ANgeDACHT - Lebenswege

Vikarin Regina Ober
Bildrechte Regina Ober

Neulich besprach ich die Metapher des Weges als Sinnbild des Lebens mit meinen Schülern. Wir betrachteten dabei Bilder von verschiedenen Wegen: Ein Weg durch einen Herbstwald, Kinder auf ihrem Schulweg, ein Wanderer auf einer Brücke über einem Gebirgsbach, eine Frau beim Gang durch ein Weizenfeld, ein Schiff auf einem ruhigen Nebelmeer, Fußspuren in der Wüste. Es ist interessant, welche Assoziationen bei den Kindern durch die einzelnen Bilder geweckt wurden. Und wie anders sie die Situationen noch betrachten: Als sie sich aussuchen sollten, welchen Weg sie gerne gehen möchten, suchten sich viele Szenarien aus, die ich als abstoßend empfand. Einige wollte den Weg durch die Wüste nehmen, denn dort sei es schließlich schön warm. Ich dachte nur: Lebensfeindlich. Einige wollten auf dem Schiff durch den stahlgrauen Nebel fahren, dort hätten sie Zeit und Ruhe zum Schlafen und für Videospiele. Ich dachte nur: Einsamkeit.

Nicht ein Kind entschied sich für das Bild, das den Schulweg darstellte. „Nein, das haben wir ja jeden Tag, das ist eintönig.“ Der Alltag macht weniger Lust als der gefährliche und anstrengende Weg durch die Wüste. Viele Erwachsene werden sich denken, dass das Umdenken schon noch mit der Lebenserfahrung kommt. Das mag sein. Doch für einige wird es wahrscheinlich so bleiben, dass das täglich Immergleiche weniger verlockend ist, vielleicht sogar Angst macht. Dann doch lieber einen Weg wählen, der ganz offensichtlich eine Herausforderung bietet.

Am Ende der Stunde wartete die Erkenntnis: Ganz gleich, welchen Weg wir derzeit gehen, egal ob eintönig flach, oder schweißtreibend und ehrfurchteinflößend, Gott begleitet unsere Wege. Deswegen ist die Bibel so ein dickes Buch, weil sie immer wieder von den Erfahrungen berichtet, die Menschen gemacht haben, als Gott auf ihren Wegen bei ihnen war. Er begleitet. Er trägt. Er gibt neue Kraft, wenn der Weg zäh wird. Ganz egal, ob im Weg durch einen vielleicht drögen Alltag oder bei einer kräftezehrenden Bergetappe. Gott ist mit uns auf allen Wegen.

Ihre 

Vikarin Regina Ober

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Kalenderwoche 28 - Der kleine Wochenrückblick

Rund um die Johanneskirche
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Montag

Eigentlich stand am Montag die Dekanatsausflugskonferenz aller Pfarrerinnen, Pfarrer, Diakoninnen und Diakone im Dekanat auf dem Programm. Eigentlich war es ein spannendes Thema. Wir wären zu Gast bei der Militärseelsorge in Mittenwald gewesen. Da aber so vieles auf meinem Schreibtisch lag wie z.B. Einsatzplanung Urlauberseelsorge, nachdem eine Seelsorgerin ausgefallen ist oder der Gemeindebrief noch weiter vorangebracht werden musste und vieles andere mehr. Außerdem gab es noch das Abschlussgespräch mit dem ersten unserer Urlauberseelsorger, Herrn Pfr. Radewaldt.

Dienstag

Kein

Kalenderwoche 27 - Der Kleine Wochenrückblick

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Rasanter Wochenstart

Was für eine Woche? Am Montag stand für unsere Pfarramtssekretärinnen Caroline Höck und Barbara Emmerich noch einmal eine Fortbildung auf dem Programm. Dieses Mal per Video. Im Mittelpunkt stand das Thema Datenschutz.  So saßen die beiden im Pfarramt und der Referent, bei dem ich auch schon Datenschutz gemacht habe, trug in der ihm eigenen leidenschaftlichen Geschwindigkeit sein Thema vor. Nebenbei gesagt: Am Montag war für die beiden Kolleginnen ein besonderer Tag: Sie haben beide ihre Probezeit bestanden. Herzlichen Glückwunsch.

Zur gleichen Zeit war ich bei mir im

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Diesen Sommer begegnen mir viele Situationen, die in die Kategorie fallen „der Mensch denkt und Gott lenkt“. Diese Situationen reichen von Planänderungen, aufgrund des besonders unbeständigen Wetters, bis hin zu größeren Entscheidungen und Wünschen. Oft genug stehe ich jedenfalls da, zucke mit den Schultern und versuche dann, eben das Beste aus den neuen Gegebenheiten zu machen.

In dem Evangeliumstext für diesen Sonntag in Lukas 5 werden die Jünger Jesu auch mit so einer Planänderung konfrontiert. Sie waren die ganze Nacht über fischen, doch ohne Erfolg. Jetzt am Morgen steht dieser Jesus am

Kalenderwoche 25 - Ein kleiner Wochenrückblick

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Vorschau

Die Woche begann mit einem Termin mit unserer Prädikantin Elisabeth Thewes. Wer Elisabeth kennt, weiß, dass sie inzwischen berufsbegleitend Theologie studiert. Im Rahmen ihres Studiums muss sie auch ein religionspädagogisches Projekt auf den Weg bringen. Und das macht sie natürlich bei uns in der Gemeinde. Ort dieses Projekts wird die Christuskirche in Garmisch sein. Im Mittelpunkt steht das Thema Stiftshütte. Mehr wird aber heute noch nicht verraten.

