ANgeDACHT - Du König der Völker

Pfr. Martin Dubberke
Bildrechte Johannes Dubberke

Groß und wunderbar sind deine Taten, Herr und Gott, du Herrscher über die ganze Schöpfung. Gerecht und  zuverlässig sind deine Wege, du König der Völker.

...du König der Völker. - Das sollten sich mal so einige Politik treibende Menschen in unserer Welt auf der Zunge zergehen lassen und - nebenbei gesagt - auch wir sie Wählenden. Dann würde mal deutlich, wo wirklich die Macht liegt und welche Möglichkeiten wir Menschen haben. Da gibt es Menschen, die streben nach Vormacht oder nach Weltmacht, dabei gibt es schon einen, der der König aller Völker ist. Und er ist es, weil er sich die Völker gemacht hat. Da steckt ein großer weiser Plan dahinter, nämlich der der Vielfalt in Einheit. Wenn Gott der König der Völker ist, dann ist er das Verbindende zwischen der Vielfalt der Verschiedenheit, der vielen Charaktere, Kulturen, Bekenntnisse.

Wenn es gelingt, das zu erkennen, kann ich auch erkennen, wie groß und wunderbar die Taten Gottes sind, der Herrscher über die Schöpfung ist. Einzig und allein seine Wege, sind gerecht und zuverlässig.

Dass wir in dieser Welt Krieg, Hunger und Teuerung haben, hat nicht Gott gemacht, sondern der Mensch. Einzig und allein der Mensch ist dafür in dieser Welt verantwortlich. Gott erlässt in keinem Land der Erde eine Teilmobilmachung. Gott schickt in keinem Land dieser Erde Menschen in den Krieg gegen seine eigenen Geschöpfe. Und es ist auch nicht Gott, der den Hunger und die Kriege zulässt, sondern einzig und allein der Mensch. Es sind Menschen, die Gott vergessen haben, die die Dankbarkeit Gott gegenüber verloren haben, weil sie sich selbst so mächtig fühlen als seien sie Gott. Sie sind es aber nicht.

Gerecht und zuverlässig sind einzig die Wege Gottes, der der König der Völker ist. Und genau daran erinnert uns der Monatsspruch aus der Offenbarung 15,3. Wer das vergisst, erhöht sich selbst. Wo das geschieht, wo wir die Demut vor Gott verloren haben, haben wir auch die Demut vor dem Nächsten verloren. Und genau daran dürfen wir uns alle erinnern. Die in Politik und Regierung Verantwortlichen genauso wie jeder einzelne von uns.

Euer

Pfarrer Martin Dubberke

 

Nicht alle Menschen in unserer Gemeinde haben Internet. Wir legen daher in unseren Kirchen ausgedruckte Exemplare unserer Gemeindewoche mit dem ANgeDACHT, den aktuellen Terminen und Neuigkeiten aus der Gemeinde aus. Gerne können Sie die aktuelle Gemeindewoche runterladen und einem Nachbarn oder einer Nachbarin mit einem kleinen Gruß in den Briefkasten stecken.

Tageslosung

Liturgischer Kalender

Liturgischer Kalender

Aktueller Feiertag:

18.10.2026 Tag des Evangelisten Lukas

Wochenspruch: Gehet hin in alle Welt und predigt das Evangelium aller Kreatur. ( Mk 16,15b )
Wochenpsalm: Ps 119,121–128
Predigttext: Jes 43,8–13


Der nächste hohe kirchliche Feiertag:

31.10.2026 Gedenktag der Reformation (Reformationsfest)

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Mehr Texte von Pfr. Martin Dubberke

KIRCHENAUSSTATTUNG: Folge 14 – Alles in Farbe – Weiß – Farbe der Orientierung

Weiß - Farbe der Orientierung
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Am Ewigkeits- oder Totensonntag, dem letzten Sonntag des Kirchenjahres ist die liturgische Farbe Weiß. Aber warum ist nicht eigentlich Violett, die Farbe der Passion, des Schmerzes und des Leidens die liturgische Farbe an diesem Tag? Tod und Ewigkeit - das bedeutet doch eigentlich Abschied und Trauer.

Aber mal andersherum gefragt? Was fällt einem bei Ewigkeit ein? Das Licht. Menschen, die schon einmal eine Nahtoderfahrung gemacht haben, berichten immer wieder von einem wunderbaren Licht, das sie angenehm und schön fanden. Weiß ist eben die Farbe des Lichts. Sie steht für die Auferstehung und

