Musik und Musiker*innen im Sommer und im Herbst 2022

Schmid-Orgel in der Johanneskirche zu Partenkirchen
Bildrechte Martin Dubberke

Chöre und Instrumentalgruppen sind auf regelmäßiges Proben unter guten Bedingungen angewiesen. Dies war in den Coronazeiten nicht möglich und das hat Spuren hinterlassen. Hinzu kommt das Phänomen, dass der Wert der regelmäßigen Arbeit von so vielen Ehrenamtlichen, die für Ihre Gemeinden und die Kirchenmusik erstaunlich viel Zeit und Mühe einsetzen, die sich einer notwendigen Verbindlichkeit ihres Ehrenamts unterwerfen, von vielen Verantwortlichen kaum gesehen oder wenig wertgeschätzt wird - und das in einer Zeit des Verfalls des kirchlichen Lebens! Gerade diese ehrenamtlichen Musikbegeisterten in der Kirche sind es aber, die die Botschaft, unsere gemeinsame Gute Botschaft zum Strahlen und zum Klingen bringen können, die die Freude an Spiritualität hier und jetzt vermitteln.

Diese Freude ist für Jung und Alt bei unseren Konfirmationen zu erleben, bei den Festgottesdiensten, in Konzerten, bei Freiluftandachten und sogar vielen Proben, auch wenn diese als ernsthafte und konzentrierte gemeinsame Übestunden nicht immer leicht "Wie im Himmel" daherkommen. Ich liebe es, in einem gut vorbereiteten Gottesdienst Musik zu machen, ich spiele gern bei Trauungen und Taufen, und bin sehr dankbar, wenn die Musik bei Trauerfeiern die Angehörigen unterstützen kann.

Allen, die diese musikalische Arbeit singend, musizierend, organisierend, als Plakatausträger*in, Mitglied im Förderverein und/oder Pfarrer*in, am Computer, an der Orgel oder auf der Alm aktiv unterstützen sei an dieser Stelle ein herzliches Dankeschön gesagt! Die Musik gehört zu den Gaben, die den Heiligen Geist unserer Religion fühlbar machen und damit positiv in die Zukunft wirken.

Probieren Sie es einfach aus, denn es gibt schon einige Gelegenheiten in den nächsten Monaten, Musik bei uns zu erleben, die trägt und darüber hinaus zu dem wertvollsten gehört, dass unsere Kultur hervorgebracht hat:

Im Rahmen der 4. Werdenfelser Orgelkonzerte spielt der renommierte Organist Paolo Oreni (Italien) am 15. September um 20 Uhr auf der Schmid-Orgel der Johanneskirche Garmisch-Partenkirchen. Eintritt 10€ (Schüler, Studenten und BesitzerInnen eines 9€-Tickets: 5€)

Der diesjährige Garmisch-Partenkirchener Orgelwanderweg findet am 24. September mit den Organisten Thomas Näbauer, Wilko Ossoba-Lochner, Joseph Schwarzenböck und Laurent Wehrsdorf statt (Näheres in einem eigenen Artikel).

Am 9. Oktober wird in der Johanneskirche Garmisch-Partenkirchen die Kantate 47 "Wer sich selbst erhöhet, der wird erniedrigt werden" von Johann Sebastian Bach im Rahmen eines Kantatengottesdienstes aufgeführt. Es wirken vier Solisten und das Werdenfelser Bachorchester mit. Die musikalische Leitung hat KMD Wilko Ossoba-Lochner. Hinweis: am 16. Oktober wird diese Kantate in gleicher Besetzung auch in Kantatengottesdiensten in Mittenwald/Dreifaltigkeitskirche und Schongau/Christuskirche zu hören sein.

Hingewiesen sei auch auf die Dekanatsmusiktage am 22. und 23. Oktober in Garmisch-Partenkirchen u.a. mit dem Vokalensemble "CANTORIX Dekanatschor Weilheim" und dem Vokalensemble unter der Leitung der Wilshofener Chorleiterin Anne Isenberg, die mit ihrem Chor am 12. November um 18 Uhr in der Johanneskirche ein A-Capella-Konzert geben wird.

