Unser Gemeindebrief

Editorial zur Sommerausgabe 2022

Loslassen

Liebe Leserinnen und Leser,

dieses Mal steht unser Gemeindebrief unter dem Motto "Loslassen". In den vergangenen beiden Jahren hat sich vieles in unserem Leben geändert. Wir mussten von vielem Gewohnten loslassen. Aber was bedeutet es, wenn wir von Dingen, Gewohnheiten, Orten, Menschen oder Lebensplanungen loslassen oder gar loslassen müssen? Dieser Frage gehen wir in dieser Ausgabe nach.

Wir schauen uns aus verschiedenen Perspektiven an, was Loslassen bedeutet. An ganz vielen Stellen können wir dabei erleben, dass Loslassen oft in Verbindung mit Vertrauen geschieht. Oder der Kampf am Jabbock als eine biblische Geschichte des Loslassens.

Es gibt aber auch andere Geschichten des Loslassens, wo Menschen gezwungen sind, loszulassen, um zu überleben. Ein Beispiel dafür ist der Bericht von Marina, einer jungen Ukrainerin, die in unserer Gemeinde lebt. Sie erzählt von Ihrer Flucht aus der Ukraine bis zu uns nach Garmisch-Partenkirchen.

Zusammen mit dem ganzen Redaktionsteam wünsche ich Euch und Ihnen eine spannende und anregende Lektüre.

Herzlichst Euer/Ihr

Pfarrer Martin Dubberke

Unser Gemeindebrief im Sommer 2022

Loslassen - Gelassenheit aus der Perspektive des Umweltteams

Grüner Gockel - Logo
Bildrechte: ELKB

Durch Umweltschutz beugen wir Naturkatastrophen vor. Je mehr Wälder abgeholzt werden, desto mehr ändert sich das Klima. Wenn es immer weniger Bäume gibt, dann kann auch weniger CO2 umgewandelt werden. Die Tiere verlieren ihren Lebensraum. Dürreperioden, Waldbrände und Hurrikane sind die Folgen, die aus der Abholzung entstehen, das bekommen wir ja bereits zu spüren. Es bleibt uns nicht mehr viel Zeit, darüber nachzudenken. Jetzt ist wirklich schnelles Handeln erforderlich.

Mint

Dr. John-Edwin Roth
Bildrechte: privat

Viele denken ja, dass Naturwissenschaft und Technik oder Mathematik und Informatik irgendwie im Widerspruch stünden zu Nachhaltigkeit oder Umwelt- und Naturschutz.

Das ist nicht so. Davon bin ich zutiefst überzeugt. Ich denke vielmehr, dass Unkenntnis, Fehlinformationen und Missverständnisse die Ursachen für diese Negativhaltung sind, gegen die ich schon immer versucht habe mit Fakten und logischen Argumenten vorzugehen.

Loslassen, um anzukommen

Martin Dubberke, 1986 als Student mit seiner KiGo-Gruppe vor der Hochmeisterkirche in Berlin
Bildrechte: Martin Dubberke

Und er sprach zu ihnen: „Kommt, folgt mir nach! Ich will euch zu Menschenfischern machen.“ Sogleich verließen sie ihre Netze und folgten ihm nach.

Matthäus 4, 19f

So war das mit den ersten Jüngern. Sie waren Fischer am Galiläischen Meer, lebten ihren Beruf und ihr Leben. Genau das war ihr Lebensplan: Gute und erfolgreiche Fischer zu sein. Doch dann kam Jesus und sagte: „Folgt mir!“ Und sogleich ließen sie alles stehen und liegen und folgten ihm nach.

Sterben als letztes Loslassen

Pfarrerin Birgit Schiel
Bildrechte: Pfarrerin Birgit Schiel

Der alte Mann liegt röchelnd im Bett, schwach blickt er aus trüben Augen. Seine Gesichtsfarbe ist grau gelb. Seine Tochter sitzt erstarrt daneben, dann bricht es aus ihr heraus: „Jetzt stirbt er bald!“ Ihr Bruder herrscht sie an: „Sag doch sowas nicht!“ Der Hof hängt dran am Leben des Vaters. Die Sicherheit der Kinder.

Vom Wert des Loslassens: Glaube und Gelassenheit als Lebenskunst

Pfarrerin Uli Wilhelm
Bildrechte: Uli Wilhelm

Das kleine Mädchen steht da, die Hand seiner Mama fest umklammert. Da drüben sitzt Papa. Er lockt: „Komm her zu mir. Trau dich. Los!“ Mama bewegt sich nicht. Da lässt die Kleine ihre Hand los. Wackelig und ein wenig taumelnd stürzt sie schwankend auf ihren Vater zu. Der fängt sie lachend auf. Das Wunder ist geschehen: Das kleine Menschlein hat seine ersten selbständigen Schritte gemacht!

Der neue Gemeindebrief kommt...