KIRCHENAUSSTATTUNG: Folge 13 – Alles in Farbe – Violett

Alles in Farbe - Violett
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Nur noch wenige Sonntage und wir befinden uns in der Adventszeit. Alle Welt denkt, dass in der Adventszeit Rot die liturgische Farbe der Wahl ist. Die roten Kerzen am Adventskranz suggerieren uns das zumindest. In unserer Farchanter Markuskirche hat das Mesnerteam allerdings schon lange erkannt, dass es sich hierbei nicht um die richtige Farbe handelt. Daher organisieren Sie für den Adventskranz immer violette Kerzen. Sieht ungewohnt aus, ist aber liturgisch vollkommen korrekt, denn die Adventszeit ist Fasten- und Bußzeit, so wie auch die Passionszeit vor Ostern. Es ist eine Zeit im Übergang

Kalenderwoche 45 - Ein kleiner Wochenrückblick

Rund um die Johanneskirche
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In dieser Woche fand natürlich eine ganze Menge statt: Kircheneintritt, Dienstbesprechung, Konfi und am Sonnabend noch ein Konzert, aber die wichtigste Veranstaltung in dieser Woche war „Glaube - Wunder - Schön“, zu der wir alle eingeladen hatten, die in Garmisch leben und damit zum Einzugsbereich der Christuskirche gehören. Nach Zeiten von Corona, Heizungsmisere und Umbau wollen wir diesen wichtigen Ort in unserer Gemeinde wieder mit Leben füllen. Der Ort soll mit seiner Vielseitigkeit zu einem spirituellem Zentrum unserer Gemeinde werden. Dazu brauchen wir aber auch Menschen, die sich mit

ANgeDACHT - Optimismus versus Resignation

Pfarrer Martin Dubberke
Bildrechte Johannes Dubberke

Das mit der Gerechtigkeit ist ja so eine Sache. Es gibt so viele Gerechtigkeiten, weil jeder glaubt zu wissen, was gerecht ist. Und weil das so ist, gibt es auch ganz viel Ungerechtigkeit und Unfrieden in unserer Welt. Wie hoffnungsfroh stimmt mich da der Monatsspruch für den November:

Wir warten aber auf einen neuen Himmel und eine neue Erde nach seiner Verheißung, in denen Gerechtigkeit wohnt. 2. Petrus 1,13

Nun werden sicherlich manche sagen, dass Hoffen und Harren schon manchen zum Narren gehalten haben. Aber ich sehe das grundsätzlich anders. Hoffnung ist eine Herausforderung, denn

Kalenderwoche KW 44 - Ein kleiner Wochenrückblick

Rund um die Johanneskirche
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Herbstferien

Wir haben einen goldenen Herbst. Es sind Ferien, das Laub hat sich wunderbar Gold und Rot gefärbt, das wunderbare Herbstsonnenlicht lädt dazu ein, sich noch einmal in einem Straßencafé mit jemandem auf eine Tasse Kaffee zu treffen oder ein Seelsorgegespräch beim Spazierengehen zu führen und dabei noch einmal nicht nur gute Gedanken, sondern auch das wichtige Vitamin D zu tankendem gut über den Winter zu kommen.

Auch bei uns in der Gemeinde machen manche Ferien. So machen unser Diakon R und eine unserer Pfarramtssekretärinnen gerade Urlaub und sammeln Kraft für das Finale dieses

KIRCHENAUSSTATTUNG: Folge 12 – Alles in Farbe – Rot

Alles in Farbe - Rot
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Rot ist eine Signalfarbe. Mit Rot verbinden wir innerlich immer das Wort „Achtung!!!“ Oder wer mal in der Fahrschule gewesen ist, kann sich noch an den Merkspruch erinnern: „Rund um Rot ist immer Verbot.“

Rot ist die Farbe der Liebe. Rot verlangt Aufmerksamkeit. Rot steht in der Kirche für das Wirken des Heiligen Geistes oder Kirche an sich. Der bekannteste rote Feiertag ist Pfingsten. Da ist die liturgische Farbe Rot. Kein Wunder, steht doch hier das Wirken des Heiligen Geistes im Mittelpunkt. Wir erinnern uns an die Feuerflammen, die roten Flämmchen, die die Gegenwart des Heiligen Geistes

KIRCHENAUSSTATTUNG: Folge 11 – Alles in Farbe – Grün

Alles in Farbe - Grün
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Im Augenblick trage ich eine grüne Stola. Eigentlich ist die meiste Zeit im Jahr grün. Die Zeit zwischen Sonntag Septuagesimä und Estomihi also die Vorpassionszeit und die Trinitatiszeit – sprich:  die ganzen Sonntage ab Trinitatis bis zum Vorletzten Sonntag des Kirchenjahres – sind grün. In dieser Zeit hängen am Altar und der Kanzel grüne Antependien. Und wer eine Stola trägt, legt sich eine grüne Stola um. In meiner früheren Berliner Gemeinde waren dann sogar alle Abendmahlstücher grün, denn bei uns war es damals üblich, dass diese auch den Farben des Jahreskreises entsprachen.