KMD Wilko Ossoba-Lochner

Tageslosung

Liturgischer Kalender

Liturgischer Kalender

Aktueller Feiertag:

29.09.2022 Michaelistag

Wochenspruch: Der Engel des HERRN lagert sich um die her, die ihn fürchten, und hilft ihnen heraus. (Ps 34,8)
Wochenpsalm: Ps 103,19–22
Predigttext: Mt 18,1–6.10


Der nächste hohe kirchliche Feiertag:

02.10.2022 Erntedank

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Unser Gemeindebrief im Sommer 2022

Dave - Eine Buchbesprechung

Buchcover Raphaela Edelbauer - Dave
Bildrechte Klett-Kotta

Bei diesem zweiten Roman von Raphaela Edelbauer handelt es sich um Lektüre für anspruchsvolle Leser*innen, die sich neben Science-Fiction auch für philosophische Fragestellungen interessieren. Im Jahr 2021 wurde die Autorin für „Dave“ mit dem Österreichischen Buchpreis ausgezeichnet.

„Syz“ heißt der Held und Erzähler dieser dystopischen Geschichte um künstliche Intelligenz und Bewusstsein, die mit einer kunstreichen Sprache vorgetragen wird. „DAVE“ muss man sich wohl als riesiges Programm oder als Supercomputer vorstellen.

Loslassen - Voraussetzung für Veränderung

Pfarrerin Irene Konrad
Bildrechte Hanns-Martin Hager

Noah, Abraham, Isaak und Jakob, Josef …. Das Alte Testament ist voll von „Loslass-Geschichten“: Noah muss alles zurücklassen und in die Arche. Abraham wird von Gott aus Haran weggeschickt, Jakob flieht vor seinem Bruder zu seinem Onkel, Isaak zieht wegen einer Hungersnot nach Gerar und Josef wird nach Ägypten verschleppt. Keiner von ihnen macht sich freiwillig auf den Weg.  Aber ohne Abschied kein Neuanfang: Auf dieser Welt gibt es nichts, was wir behalten können.

Musik und Musiker*innen im Sommer und im Herbst 2022

Schmid-Orgel in der Johanneskirche zu Partenkirchen
Bildrechte Martin Dubberke

Chöre und Instrumentalgruppen sind auf regelmäßiges Proben unter guten Bedingungen angewiesen. Dies war in den Coronazeiten nicht möglich und das hat Spuren hinterlassen. Hinzu kommt das Phänomen, dass der Wert der regelmäßigen Arbeit von so vielen Ehrenamtlichen, die für Ihre Gemeinden und die Kirchenmusik erstaunlich viel Zeit und Mühe einsetzen, die sich einer notwendigen Verbindlichkeit ihres Ehrenamts unterwerfen, von vielen Verantwortlichen kaum gesehen oder wenig wertgeschätzt wird - und das in einer Zeit des Verfalls des kirchlichen Lebens!

Loslassen - Müssen

Kreuz an der Johanneskirche in den Farben der Ukraine
Bildrechte Martin Dubberke

Mein Name ist Marina. Ich komme aus einer kleinen Stadt im Osten der Ukraine (Region Kharkiv, Distrikt Kupyansky, Stadt Kovsharovka) , die laufend unter der Besatzung der russischen Föderation steht.

Ich habe lange Zeit in Kyiv gelebt, dort wurde ich vom Krieg, der am 24.2. 2022 begann, am Vorabend meines Geburtstags überrollt.

 

KRIEG

Dieses Wort verband ich in meinem Kopf immer mit Geschichte...! Mit Ereignissen, über die man in Büchern lesen und im Kino Filme sehen konnte.

