Pfrn. Uli Wilhelm

Predigt am 21. Sonntag nach Trinitatis

Pfarrerin Uli WilhelmWoran erkennt man eigentlich Christen? Was würden Sie sagen? Am Kirchgang? Am regelmäßigen Gebet? Am Begehen von Festen wie Advent, Weihnachten oder Ostern? Am sozialen Engagement, wenn Geld oder auch Zeit geteilt werden? Oder an der Einstellung zum Leben, geprägt von der Suche nach Frieden und Nächstenliebe? Die Fähigkeit zum Verzeihen zum Beispiel oder der Einsatz für eine gerechte, lebenswerte, solidarische Welt?  Was macht einen Christen, eine Christin eigentlich aus?

ANgeDACHT - Erntedank einer Bergsteigerin

Pfarrerin Uli Wilhelm"Einmal wird uns gewiss die Rechnung präsentiert", dichtet Lothar Zenetti, "für den Sonnenschein und das Rauschen der Blätter, die sanften Maiglöckchen und die dunklen Tannen, für den Schnee und den Wind, den Vogelgesang und das Gras und die Schmetterlinge, für die Luft, die wir geatmet haben, und den Blick auf die Sterne und für all die Tage, die Abende und Nächte. Einmal wird es Zeit, dass wir aufbrechen und bezahlen. Bitte die Rechnung. Doch wir haben Sie ohne den Wirt gemacht: Ich habe euch eingeladen, sagt der und lacht, soweit die Erde reicht: Es war mir ein Vergnügen!"

Wenn der Berg Ruft

Liebe Freundinnen und Freunde, der September ist der schönste Berg-Monat. In unserer Gemeinde stellen wir uns genau darauf ein und bieten einige wunderbare Veranstaltungen:

Mi, 8. September, 14 Uhr, Treffpunkt an der Evangelischen Kirche in Farchant:  „Bewegen & Segen“: zwei Stunden gemeinsam unterwegs an der frischen Luft – lauschen – schweigen – reden – einander begegnen – Segen erfahren.

ANgeDACHT - Kannst Du nicht schlafen, kleiner Bär?

Pfarrerin Uli WilhelmWenn unsere Enkelkinder bei uns übernachten, muss ich ihnen immer ein Bilderbuch vorlesen. Es heißt: "Kannst du nicht schlafen, kleiner Bär?"

Da leben zwei Bären in einer Höhle. Der kleine kann einfach nicht einschlafen, weil er sich so fürchtet vor der Dunkelheit. Da stellt ihm der große Bär Laternen ans Bett, eine kleine zuerst und dann eine ganz große. Aber selbst beim hellen Laternenschein kann der kleine Bär nicht einschlafen. Er weiß nämlich: die Dunkelheit draußen vor der Höhle ist so groß, dass alle Laternen der Welt sie nicht erhellen könnten. Da tut der große Bär etwas Erstaunliches:

DER BERG RUFT - Forum Berge und Religion

Uli Wilhelm - Wankkreuz

Das Werdenfelser Land ist als Teil der Alpenregion ein paradiesischer Fleck auf dieser Erde. Tausende Menschen wissen dies zu schätzen. Nicht nur jene, die hier leben und arbeiten, sondern auch die vielen Skifahrer, Bergsteiger, Kletterer, Mountainbiker und Wanderer, die nach Garmisch-Partenkirchen und Umgebung kommen, um hier die Natur zu genießen, Bergsport zu treiben, sich zu entspannen und zu erholen.

ANgeDACHT - Das Prinzip Hoffnung

Pfarrerin Uli Wilhelm„Wer sind wir? Wo kommen wir her? Wohin gehen wir? Was erwarten wir? Was erwartet uns? Viele fühlen sich nur als verwirrt. Der Boden wankt, sie wissen nicht warum und von was. Dieser ihr Zustand ist Angst, wird er bestimmter, so ist er Furcht. Einmal zog einer weit hinaus, das Fürchten zu lernen. Das gelang in der eben vergangenen Zeit leichter und näher, diese Kunst ward entsetzlich beherrscht. Doch nun wird … ein uns gemäßeres Gefühl fällig. Es kommt darauf an, das Hoffen zu lernen.“ 

ANgeDACHT - Grün ist die Hoffnung

Was für ein Grün! Die Farbe der Buchenblätter im Frühsommer begeistert mich. Als hätte jemand die Natur mit einem grünen Leuchtstift koloriert. Grün ist Wachstum und Leben, Kraft und Energie. Das spüren Menschen aller Zeiten und Kulturen: Hildegard von Bingen sprach schon im 12. Jahrhundert von der heilsamen „Grünkraft“. In Japan werden Menschen auf Krankenkassen-Kosten zum „Waldbaden“ geschickt. Wenn ich in meiner Freizeit rausgehe „ins Grüne“, ist das für mich eine Zeit bewusster Erholung. In der Natur finde ich Abstand vom Alltag, kann neu durchatmen und frische Kraft für meinen Alltag tanken. Grün ist die Hoffnung!

ANgeDACHT - Ganz Ohr sein!

Pfarrerin Uli Wilhelm"Er weckt mir selbst das Ohr", heißt es in einem Morgenlied unseres Gesangbuchs. Mir hat dieser Satz schon immer gefallen. Die Vorstellung finde ich witzig, dass jemand meine Ohren aufwecken kann, damit ich die Ohren gespitzt habe, ganz Ohr sein und mir vielleicht sogar etwas hinter die Ohren schreiben kann. Man kann aber auch auf dem Ohr liegen oder nur mit halbem Ohr hinhören. Es gibt Leute, die es faustdick hinter den Ohren haben, Schlitzohren - und andere, die übers Ohr gehauen worden sind. Manche halten die Ohren steif, andere lassen sie hängen und einige sind noch grün hinter den Ohren.

ANgeDACHT - HERR, du bist unsere Zuflucht für und für

Pfarrerin Uli Wilhelm„Der Herr ist ein großer Gott … In seiner Hand sind die Tiefen der Erde, und die Höhen der Berge sind auch sein“ (Psalm 85,3f)

Vor sechzig Jahren, im April 1961, fand der erste bemannte Raumfahrtflug statt: Als erster Mensch im All hat der Russe Juri Gagarin in 108 Minuten auf seinem Raumschiff „Wostok“ die Erde umrundet. Ein abenteuerliches Unternehmen, das beinahe schiefgegangen wäre. Es war hier wie so oft in der Geschichte: durch den Wagemut eines Einzelnen wurde eine neue Entwicklung in Gang gesetzt. Hunderte von Raumfahrern waren seither im Weltraum. Inzwischen wird Raumfahrttourismus geplant und Visionäre träumen bereits von Rohstoffabbau und Fabriken im All, nach dem Motto: ab in den Weltraum mit der Schwerindustrie, die Erde ist zum Leben da!

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