Aber warum

Kalenderwoche 43 - Ein kleiner Wochenrückblick

Rund um die Johanneskirche
Bildrechte Martin Dubberke

Gemeinde in Höchstform

Was war das für ein Wochenende? Am Sonntag standen die Kirchenwahlen auf dem Programm, schon ganz früh am Morgen kam der Wahlausschuss zusammen, nicht nur um alles aufzubauen, sondern auch schon mal die Wahlbriefe entsprechend den Vorschriften vorzubereiten und was sonst noch alles dazugehört. Parallel dazu war auch schon unser Büchereiteam unterwegs, weil an diesem Sonntag auch der große Bücherbasar in unserem Gemeindehaus gewesen ist. Mit Kaffee, Kuchen und Bücherverkauf hat das Team an diesem Tag rund 1000 Euro für die Bücherei eingenommen.

In der Johanneskirche

Kalenderwoche 42 – Ein kleiner Wochenrückblick

Rund um die Johanneskirche
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Wochenstart

Die Woche begann mit einer Beerdigung auf dem Partenkirchner Friedhof. Mit kirchlichem Geleit trugen wir Erich Wolf zu Grabe. Und auch sonst war der Tag geprägt vom Werden und Vergehen. So gab es an diesem Tag neben Hausbesuchen noch ein Taufgespräch und ein Beerdigungsgespräch.

Kirchenvorstand

Der Dienstag begann mit einer Besprechung und endete mit einer Besprechung. Und dazwischen hielt Ralf J. Tikwe im ProSeniore in Oberau noch einen Gottesdienst, bevor er noch eine Trauerfeier auf dem Garmischer Friedhof hatte.

Der Kirchenvorstand kam noch vorletztes Mal in dieser

KIRCHENAUSSTATTUNG: Folge 10 - Alles in Farbe - die liturgischen Farben

Alles in Farbe
Bildrechte Martin Dubberke

Die Kirche ist bunt, so bunt wie das Leben. Für alles gibt es eine Farbe. So wie es auch im Leben oder der Werbung Farben für bestimmte Situationen gibt. So denken wir bei Rot sofort an die Liebe. Blau finden wir oft bei Versicherungen oder bei koffeinfreiem Kaffee oder alkoholfreiem Bier. Blau steht auch für Vertrauen. Oder Gelb – da fällt einem sofort die Post ein. Und bei Magenta hören wir sogar eine bestimmte Tonfolge.

Aber was ist mit den Farben Grün, Rot, Weiß, Violett oder Schwarz, wenn wir sie in der Kirche sehen? Wissen wir heute noch, was sie bedeuten? Warum sind die Antependien

Kalenderwoche 41 - Der kleine Wochenrückblick

Rund um die Johanneskirche
Bildrechte Martin Dubberke

DANKE

Am Erntedankfest haben viele Menschen in unserer Gemeinde zum Gelingen beigetragen. Das ist Gemeinde. Euch allen sage ich, sagen wir herzlichen Dank und Vergelt’s Gott zu. Dieses Erntedankfest war auch ein wenig Erntedank für alle bisherigen Mitglieder des Kirchenvorstands, die in den vergangenen sechs Jahren sich für die Zukunft unserer Gemeinde engagiert haben. Nun stehen die Wahlen vor der Tür. Wir freuen uns, dass wir einen guten Mix aus erneut Kandidierenden und neuen Gesichtern haben.

WELTWEIT

Was die Technik so alles möglich macht? Da habe ich doch am Montag ein Taufgespräch

ANgeDACHT - Ich kann nicht klagen

Pfarrer Martin Dubberke
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Der Klassiker: Zwei Menschen begegnen einander. Fragt der eine den anderen: „Na, wie geht es Dir?“ Und der andere antwortet: „Ach, ich kann nicht klagen.“

Schon allein das „Ach“ ist doch verräterisch. Wer nicht klagen kann beginnt seinen Satz nicht mit einem „Ach!“ Und wenn er dann noch sagt, dass er nicht klagen kann, dann ist doch damit auch alles Nachfragen sinnlos, oder?

Ich persönlich sehe darin eher die Einladung, die alles entscheidende Frage zu stellen: „Ach, das freut mich. Und warum kannst Du nicht klagen?“ – Schon mal versucht, diese Frage zu stellen? Ich kann an dieser Stelle

KALENDERWOCHE 40 – EIN KLEINER WOCHENRÜCKBLICK

Rund um die Johanneskirche
Bildrechte Martin Dubberke

FEUERLÖSCHEN & REANIMATION

Am Montag ging es für uns Pfarrer nach Herzogsägmühle. Die Dekanatskonferenz stand mal wieder im Kalender. Alle vier Wochen kommen die Pfarrerinnen und Pfarrer, die Diakoninnen und Diakone zur Dekanatskonferenz zusammen. Da gibt es immer einen inhaltlichen Teil und einen sogenannten Geschäftsteil. Dieses Mal hatte die Notfallseelsorge den inhaltlichen Teil vorbereitet. Auf dem Programm standen Feuerlöschen und Reanimation. Also, eigentlich alles, was wir Pfarrerinnen und Pfarrer tagtäglich machen müssen. Feuer löschen, wo es mal wieder brennt und zu versuchen alles