Konfi-Start

Am Montag startete der neue Konfi-Jahrgang mit einem Elternabend. Regina, das Konfi-Team und ich haben uns sehr darüber

ANgeDACHT - Souvenir

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Pfingstzeit heißt für viele Menschen mit Kindern: Ferienzeit. Kofferpacken, Wegfahren, Abschalten. Haben wir die Sonnencreme eingepackt? Und zuhause noch dem Müll rausgebracht?

Wenn man dann an seinem Urlaubsort ist und für einige Tage die Seele baumeln lässt, setzt langsam die Erholung ein. Alles ist gut. Im Licht von sonnigen Tagen am Meer oder Wanderurlaub in den Bergen oder erholsamen Besuch bei der Verwandtschaft wird das Leben leichter. An diesem Gefühl will man sich gerne festhalten und die Erinnerungen, die man gemacht hat, würde man gerne bewahren. Einer der Gründe, warum man sich

ANgeDACHT - Weitergeben

Vikarin Regina Ober
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Vergangene Woche war ich mit den Kolleginnen und Kollegen meines Vikariatskurses auf einer ökumenischen Studienreise in Prag. Ziel der Fahrt war es, an einem anderen Ort andere Glaubensgemeinschaften kennenzulernen, Glaubensgeschwistern zu begegnen und sich mit ihnen auszutauschen. Wir wurden unter anderem von der deutschen katholischen Gemeinde eingeladen, der anglikanischen Kirche und einer Gemeinde der evangelischen Kirche der böhmischen Brüder, die neue Wege gehen. Nach jeder Begegnung überreichten wir als Präsent fair gehandelte Kerzen und Schokolade – weil sie schmeckt und alle mögen -

ANgeDACHT - Christusträger

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Was trägt mich, wenn alles wegbricht? Was hält mich, wenn der Boden unter mir wankt und die Welt kopfsteht? In Momenten, in denen meine eigene Kraft kaum ausreicht und das Drumherum wenig Sinn ergibt, fällt mir die Legende vom heiligen  Christophorus ein. Christophorus, das heißt auf Griechisch: „Christusträger“. Und es ist auch der Name einer evangelischen Bruder- und Schwesternschaft. Der Legende nach wollte Christophorus sein Leben dem mächtigsten Herren der Welt zur Verfügung stellen. Man riet ihm dazu, andere Menschen über einen reißenden Fluss zu tragen – um so letztlich Christus, dem

ANgeDACHT - Vom Dunkel ins Licht

Vikarin Regina Ober
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Ich liebe Ostern. Ganz besonders die Osternacht. Während ich es sonst hasse, deutlich vor Sonnenaufgang aufzustehen und mich nur schwer motivieren kann, fällt es mir an diesem Morgen leicht. Wenn der Wecker dann klingelt, bin ich fast wie im Trance und aufgeregt zugleich.

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Vikarin Regina Ober
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ANgeDACHT - Segen

Vikarin Regina Ober
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Demnächst wird eine Freundin von mir zur Pfarrerin ordiniert. Sie hatte mich gefragt, ob ich ihr bei ihrer Ordination ein Segenswort zuspreche und sie so auf ihrem Weg begleiten mag. Dass sie mich gefragt hat, ist mir eine große Ehre. Seitdem überlege ich fieberhaft, welches biblische Wort ich ihr mitgeben möchte. Welcher Bibelvers beschreibt sie als Person? Welcher Vers kann ihr Ansporn und Trost in schwierigen Zeiten sein? Ist es möglich, einen „falschen“ Vers auszusuchen? So langsam verstehe ich, wie es Eltern geht, die einen Taufspruch für ihr Kind suchen…

Während ich zwar immer noch nach

Abend ma(h)l anders -

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In 3 Gängen durch die Gemeinde: Am 16.11.23 ab 18 Uhr - „Für die Vorspeise zur lieben Hanni nach Grainau. Der Hauptgang bei mir in Partenkirchen. Ich bin gespannt, wer meine Gäste sein werden. Und zum Nachtisch treffen wir uns alle zum Nachtisch-Buffet und sehen, wer noch so alles mitgemacht hat.“

Worum es geht: Es melden sich immer zwei Personen als ein Koch-Team an. Man kann sich auch alleine anmelden und bekommt im Vorfeld einen Partner oder Partnerin zugelost, um gemeinsam teilnehmen zu können. Jedem Team wird vor der Veranstaltung mitgeteilt, welcher Gang von ihnen ausgerichtet wird

ANgeDACHT - Einfach beten?!

Vikarin Regina Ober
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Die Tage verschwand ich in einem so genannten Kaninchenloch. Für unsere Konfirmanden recherchierte ich, was es auf Youtube für Videos zum Thema „wie geht beten?“ oder „was ist beten?“ gibt – das könnte ein guter Gesprächs-Aufhänger sein.

Stattdessen fand ich Videos mit Titeln, wie ich sie sonst nur aus der Fitness-Welt kenne: „5 Fehlhaltungen bei Kniebeugen und wie du sie vermeiden kannst!“. Nur dass ich mich immer noch im Themenfeld Gebet bewegte. Und da wurde es für mich verwirrend: „3 häufige Fehler im Gebet (und wie man sie korrigiert)“. Ich war in einem Kaninchenloch verschwunden, wo ein