Beschaffungsrichtlinien unserer Kirchengemeinde

Grüner Gockel
Bildrechte Grüner Gockel

Die Evangelisch-Lutherische Kirchengemeinde Garmisch-Partenkirchen verpflichtet sich mit Absatz 3 ihrer Schöpfungsleitlinie zu sozial- und umweltverträglichem Handeln.

„Wir kaufen nach Möglichkeit Produkte aus der Region und aus fairem Handel. Dabei achten wir auf die Umweltverträglichkeit in Herstellung und Gewinnung sowie bei Anwendung und Entsorgung.“

Aufgrund dieser Verpflichtung berücksichtigen wir bei der Beschaffung von Gütern und Dienstleistungen ökologische, faire und soziale Kriterien.

Bei der Anschaffung von Produkten betrachten wir nicht nur Nutzwert und Wirtschaftlichkeit, sondern grundlegende Menschen- und Arbeitsrechte, Umweltstandards, Lebenszykluskosten, Reparierbarkeit und umweltschonende Entsorgbarkeit sind für uns ebenso entscheidende Kriterien.

Grundsätzlich prüfen wir, ob eine Neu-Anschaffung notwendig und zielführend ist. Bei Wiederbeschaffung vorhandener Produkte werden von uns zuerst Reparaturmöglichkeiten in Betracht gezogen. Selten genutzte Produkte wollen wir nach Möglichkeit leihen. Dienstleister wählen wir aufgrund von Nachhaltigkeit und sozialen wie auch fairen Arbeitsbedingungen aus.

Mit der vorliegenden Beschaffungsleitlinie wollen wir als Grundlage, Kriterien für die Auswahl von öko-fair-sozial hergestellten und vertriebenen Waren aufzeigen. Die untenstehenden Erläuterungen befassen sich näher mit jedem einzelnen Gebiet im Bereich Beschaffung.

Wir wünschen uns, dass diese Beschaffungsleitlinie auch im privaten Bereich von Gemeindemitgliedern genutzt wird. Daher veröffentlichen wir sie auch.

Erläuterungen zu den Beschaffungsrichtlinien 

Lebensmittel:

  • möglichst fair, bio, regional und saisonal
  • auf Fairtrade- und Biosiegel achten (das blaue Biosiegel gilt für regionale Produkte)
  • direkt bei Erzeugern oder Produzenten aus der Region kaufen
  • viele Produkte im Bioladen sind fair produziert, Lebensmittel im Weltladen sind oft auch bio (Große Lebensmittelkonzerne drücken die Preise der Erzeuger, nicht nur in den armen Ländern des Südens)
  • Einzelverpackungen meiden, möglichst eigene Beutel und Behälter mitnehmen, Pfandsysteme nutzen

Elektrogeräte:

  • auf Reparierbarkeit und Langlebigkeit achten
  • Der Stand-By-Modus sollte abschaltbar sein
  • Geringer Stromverbrauch (energy star, blauer Engel, Energieeffizienzklasse)
  • Akkus statt Batterien
  • Was muss das Gerät wirklich können? - nicht überdimensionieren!
  • Herstellungsbedingungen fair? Lieferkette transparent?

Außenanlagen:

  • heimische Pflanzen, keine gefüllten Blüten,
  • torffreie Erde
  • Blumenschmuck zu Gottesdiensten, Festen, etc. mögl. aus dem Garten,
  • gekaufte Blumen aus fairem Handel
  • bei allen Produkten, dass sie ohne ausbeuterische Kinderarbeit produziert, wurden
  • paraffinfreie Kerzen,

Hygieneartikel und Reinigung:

  • Hygienepapiere sollten 100% Recyclingpapier (ungebleicht) sein (blauer Engel)
  • Reinigungsmittel chlorfrei, ohne Farb- und Duftstoffe
  • Hochkonzentrierte Mittel richtig dosiert
  • Siegel: nature care product (NCP)

Büro:

  • biologisch abbaubare Farben/ Klebstoffe (lösungsmittelfrei)
  • keine fest verbauten LED in Elektrogeräten
  • Druckerpatronen: recycelfähig, bzw. nachfüllbar
  • Papier: sparen,
  • Recyclingpapier 100%, ohne kritische Chemikalien (blauer Engel)
  • FSC-Siegel besagt, dass das Papier aus 70% zertifizierten Wäldern kommt, d.h. es ist kein Altpapier
  • Je dunkler ein Papier, umso besser, da ein größerer Altpapier Anteil

Alltag:

  • Mehrwegprodukte
  • Keine Alufolie, Keine Frischhaltefolie
  • In der Küche: waschbare Alternativen zu Küchentüchern
  • Keine Schnittblumen- besser aus Garten oder Töpfen
  • Bienenwachskerzen
  • Statt Luftballons Seifenblasen
  • Bioabbaubare Konfettis

Möbel:

  • Keine Verbundstoffe
  • Heimische Hölzer aus FSC – zertifizierten Wäldern
  • Naturfasern
  • Gebrauchte Möbel in Erwägung ziehen
  • Langlebigkeit – zeitlos

Müll:

  • Um Müllproduktion zu vermeiden zentraler Einkauf
  • Möglichst verpackungsfrei einkaufen

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