KIRCHENAUSSTATTUNG: Folge 9 - Die Abendmahlstücher - leider viel zu wenig im Blick

Die Abendmahlstücher
Bildrechte Martin Dubberke

Im Rahmen der Paramentik spielen auch die Abendmahlstücher eine wichtige Rolle. Sie werden von der Gemeinde in der Regel aber nicht als Teil der Paramentik wahrgenommen. Wer in einen evangelischen Abendmahlsgottesdienst kommt, kann immer sofort erkennen, dass es sich um einen solchen handelt, weil das Abendmahlsgeschirr, Kelch und Patene vorbereitet auf dem Altar auf einem Tuch stehen und von Tüchern verdeckt sind. Es gibt insgesamt vier Abendmahlstücher: Das Corporale, das Purificatorium, die Palla und das Velum.

Diese Tücher sind grundsätzlich weiß. Sie unterliegen nicht der liturgischen

Kalenderwoche 39 - Ein kleiner Wochenrückblick

Rund um die Johanneskirche
Bildrechte Martin Dubberke

Große Gefühle

Am Sonntag hat unser Regionalbischof Thomas Prieto Peral unsere frühere Vikarin Regina Ober als Pfarrerin unserer Kirche in der Johanneskirche ordiniert. Und von Frau Dr. Gabriele Hoerschelmann, der Direktorin von Mission eine Welt, wurde sie nach Nicaragua ausgesandt, wo Sie nun in den kommenden drei Jahren leben und arbeiten wird. Regina hielt eine leidenschaftliche und beeindruckende Predigt, die spürbar die Herzen der Gottesdienstgemeinde erreichte. Im Anschluss gab es für Regina einen Empfang im Gemeindehaus mit vielen Umarmungen, Reden und Tränen. Regina Ober wird hier

KIRCHENAUSTATTUNG: Folge 8 - Die Altardecke - Mehr als nur ein Tischtuch

Die Altardecke
Bildrechte Martin Dubberke

Auf unserem Altar in der Johanneskirche liegt mittlerweile immer wieder eine Altardecke. Das ist eine gute alte kirchliche Tradition. Es ist der Tisch des Herrn und der Tisch des Herrn ist eben gut gedeckt. Das machen wir doch zu Hause auch, wenn wir Besuch bekommen. Wir legen unsere schönste Decke auf den Tisch und dekorieren ihn. Wir stellen unser bestes Geschirr auf den Tisch. Und genauso machen wir es mit dem Altar. Wir stellen schöne Blumen auf ihn, Kerzen, das Kreuz, die Heilige Schrift, eine schöne Altardecke, weil wir uns über die Gegenwart Gottes in unseren Gottesdiensten freuen. Aber

Kalenderwoche 38 - Kleiner Wochenrückblick

Rund um die Johanneskirche
Bildrechte Martin Dubberke

IMMOBILIEN

Was für eine verrückte Woche haben wir hinter uns? Am Montag hatte ich noch ein langes Gespräch mit einem der Investoren für das Projekt in Garmisch. Aktuell sieht es leider nicht sehr gut aus. Auf dem Grundstück liegen Dienstbarkeiten unter anderem auch aus den Dreißiger Jahren und es gibt drei Anrainer, die darauf nicht verzichten wollen, auch wenn deren Grundstücke mittlerweile öffentlich erschlossen sind. Damit können wir das Grundstück aktuell nicht in der geplanten Weise verwerten, sondern müssen eine neue Lösung finden.  

DIAKONIE

Wusstet Ihr eigentlich, dass bei allen

KIRCHENAUSSTATTUNG: Folge 7 - Das Antependium – der stumme Prediger

Antependium
Bildrechte Martin Dubberke

Das Antependium ist gewissermaßen ein Vorhang, denn der Begriff setzt sich aus den beiden lateinischen Worten ante = vor und pendere = hängen zusammen. Das Antependium hängt vor dem Altar oder als Pultbehang an der Kanzel und zuweilen auch am Ambo. Es ist zugleich Zeitansage und Predigt. Das Antependium ist der einzige Vorhang, der nicht verhüllt, sondern enthüllt. Aber ich muss ihn auch in seiner Symbolik zu lesen verstehen. So erkenne ich an der Farbe nicht nur, in welcher Zeit des Kirchenjahres ich mich befinde, sondern auch worum es in dieser Zeit geht, weil mit jeder Farbe eine Aussage

KW 37 - Ein kleiner Wochenrückblick

Rund um die Johanneskirche
Bildrechte Martin Dubberke

Saisonende

Eine dichte Woche ist nun zu Ende gegangen. Am Montag ging mit dem Abschlussgespräch mit unserem Kurprediger Manfred Meyer die Kurseelsorge-Saison 2024 zu Ende. Manfred Meyer ist einfach ein Schatz, ein Mann mit wunderbarem Humor und eigentlich ganz jung trotz seiner demnächst 84 Jahre. Aber heuer war er zum letzten Mal als Kurprediger bei uns. In Zukunft will er mit seine lieben Frau als Kurgast kommen.

