Ihr Lieben, lasst uns den Januar zum Monat der Liebe erklären. Ich weiß, dass der Januar schon seit 2014 zum veganen Monat – also dem „Veganary“ erklärt worden ist und von Großbritannien aus seinen weltweiten Erfolg angetreten hat. Ins Leben gerufen wurde diese Kampagne von dem britischen Ehepaar Jane Land und Matthew Glover. Heute ist es eine eigenständige, international agierende Organisation, die im vergangenen Jahr allein in England und Wales eine Gesamteinnahme von 2,5 Millionen Pfund hatte.
Warum erzähle ich das? Weil zwei Menschen eine Vision hatten und sich einfach auf den Weg gemacht haben und heute, nur elf Jahre später, werde ich im Januar in allen Supermärkten und Discountern im „Veganary“ begrüßt. Sprich: Die beiden hatten eine äußerst erfolgreiche Idee und haben diese konsequent verfolgt. Sie wollten niemanden zwingen, sich vegan zu ernähren. Aber sie wollten die Menschen motivieren, es einfach mal einen Monat lang auszuprobieren. Aus Mitgefühl gegenüber den Tieren, der Umwelt und nicht zuletzt auch aus Gesundheitsgründen. Und das Ganze sollte auch noch niedrigschwellig sein.
Wir Christinnen und Christen verfolgen auch seit mehr als zweitausend Jahren eine Idee, nämlich die der Liebe, der Nächstenliebe. Und wenn ich mir den Monatsspruch für den Januar anschaue, dann verfolgen wie diese Vision schon seit rund 2650 Jahren. Keine Ahnung, ob die Veganuary-Kampagne so lange durchhalten wird.
Für den Januar gilt:
Du sollst den HERRN, deinen Gott, lieben mit ganzem Herzen, mit ganzer Seele und mit ganzer Kraft. (5. Mose 6,5)
Tja, und wenn ich mir so die Welt anschaue, hat uns die Kraft dazu ganz schön verlassen. Und genau deshalb sollten wir uns an eine der ältesten Kampagnen zur Rettung der Welt erinnern und sie beherzigen: Gott mit ganzem Herzen, mit ganzer Seele und mit ganzer Kraft zu lieben, weil wir dann auch anfangen, nicht nur uns selbst zu lieben, weil wir uns so toll und großartig finden, sondern auch unseren Nächsten, der genauso toll und großartig ist.
Also, wie schaut’s jetzt aus? Machst Du beim Monat der Liebe mit? Könnte doch sein, dass es so ansteckend ist, dass wir damit gar nicht mehr aufhören wollen, weil es des Leben einfach schöner, mitfühlender, gesünder und vor allem friedlicher werden lässt.
Alles Liebe!
Euer Pfarrer Martin Dubberke
