichtigen Kompliment an einen Fremden, zum Engagement in der Suppenküche oder Hausaufgabenbetreuung.

Jesus hat uns aufgerufen: „Alles, was ihr wollt, dass euch die Menschen tun, das tut ihnen ebenso“ (Mt 7,12). Wenn wir lieben und der Welt mit Freundlichkeit begegnen, tun wir etwas Radikales. Wir verbessern die Welt. Jesus hat keine Hände, nur unsere Hände, um Gutes zu tun. Gleichzeitig tun wir so uns selbst etwas Gutes. Wo wir liebend begegnen, bricht das Reich Gottes schon immer ein Stückchen weit an.

Ihre Vikarin Regina Ober

Nicht alle Menschen in unserer Gemeinde haben Internet. Wir legen daher in unseren Kirchen ausgedruckte Exemplare unserer Gemeindewoche mit dem ANgeDACHT, den aktuellen Terminen und Neuigkeiten aus der Gemeinde aus. Gerne können Sie die aktuelle Gemeindewoche runterladen und einem Nachbarn oder einer Nachbarin mit einem kleinen Gruß in den Briefkasten stecken.

Unser Spendenkonto

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Liturgischer Kalender

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Aktueller Feiertag:

25.02.2024 Reminiszere

Wochenspruch: Gott aber erweist seine Liebe zu uns darin, dass Christus für uns gestorben ist, als wir noch Sünder waren. (Röm 5,8)
Wochenpsalm: Ps 25,1–9
Predigttext: 4. Mose 21,4–9


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28.03.2024 Gründonnerstag

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Mehr Texte von Vikarin Regina Ober

ANgeDACHT - Lebenswege

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Neulich besprach ich die Metapher des Weges als Sinnbild des Lebens mit meinen Schülern. Wir betrachteten dabei Bilder von verschiedenen Wegen: Ein Weg durch einen Herbstwald, Kinder auf ihrem Schulweg, ein Wanderer auf einer Brücke über einem Gebirgsbach, eine Frau beim Gang durch ein Weizenfeld, ein Schiff auf einem ruhigen Nebelmeer, Fußspuren in der Wüste. Es ist interessant, welche Assoziationen bei den Kindern durch die einzelnen Bilder geweckt wurden.

ANgeDACHT - Segen

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Demnächst wird eine Freundin von mir zur Pfarrerin ordiniert. Sie hatte mich gefragt, ob ich ihr bei ihrer Ordination ein Segenswort zuspreche und sie so auf ihrem Weg begleiten mag. Dass sie mich gefragt hat, ist mir eine große Ehre. Seitdem überlege ich fieberhaft, welches biblische Wort ich ihr mitgeben möchte. Welcher Bibelvers beschreibt sie als Person? Welcher Vers kann ihr Ansporn und Trost in schwierigen Zeiten sein? Ist es möglich, einen „falschen“ Vers auszusuchen? So langsam verstehe ich, wie es Eltern geht, die einen Taufspruch für ihr Kind suchen…

Abend ma(h)l anders -

Abendmahl anders
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In 3 Gängen durch die Gemeinde: Am 16.11.23 ab 18 Uhr - „Für die Vorspeise zur lieben Hanni nach Grainau. Der Hauptgang bei mir in Partenkirchen. Ich bin gespannt, wer meine Gäste sein werden. Und zum Nachtisch treffen wir uns alle zum Nachtisch-Buffet und sehen, wer noch so alles mitgemacht hat.“

ANgeDACHT - Ohne Fleiß kein Preis

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Redewendungen wie diese gibt es zahlreiche: „Müßiggang ist aller Laster Anfang“, „sich regen bringt Segen“, oder „jeder ist seines Glückes Schmied“. Es zeigt sich, dass hier das Herz der Volksseele hochschlägt, sonst gäbe es nicht solch eine Vielzahl von ähnlichen Sprüchen. Auch der weise König Salomo der Bibel hat Bedenken gegenüber der Faulheit. So spricht er: „Geh hin zur Ameise, du Fauler, sieh ihre Wege an und werde weise!“ (Sprüche 6,6)

