Pfrn. Uli Wilhelm

ANgeDACHT - Das Prinzip Hoffnung

Pfarrerin Uli Wilhelm„Wer sind wir? Wo kommen wir her? Wohin gehen wir? Was erwarten wir? Was erwartet uns? Viele fühlen sich nur als verwirrt. Der Boden wankt, sie wissen nicht warum und von was. Dieser ihr Zustand ist Angst, wird er bestimmter, so ist er Furcht. Einmal zog einer weit hinaus, das Fürchten zu lernen. Das gelang in der eben vergangenen Zeit leichter und näher, diese Kunst ward entsetzlich beherrscht. Doch nun wird … ein uns gemäßeres Gefühl fällig. Es kommt darauf an, das Hoffen zu lernen.“ 

ANgeDACHT - Grün ist die Hoffnung

Was für ein Grün! Die Farbe der Buchenblätter im Frühsommer begeistert mich. Als hätte jemand die Natur mit einem grünen Leuchtstift koloriert. Grün ist Wachstum und Leben, Kraft und Energie. Das spüren Menschen aller Zeiten und Kulturen: Hildegard von Bingen sprach schon im 12. Jahrhundert von der heilsamen „Grünkraft“. In Japan werden Menschen auf Krankenkassen-Kosten zum „Waldbaden“ geschickt. Wenn ich in meiner Freizeit rausgehe „ins Grüne“, ist das für mich eine Zeit bewusster Erholung. In der Natur finde ich Abstand vom Alltag, kann neu durchatmen und frische Kraft für meinen Alltag tanken. Grün ist die Hoffnung!

ANgeDACHT - Ganz Ohr sein!

Pfarrerin Uli Wilhelm"Er weckt mir selbst das Ohr", heißt es in einem Morgenlied unseres Gesangbuchs. Mir hat dieser Satz schon immer gefallen. Die Vorstellung finde ich witzig, dass jemand meine Ohren aufwecken kann, damit ich die Ohren gespitzt habe, ganz Ohr sein und mir vielleicht sogar etwas hinter die Ohren schreiben kann. Man kann aber auch auf dem Ohr liegen oder nur mit halbem Ohr hinhören. Es gibt Leute, die es faustdick hinter den Ohren haben, Schlitzohren - und andere, die übers Ohr gehauen worden sind. Manche halten die Ohren steif, andere lassen sie hängen und einige sind noch grün hinter den Ohren.

ANgeDACHT - HERR, du bist unsere Zuflucht für und für

Pfarrerin Uli Wilhelm„Der Herr ist ein großer Gott … In seiner Hand sind die Tiefen der Erde, und die Höhen der Berge sind auch sein“ (Psalm 85,3f)

Vor sechzig Jahren, im April 1961, fand der erste bemannte Raumfahrtflug statt: Als erster Mensch im All hat der Russe Juri Gagarin in 108 Minuten auf seinem Raumschiff „Wostok“ die Erde umrundet. Ein abenteuerliches Unternehmen, das beinahe schiefgegangen wäre. Es war hier wie so oft in der Geschichte: durch den Wagemut eines Einzelnen wurde eine neue Entwicklung in Gang gesetzt. Hunderte von Raumfahrern waren seither im Weltraum. Inzwischen wird Raumfahrttourismus geplant und Visionäre träumen bereits von Rohstoffabbau und Fabriken im All, nach dem Motto: ab in den Weltraum mit der Schwerindustrie, die Erde ist zum Leben da!

ANgeDACHT - Druck

Pfr. Martin DubberkeHaben Sie auch einen Dampfkochtopf? Eine praktische Sache. Unter Druck kochen die Lebensmittel schneller und die Vitamine bleiben erhalten. Aber ganz ungefährlich ist so ein Topf nicht. Manchmal passiert es mir, dass ich vergesse, die Herdplatte zum richtigen Zeitpunkt zurückzudrehen. Dann entsteht durch die große Hitze zu viel Druck im Topf. Gut, dass ein Überdruckventil eingebaut ist. Wenn es sich öffnet, lässt der Topf Dampf ab. Er zischt und pfeift - so laut, dass ich sofort hinstürze und ihn von der heißen Herdplatte ziehe. So hat dieses Ventil mich ein paar Mal schon vor einer Explosion des Topfes gerettet.

ANgeDACHT - Nun aber bleiben Glaube, Hoffnung und Liebe, diese drei. Aber die Liebe ist die größte unter ihnen. (1. Korinther 13,13)

Pfarrerin Uli WilhelmAm 14. Februar ist Valentinstag. Ein Fest der Liebenden. Egal, ob man frisch verliebt ist oder schon lange gemeinsam den Lebensweg teilt – die Liebe ist es wert, gefeiert zu werden. Man beschenkt sich mit Blumen, Süßigkeiten oder anderen kleinen Zeichen der Zuneigung. „Kleine Geschenke erhalten die Freundschaft“, heißt es. Vielleicht gilt das ja auch für die Liebe? „Du bist mir wichtig. Du bedeutest mir viel. Ohne Dich wäre mein Leben weniger reich. Ich liebe Dich!“ Es tut gut, solche Sätze zu hören. Da wird einem warm ums Herz.

Vom Leichtsinn des Glaubens

Pfr. Martin DubberkeLiebe Gemeinde!

Ich kann mich noch gut an den 90. Geburtstag meiner Großmutter erinnern. Die ganze Familie war zusammengekommen, meine Oma hob das Glas und sagte: "Ich dank meinem Herrgott, dass er mich hat so alt werden lassen. Jetzt hoff ich, dass er mich bald zu sich heimholt!" "Mei, die hat einen Glauben!" seufzte ihr jüngster Bruder. "Ich weiß nicht, ich kann's mir einfach nicht vorstellen, dass es einen Gott gibt. Wenn's Leben aus ist, dann ist es eben aus. Wenn ich mal gestorben bin, dann könnt ihr euch das ganze Brimborium sparen, mit Pfarrer und Kirche und Gebeten. Am liebsten wär's mir, wenn meine Asche einfach irgendwo in den Wind gestreut würde!"

Nach vorne blicken - Predigt am 3. Sonntag nach Trinitatis

Pfarrerin Uli WilhelmLiebe Gemeinde, es gibt viel Sehnsucht zurzeit nach Geschichten, die gut ausgehen. Kranke, die wieder gesundwerden, Verschwörungstheoretiker, die wieder zur Vernunft finden, Betriebe, die neue Ideen entwickeln und so die Krise überstehen. Hoffnungsgeschichten sind das, die uns gut tun angesichts hoher Infektionszahlen, schrecklicher Todesfälle und angesichts der Einschränkungen, die wir hinnehmen müssen.

Subscribe to RSS - Pfrn. Uli Wilhelm