Pfr. Martin Dubberke
Bildrechte: Martin Dubberke

Liebe Leserinnen und Leser, in Kürze erscheint unser neuer Gemeindebrief, der auch hier auf unserer Internetseite Text für Text erscheinen wird. Dieses Mal steht er unter dem Motto "Loslassen". In den vergangenen beiden Jahren hat sich vieles in unserem Leben geändert. Wir mussten von vielem Gewohnten loslassen. Aber was bedeutet es, wenn wir von Dingen, Gewohnheiten, Orten, Menschen oder Lebensplanungen loslassen oder gar loslassen müssen? Dieser Frage gehen wir in dieser Ausgabe nach.

Editorial zum Gemeindebrief Frühjahr 2022

Neue Wege wagen

Liebe Leserinnen und Leser,

vor Ihnen liegt unser neuer Gemeindebrief mit dem vielsagenden Titel „Neue Wege wagen“. Unser Glaube ist ja wesentlich davon geprägt, Altes hinter uns zu lassen und neue Wege zu wagen. Wir denken nur an den Auszug aus Ägypten, als sich das Volk Israel auf eine vierzigjährige Wanderung ins gelobte Land begab oder denken wir nur an die Jünger Jesu, die Jesus Christus am Anfang seines Wirkens um sich scharte, indem er sie ansprach, also berief, und aufforderte alles hinter sich zu lassen und mit ihm einen neuen Weg zu wagen. Oder wie heißt dieses wunderbare Lied mit dem Text von Klaus-Peter Hertzsch: Vertraut den neuen Wegen…

Wir hängen gerne im Gewohnten und Alten, weil wir es gewohnt sind und uns vertraut ist. Und dann kommt so etwas, wie z. B. eine Pandemie, die uns vor ganz neue Herausforderungen stellt, wo wir mit dem Gewohnten manchmal überfordert sind.

Plötzlich gibt es Seelsorge und Gemeindeveranstaltungen als Videogespräche, werden Gottesdienste auf Youtube hochgeladen. Stellt das etwa den guten alten Hausbesuch oder die Veranstaltung im Gemeindehaus oder echte Gottesdienste in Frage? Nein. Es eröffnet uns aber neue und zusätzliche Wege. Plötzlich nehmen Menschen an Veranstaltungen teil, die sonst nicht teilgenommen hätten, weil sie z.B. keine Betreuung für ihre Kinder haben oder Abends nicht mehr rauswollen. Oder, wir kommen mitten am Tag für eine halbe Stunde für eine Andacht zusammen und schaffen über das Internet ein geistliches Netzwerk oder begeben uns unter der Überschrift „bewegen & segen“ auf neue Wege.

In dieser Ausgabe haben wir uns verschiedenen Perspektiven und Generationen dem Thema genähert. Ich wünsche Ihnen zusammen mit unserer tollen Redaktion viel Spaß beim Lesen und wie immer jede Menge Anregungen, um sich auf den Weg zu machen.

Euer & Ihr

Pfarrer Martin Dubberke

Unser Gemeindebrief im Frühjahr 2022

Rhythmus des Lebens

Rhythmus der Zeit
Bildrechte: Martin Dubberke

Seit wir Corona haben, leben wir anders. Sobald es warm wird, fallen die Inzidenzen, weil das Virus keine Wärme mag, und es drängt uns nach draußen. Egal ob Musik im Park oder einfach im Café sitzen, sich mit Freunden treffen oder Taufen und Hochzeiten feiern, und ja, es trauen sich dann auch wieder mehr Menschen in unsere Gottesdienste. Alle Welt plant in die warme Jahreszeit nach Ostern hinein. Und sobald es wieder kühler wird und die Nächte länger, steigen die Inzidenzen, gibt es Kontaktbeschränkungen.

Im Rhythmus von Zeitkreisen

Jesu Taufe am Jordan | Bildausschnitt Kirchenfenster Johanneskirche Partenkirchen
Bildrechte: Martin Dubberke

Jeder spricht von ihr, sie umgibt uns und ist überall. Sie verleiht nicht nur unserem Leben Struktur und Rhythmus, sondern schenkt auch dem evangelischen Kirchenjahr ein Grundgerüst. Doch so selbstverständlich sie scheint, lässt sie sich trotzdem nicht so recht greifen oder leicht beschreiben: die Zeit. Das Christentum hat die Zeit genau strukturiert und prägt damit bis heute unseren Lebensrhythmus.

Unsere Vikarin Regina Ober stellt sich vor

Vikarin Regina Ober
Bildrechte: Vikarin Regina Ober

Liebe Gemeinde, ich freue mich sehr, dass ich mich bei Ihnen vorstellen darf. Ich bin 30 Jahre alt und werde ab März 2022 mein Vikariat in Garmisch-Partenkirchen machen dürfen. Aufgewachsen bin ich in der Kleinstadt Lauf im Nürnberger Umland. Zum Glauben gekommen bin ich erst als junge Erwachsene, was dann auch meine Berufswahl beeinflusst hat: Ich wollte meinen Glauben mit Jugendlichen teilen und dazu beitragen, Vorurteile demgegenüber abzubauen, was es bedeutet, Christ zu sein.