Loslassen - Gelassenheit aus der Perspektive des Umweltteams

Grüner Gockel - Logo
Bildrechte ELKB

Durch Umweltschutz beugen wir Naturkatastrophen vor. Je mehr Wälder abgeholzt werden, desto mehr ändert sich das Klima. Wenn es immer weniger Bäume gibt, dann kann auch weniger CO2 umgewandelt werden. Die Tiere verlieren ihren Lebensraum. Dürreperioden, Waldbrände und Hurrikane sind die Folgen, die aus der Abholzung entstehen, das bekommen wir ja bereits zu spüren. Es bleibt uns nicht mehr viel Zeit, darüber nachzudenken. Jetzt ist wirklich schnelles Handeln erforderlich.

Mint

Dr. John-Edwin Roth
Bildrechte privat

Viele denken ja, dass Naturwissenschaft und Technik oder Mathematik und Informatik irgendwie im Widerspruch stünden zu Nachhaltigkeit oder Umwelt- und Naturschutz.

Das ist nicht so. Davon bin ich zutiefst überzeugt. Ich denke vielmehr, dass Unkenntnis, Fehlinformationen und Missverständnisse die Ursachen für diese Negativhaltung sind, gegen die ich schon immer versucht habe mit Fakten und logischen Argumenten vorzugehen.

Loslassen, um anzukommen

Martin Dubberke, 1986 als Student mit seiner KiGo-Gruppe vor der Hochmeisterkirche in Berlin
Bildrechte Martin Dubberke

Und er sprach zu ihnen: „Kommt, folgt mir nach! Ich will euch zu Menschenfischern machen.“ Sogleich verließen sie ihre Netze und folgten ihm nach.

Matthäus 4, 19f

So war das mit den ersten Jüngern. Sie waren Fischer am Galiläischen Meer, lebten ihren Beruf und ihr Leben. Genau das war ihr Lebensplan: Gute und erfolgreiche Fischer zu sein. Doch dann kam Jesus und sagte: „Folgt mir!“ Und sogleich ließen sie alles stehen und liegen und folgten ihm nach.

Sterben als letztes Loslassen

Pfarrerin Birgit Schiel
Bildrechte Pfarrerin Birgit Schiel

Der alte Mann liegt röchelnd im Bett, schwach blickt er aus trüben Augen. Seine Gesichtsfarbe ist grau gelb. Seine Tochter sitzt erstarrt daneben, dann bricht es aus ihr heraus: „Jetzt stirbt er bald!“ Ihr Bruder herrscht sie an: „Sag doch sowas nicht!“ Der Hof hängt dran am Leben des Vaters. Die Sicherheit der Kinder.

Vom Wert des Loslassens: Glaube und Gelassenheit als Lebenskunst

Pfarrerin Uli Wilhelm
Bildrechte Uli Wilhelm

Das kleine Mädchen steht da, die Hand seiner Mama fest umklammert. Da drüben sitzt Papa. Er lockt: „Komm her zu mir. Trau dich. Los!“ Mama bewegt sich nicht. Da lässt die Kleine ihre Hand los. Wackelig und ein wenig taumelnd stürzt sie schwankend auf ihren Vater zu. Der fängt sie lachend auf. Das Wunder ist geschehen: Das kleine Menschlein hat seine ersten selbständigen Schritte gemacht!

Der neue Gemeindebrief kommt...

Pfr. Martin Dubberke
Bildrechte Martin Dubberke

Liebe Leserinnen und Leser, in Kürze erscheint unser neuer Gemeindebrief, der auch hier auf unserer Internetseite Text für Text erscheinen wird. Dieses Mal steht er unter dem Motto "Loslassen". In den vergangenen beiden Jahren hat sich vieles in unserem Leben geändert. Wir mussten von vielem Gewohnten loslassen. Aber was bedeutet es, wenn wir von Dingen, Gewohnheiten, Orten, Menschen oder Lebensplanungen loslassen oder gar loslassen müssen? Dieser Frage gehen wir in dieser Ausgabe nach.