Nach dem Abschlussgespräch mit Manfred Meyer stand ein Beerdigungsgespräch auf dem Programm. Den Büro- und Verwaltungskram erspare ich Euch in dieser Woche mal.

Saisonbeginn

Eig

Schule der Sorglosigkeit

Schule der Sorglosigkeit
Bildrechte Martin Dubberke

Liebe Geschwister, niemand soll und will sagen, wir hätten keinen Grund zur Sorge. Die Wahlen vor einer Woche haben deutlich gemacht, auf welchen Abgrund wir in unserem Lande zulaufen, ja geradezu wie in Panik versetzt losrennen. Und dann plakatiere ich in dieser Woche auch noch diesen Gottesdienst als „Schule der Sorglosigkeit“. Wie durchgeknallt muss Euer Pfarrer – also ich – wohl sein, in solchen Tagen, in denen ein Attentäter in unserem Land mit einer Schusswaffe und aufgepflanztem Bajonett in München unterwegs ist und erschossen wird, in Zeiten, in denen nach wie vor Raketen auf

Kalenderwoche 36 – Ein kleiner Wochenrückblick

Rund um die Johanneskirche
Bildrechte Martin Dubberke

Kultur

Die letzte Woche der Sommerferien startet mit Kultur und Presse. In der Galerie unsere Gemeindehauses. Eveline und Manfred Eberle hängen die neue Ausstellung in der Galerie des Gemeindehauses. Wir präsentieren dieses Mal Werke einer ukrainischen Künstlerin, die bei uns in Garmisch-Partenkirchen ein neues Zuhause gefunden hat. Unter der programmatischen Überschrift „Alles Menschen“ zeigt Larysa Shadronova beeindruckende Portraits. Natürlich ist auch wieder Meggy Schäfer mit ihrer Kamera dabei und macht von uns allen Fotos für das Tagblatt.

Diakon Ralf J.Tikwe & Pfr. Martin Dubberke auf der Zugspitze
Bildrechte Martin Dubberke

Zugspitze

Nachdem ich in den vergangenen

KIRCHENAUSSTATTUNG: Folge 6 - Das Collarhemd - eine protestantische Erfindung

Das Collarhemd - eine protestantische Erfindung
Bildrechte Johannes Dubberke

Ich kann mich noch sehr gut erinnern, als ich mal vor vielen Jahren in Berlin-Spandau auf dem Bahnhof stand. Ich war auf dem Weg nach Havelberg, wo ich einen Gottesdienst hatte. Die ganze Zeit ging vor mir ein Mann auf und ab und schließlich sprach er mich an: „Sind hier bei uns im Dekanat neu? Ich habe Sie bei uns noch nie gesehen.“ Der Mann hielt mich für einen katholischen Pfarrer, weil ich ein Collarhemd trug. Als ich ihm sagte, dass ich nicht der Neue im Dekanat sei, antwortete er: „Dann sind Sie sicherlich Lutheraner. Ich find’s gut, dass die Lutheraner Kollar tragen als Ausdruck der

Kirchenwahl 2024

Kirchenwahl 2024
Bildrechte gapa-evangelisch.de

Im Oktober geht nach sechs Jahren die Legislatur des aktuellen Kirchenvorstands zu Ende. Nachdem in der Legislatur 2012 bis 2018 die Fusion der beiden evangelischen Gemeinden Partenkirchen und Garmisch-Grainau zur neuen Evangelischen-Lutherischen Kirchengemeinde Garmisch-Partenkirchen auf den Weg gebracht, beschlossen und vollzogen wurde, wurde in der zurückliegenden Legislatur das Gemeindehaus Partenkirchen energetisch saniert und ist nun zentraler Mittelpunkt unseres Gemeindelebens und sehr beliebt bei Vereinen und Institutionen unserer Region. Wir wirken mit dem Haus in die Sozialräume

Auf in die Zukunft

Werdenfels Wappen - Kirchenfenster in der Johanneskirche
Bildrechte Martin Dubberke

Die Entwicklung unserer Mitgliederzahlen

Der Blick in die Mitgliederzahlen unserer Gemeinde zeigt, dass es immer weiter nach unten geht. Wir sind nun im Juli bei 4002 Mitgliedern angekommen. Der Trend ist eindeutig und deckt sich mit der Entwicklung in unserer Landeskirche und auch der Kirche in Deutschland. Unsere Gesellschaft befindet sich mitten in einem Wandel, der die Relevanz von Glaube und Kirche nicht mehr für das eigene Leben und die Zukunft in Frieden und Freiheit erkennt. Aber auch unser Ort befindet sich in einem Wandel. So haben wir z.B. in Burgrain nur noch 183 Evangelische