ANgeDACHT - Viel Glück und viel Segen

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Als Kind konnte ich oft in der Nacht vor meinem Geburtstag kaum schlafen. Zu groß war die Aufregung und die Freude vor diesem besonderen Tag. Ich freute mich auf die Feier, die Gäste, die Spiele, die Torte und ich freute mich darauf, einen Tag im Mittelpunkt zu stehen. Heute gehe ich deutlich entspannter an Geburtstage ran: Immer noch freudig und meistens dankbar. Gleichzeitig zieht man an Geburtstagen häufig Bilanz über das Vergangene und macht sich Gedanken über das, was die Zukunft wohl bringen mag.

ANgeDACHT - Senfkorn-Glauben

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Heute noch dieser Termin. Oh, und dringend zum Sport. Wenn ich jetzt noch eine zündende Idee für das eine Projekt habe, dann muss das doch zu einem erfolgreichen Selbstläufer werden. Bei dem Konflikt in der Familie/ im Freundeskreis, da kann ich sicherlich vermitteln und schlichten, wenn ich Folgendes sage...

ANgeDACHT - Christus dein Licht

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Erster Advent und die Zeit der vorweihnachtlichen Lichter beginnt. Doch dieses Jahr soll überall reduziert werden. Die Meldungen über öffentliche Gebäude und Weihnachtsmärkte mit weniger weihnachtlicher Beleuchtung überschlagen sich in den Medien. Meine Gedanken kreisen um das aktuelle Zeitgeschehen und um all die schlechten Nachrichten von Menschen in Not, weltweit in Krisengebieten und mitten in unserer Gesellschaft.

ANgeDACHT - Gebt Dank!

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Der Herbst ist die Zeit der Fülle. Für mich riecht sie nach den grünen Äpfeln, die im feuchten Gras im Garten meines Elternhauses liegen. Und er klingt nach den Wespen, die um die süßen Pflaumen im selben Garten herumschwirren. Er fühlt sich nach den pelzigen Quitten und nach meinen schmerzenden Fingern an, nachdem ich stundenlang die harten Früchte für Quittenmarmelade bearbeitet habe.

ANgeDACHT - Geh aus mein Herz und suche Freud

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„Geh aus mein Herz und suche Freud, in dieser lieben Sommerzeit an deines Gottes Gaben; schau an der schönen Gärten Zier und siehe, wie sie mir und dir sich ausgeschmücket haben, sich ausgeschmücket haben.“ Diese Worte schrieb der bekannte evangelische Kirchenlieddichter Paul Gerhardt 1653. Diese Worte und das dazugehörige beschwingte Lied habe ich jetzt im Frühsommer häufig im Ohr beim Blick in die vor Farben und Lebenslust geradezu explodierende Natur.

ANgeDACHT - Wert-voll

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Als aber der Sabbat vorüber war und der erste Tag der Woche anbrach, kamen Maria Magdalena und die andere Maria, um nach dem Grab zu sehen. (…) Und siehe, da begegnete ihnen Jesus und sprach: Seid gegrüßt! Und sie traten zu ihm und umfassten seine Füße und fielen vor ihm nieder. Da sprach Jesus zu ihnen: Fürchtet euch nicht! Geht hin und verkündigt es meinen Brüdern, dass sie nach Galiläa gehen: Dort werden sie mich sehen.“ (Mt 28,1 u.  9–10)

Unsere Vikarin Regina Ober stellt sich vor

Vikarin Regina Ober
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Liebe Gemeinde, ich freue mich sehr, dass ich mich bei Ihnen vorstellen darf. Ich bin 30 Jahre alt und werde ab März 2022 mein Vikariat in Garmisch-Partenkirchen machen dürfen. Aufgewachsen bin ich in der Kleinstadt Lauf im Nürnberger Umland. Zum Glauben gekommen bin ich erst als junge Erwachsene, was dann auch meine Berufswahl beeinflusst hat: Ich wollte meinen Glauben mit Jugendlichen teilen und dazu beitragen, Vorurteile demgegenüber abzubauen, was es bedeutet, Christ zu sein.