ANgeDACHT - Mit brennender Sorge

Pfr. Martin Dubberke vor der Johanneskirche in Partenkirchen
Bildrechte: Martin Dubberke

Mit brennender Sorge blicken wir in die Ukraine. Nie war seit 1939/45 ein Krieg so nah an unseren Grenzen. Nie gab es seit dem zweiten Weltkrieg einen Krieg mitten in Europa. Nie war die Gefahr eines Flächenbrandes so groß wie heute.

Einem Blitzkrieg gleich hat Putin ein freies Land mit einer demokratisch gewählten Regierung überfallen. Das ist ein Kriegsverbrechen.

Serhij Kyslyzja, der ukrainische UN-Botschafter, brachte es in der Krisensitzung des UN-Sicherheitsrates auf den Punkt, nachdem der russische UN-Botschafter mitten in der Sitzung den Einmarsch russischer Truppen in die Ukraine mitgeteilt hatte. Der ukrainische Botschafter sprach zum Russischen folgende Worte, während er ihm dabei direkt in die Augen blickte:  „Es gibt kein Fegefeuer für Kriegsverbrecher. Sie fahren direkt zur Hölle, Herr Botschafter.“

In diesem Satz liegt alles drin. Dieser Satz beschreibt alle Gefühle und zugleich auch den Glauben und die Hoffnung auf eine höhere Gerechtigkeit.

Vor diesem Hintergrund bewegt mich die Liedstrophe von Lars Thunberg:

Lass Recht aufblühen,
wo Unrecht umgeht.
Mach die Gefangenen der Willkür frei.
Lass deine Kirche mit Jesus wachen
Und Menschen wirken, dass Friede sei.

Am 19. Oktober 1945 – fünf Monate nach dem Zweiten Weltkrieg – gab der Rat der Evangelischen Kirche in Deutschland die sogenannte Stuttgarter Schulderklärung ab, in der sich die Evangelischen Kirchen zu ihrem Versagen in der dunkelsten Zeit Deutschlands bekannten. In dieser heißt es u.a.:

…wir klagen uns an, dass wir nicht mutiger bekannt, nicht treuer gebetet, nicht fröhlicher geglaubt und nicht brennender geliebt haben.

Soweit das Stuttgarter Schuldbekenntnis.

Wir, liebe Geschwister, dürfen die Kraft unseres Glaubens und unserer Gebete niemals unterschätzen, deshalb sind wir mehr gefordert denn je miteinander für den Frieden zu beten und für die Menschen, die nun aus der Ukraine zu uns kommen werden, da zu sein.

Euer/Ihr

Pfarrer Martin Dubberke

 

Nicht alle Menschen in unserer Gemeinde haben Internet. Wir legen daher in unseren Kirchen ausgedruckte Exemplare unserer Gemeindewoche mit dem ANgeDACHT, den aktuellen Terminen und Neuigkeiten aus der Gemeinde aus. Gerne können Sie die aktuelle Gemeindewoche runterladen und einem Nachbarn oder einer Nachbarin mit einem kleinen Gruß in den Briefkasten stecken.

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31.07.2022 7. So. n. Trinitatis

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Wochenpsalm: Ps 107,1–9
Eingangspsalm: Ps 107,1–9
AT-Lesung: 2. Mose 16,2–3.11–18
Epistel: Apg 2,41–47
Predigttext: Joh 6,1–15
Evangelium: Joh 6,1–15
Wochenlied: Nun laßt uns Gott dem Herren Dank sagen und Ihn ehren (EG 320)
oder
Brich dem Hungrigen dein Brot (EG 418)
Liturgische Farbe: Grün


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