ANgeDACHT - Dringlicher denn je

Gedanken zum Monatswort für den September 2024
Bildrechte Martin Dubberke

Bin ich nur ein Gott, der nahe ist, spricht der HERR, und nicht auch ein Gott, der ferne ist?
Jeremia 23,23

Ich schreibe meine Gedanken zum Monatswort am 2. September, also einen Tag nach dem 85. Jahrestag des von Deutschland entbrannten Zweiten Weltkriegs und einen Tag nach den Wahlen in Sachsen und Thüringen. Der Abschnitt, dem das Monatswort entnommen ist, wird in der Lutherübersetzung mit den Worten überschrieben: „Über die falschen Propheten.“ Ein Schelm, der Böses dabei denkt.

Und gleich unter dieser Überschrift geht es so weiter:

Mein Herz will mir in meinem Leibe brechen, alle

Kalenderwoche 35 - Ein kleiner Wochenrückblick

Rund um die Johanneskirche
Bildrechte Martin Dubberke

Sonntag

Am Sonntag stand das Thema Nächstenliebe auf dem Predigtplan. Kurprediger Manfred Meyer und Pfarrer Martin Dubberke haben sich in Farchant, Garmisch und Partenkirchen mit dem Thema auseinandergesetzt. Unter der Überschrift „Ihr sollt heilig sein“ kann die Predigt von Pfr. Dubberke auf unserer Website nachgelesen werden.

Montag

Am Montag hat mich ein Anruf schmunzeln lassen. Eine junge Frau meldete sich, weil sie kirchlich heiraten wolle – allerdings am Ort ihres Ehemannes und auch katholisch – doch der katholische Kollege möchte, dass die evangelische Kirche ein Dokument ausstelle

KIRCHENAUSSTATTUNG: Folge 5 - Das Barett - praktisch - aus der Mode

Das Barett - praktisch - aus der Mode
Bildrechte Martin Dubberke

Das Barett ist aus der Mode gekommen, zumindest im Pfarrberuf. Beim Militär oder der Polizei ist das Barett nach wie vor aktiver Teil der Uniform. Und eigentlich ist das Barett auch Teil der pfarramtlichen Dienstkleidung, also des Talars, der ja als Dienstkleidung durch König Friedrich Wilhelm III. von Preußen eingeführt wurde. Ich kenne heute kaum noch Kollegen oder gar Kolleginnen, die ein Barett besitzen oder tragen. Ich habe meines damals von meinem Konfirmationspfarrer geerbt. Dafür bin ich ihm ewig dankbar, denn, wenn es im Winter auf den Friedhof geht, ist für mich die Kleiderfrage

Ihr sollt heilig sein

Ihr sollt heilig sein
Bildrechte Martin Dubberke

Liebe Geschwister, Gottes Wunsch ist, dass wir heilig sind. Aber was ist das? Ich sehe niemanden hier unter uns, über dessen Kopf ein Heiligenschein leuchtet. Wir sind doch eigentlich alle irgendwie kleinere oder auch größere Sünder.

Bei der Gelegenheit, wenn ich mit Katholiken bei uns im Ort ins Gespräch komme und es mal wieder um die Beichte geht, sind die meisten jedes Mal erstaunt, wenn ich sage, dass es auch bei uns die Einzelbeichte gibt. Und dann sage ich, dass es den meisten Evangelischen genauso ginge. Die wüssten auch nicht, dass wir eine Einzelbeichte haben. Also, wen seine

Kalenderwoche 34 - Ein kurzer Wochenrückblick

Rund um die Johanneskirche
Bildrechte Martin Dubberke

Sonntag

Die Woche beginnt mit dem Sonntag. Und irgendwie muss an diesem Sonntag der Heilige Geist in besonderer Weise unterwegs gewesen sein. Egal mit welcher Kollegin oder welchem Kollegen – aus welcher Gemeinde auch immer - ich mich in diesen Tagen ausgetauscht habe, jeder berichtete über sein ganz persönliches Heilig-Geist-Erlebnis in seinem Gottesdienst. Wenn das in so geballter Weise geschieht, macht mir das Mut für das, was vor uns liegt.

Montag

Am Montag ging es hoch her. Das Telefon stand kaum still. Die Mails surrten nur so rein. Auch von unserer Druckerei war noch einmal eine dabei: Die

KIRCHENAUSSTATTUNG: Folge 4 – Die Stola – Das Joch Christi

Die Stola - Das Joch Chrisi
Bildrechte Johannes & Martin Dubberke

Bis ich vor fünf Jahren nach Garmisch-Partenkirchen gekommen bin, hatte ich nicht ein einziges Mal eine Stola über dem Talar getragen. Und ich weiß noch, wie ich in einem Gottesdienst in der Johanneskirche meiner Frau zuraunte, dass ich niemals auf die Idee käme, eine Stola zu tragen. Heute käme ich mir ohne Stola nackt vor und manchmal halte ich Gottesdienste auch nur mit einer Stola über den Schultern.

Aber, was ist nun eine Stola, die in den vergangenen Jahren insbesondere bei den lutherischen Pfarrerinnen und Pfarrern immer beliebter und vor allem selbstverständlicher geworden ist? Auch

Ihr Heuchler! - Wie Jesus uns die Augen öffnet

Ihr Heuchler - 12. Sonntag nach Trinitatis
Bildrechte Martin Dubberke

Liebe Geschwister, als ich diesen Text gelesen habe, dachte ich nach den ersten Zeilen. Ach, du meine Güte! Eine Heilungsgeschichte am Sabbat! Was soll ich daraus machen? Wie kann ich darüber predigen? Was soll, was kann uns diese Geschichte heute erzählen?

Und dann stolpere ich über diesen Satz von Jesus:

„Ihr Heuchler! Bindet nicht jeder von euch am Sabbat seinen Ochsen oder Esel von der Krippe los und führt ihn zur Tränke?“
Lukas 13,15

Und mit einem Male wusste ich, worum es gehen würde. Mit einem Male nahm die verkrümmte Frau für mich Gestalt an. Mit einem Male bekam diese Frau für

KIRCHENAUSSTATTUNG: Folge 3 – Das Beffchen – Eine Frage des Bekenntnisses

Das Beffchen
Bildrechte Martin Dubberke

In meinem Amtszimmer hängt ein Bilderrahmen mit einem Beffchen, also den beiden weißen Stoffstreifen, die man am Talar trägt. Es ist mein erstes – obwohl: mein allerstes Beffchen hatte mir meine Mutter genäht. Also, dieses „erste“ Beffchen hängt bei mir im Rahmen, weil ich es nicht mehr trage. Als ich es mit meinem Talar gekauft habe, war ich nämlich noch ein unierter Vikar und heute als ordinierter Pfarrer bin ich Lutheraner. Aber was hat das eigentlich mit dem Beffchen zu tun? Am Beffchen kann ich erkennen, welches Bekenntnis die Trägerin oder der Träger hat. Ist es z.B. bis zur Mitte

Kalenderwoche 33 - Ein kleiner Wochenrückblick

Rund um die Johanneskirche
Bildrechte Martin Dubberke

Montag

Am Wochenende ist Traudl Dörfler, die Wirtin der Aulealm mit 90 Jahren gestorben. Kommende Woche werden wir sie mit christlichem Geleit zu Grabe tragen. Lebensende und Lebensbeginn haben sich an diesem Montag die Hand gegeben. Zwei Taufgespräche, ein Seelsorgegespräch und dann noch eine außerordentliche Sitzung des Finanzausschusses. Dazwischen dann wie immer eine Menge Bürokram. Ach, und nicht zu vergessen: Am Montag traf unser neuer Kurkantor Volker Siefert ein, der aktuell eines unserer Pilgerzimmer bewohnt. Ich hatte das Vergnügen, als ich noch etwas in der Johanneskirche zu tun

ANgeDACHT - Mehr als nur Verbinden

Pfarrer Martin Dubberke
Bildrechte Johannes Dubberke

Der HERR heilt, die zerbrochenen Herzens sind, und verbindet ihre Wunden.
Psalm 147,3

Na, wer erinnert sich noch an seinen ersten Liebeskummer? Das war doch ein großes Drama. Wir wollten weder leben noch sterben. Unser Herz war gebrochen. Ein furchtbar schönes Gefühl. Wir erlebten mit einem Male, was Liebe wirklich mit einem anstellen kann. Und wenn dann jemand kam und uns tröstete, also mit Zuneigung unsere Seelen- und Herzenswunden verband, dann waren wir doch schon fast wieder mutig genug, uns erneut zu verlieben.

Und heute? Naja, Liebeskummer kann uns heute noch immer ergreifen. Da ist

KIRCHENAUSSTATTUNG: Folge 2 - Der Talar - ein textiler Klassiker

Der Talar - Lehrgewand & zivile Uniform
Bildrechte Martin Dubberke

Mein Talar begleitet mich nun schon seit weit über dreißig Jahren. Er ist das Kleidungsstück, das ich am längsten in meinem Leben trage. Das Einzige, was ich mal gewechselt habe, war das Beffchen. Aber was das mit dem Beffchen auf sich hat, erkläre ich in der kommenden Woche.

Aber was ist der Talar? Ist er ein liturgisches Gewand? Nein! Luther, auch wenn wir noch so viele Bilder von ihm im Talar sehen, hat nie in seinem Leben einen Talar getragen. Er trug auch weiterhin die damals gebräuchlichen Messgewänder, die heute auch jeder katholische Kollege noch trägt. Und dennoch ist der Talar, die

Kalenderwoche 32 - Ein kleiner Wochenrückblick

Rund um die Johanneskirche
Bildrechte Martin Dubberke

Abschied

Am Dienstag haben wir mit einem Trauergottesdienst in der Christuskirche Abschied von Herrn Dr. Zimmermann genommen. Karl Gerhard Zimmermann war über viele Jahre im Kirchenvorstand der Gemeinde Garmisch-Grainau. Hier nahm er auch die Aufgabe des Vertrauensmanns wahr. Zusammen mit seiner Frau war er später über zehn Jahre lang bei der Garmisch-Partenkirchner Tafel aktiv. Wir wollen ihn und seine Familie in unsere Fürbitten aufnehmen.

KIRCHENAUSSTATTUNG: Folge 1 - Alles aus Stoff

Alles aus Stoff - Kirchentextilien
Bildrechte Martin Dubberke

In unseren Kirchen gibt es Altäre, Orgeln, Ambos, Kanzeln, Kreuze und vieles andere mehr. Aber welche Bedeutung haben sie? Wozu sind sie gut? Warum liegt z.B. auf einem Altar eine Altardecke und stehen Kerzen und Blumen auf ihm? In unserer neuen Serie wollen wir dem auf den Grund gehen. Dabei greifen wir unter anderem auch auf ein kleines Buch unserer Landeskirche für Mesnerinnen und Mesner zurück, das den Titel „Gib acht!“ trägt.

Folge 1: Textilien Allgemein

Ein Kapitel widmet sich dabei den Paramenten und Textilien. Doch was sind Paramente? Hierbei handelt es sich um liturgisch verwendete

Kalenderwoche 31 - Ein kleiner Wochenrückblick

Rund um die Johanneskirche
Bildrechte Martin Dubberke

Letzter regulärer Gottesdienst unserer Vikarin

Am vergangenen Sonntag hat unsere Vikarin Regina Ober in beeindruckender Weise ihre letzte Predigt im Rahmen der Gottesdienstplanung gehalten. Auch wenn immer wieder von Abschied die Rede war, so ist es kein Abschiedsgottesdienst gewesen. Den feiern wir im großen Rahmen, wenn Regina Ober am 22. September um 10:30 Uhr in der Johanneskirchen durch unseren Regionalbischof Thomas Prieto Peral ordiniert wird, so dass aus unserer Vikarin eine Frau Pfarrerin wird. Und sie wird eine großartige Pfarrerin sein und werden. Das hat sie am Sonntag in einer

Kalenderwoche 28 - Der kleine Wochenrückblick

Rund um die Johanneskirche
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Montag

Eigentlich stand am Montag die Dekanatsausflugskonferenz aller Pfarrerinnen, Pfarrer, Diakoninnen und Diakone im Dekanat auf dem Programm. Eigentlich war es ein spannendes Thema. Wir wären zu Gast bei der Militärseelsorge in Mittenwald gewesen. Da aber so vieles auf meinem Schreibtisch lag wie z.B. Einsatzplanung Urlauberseelsorge, nachdem eine Seelsorgerin ausgefallen ist oder der Gemeindebrief noch weiter vorangebracht werden musste und vieles andere mehr. Außerdem gab es noch das Abschlussgespräch mit dem ersten unserer Urlauberseelsorger, Herrn Pfr. Radewaldt.

Dienstag

Kein

ANgeDACHT - Mündige Christenmenschen

Pfr. Martin Dubberke
Bildrechte Johannes Dubberke

Vor ein paar Tagen habe ich mich mit einem Mann bei mir im Amtszimmer getroffen, der mir einen entrüsteten Brief geschrieben hatte, dass er jetzt aus der Kirche austreten werde, weil er sich nicht vom Bischof vorschreiben lassen wolle, was er nicht wählen soll. Ich muss jetzt nicht vertiefen, um welche Partei es sich wohl dabei gehandelt haben könnte. Und natürlich kamen die ganzen Punkte zur Sprache, die dafür sorgen, dass sich so viele Menschen den Blauen anschließen.

Ich versuchte, mich auf die zentrale Frage zu konzentrieren: Darf Kirche jemandem vorschreiben, was er nicht wählen soll

Kalenderwoche 27 - Der Kleine Wochenrückblick

Rund um die Johanneskirche
Bildrechte Martin Dubberke
Rasanter Wochenstart

Was für eine Woche? Am Montag stand für unsere Pfarramtssekretärinnen Caroline Höck und Barbara Emmerich noch einmal eine Fortbildung auf dem Programm. Dieses Mal per Video. Im Mittelpunkt stand das Thema Datenschutz.  So saßen die beiden im Pfarramt und der Referent, bei dem ich auch schon Datenschutz gemacht habe, trug in der ihm eigenen leidenschaftlichen Geschwindigkeit sein Thema vor. Nebenbei gesagt: Am Montag war für die beiden Kolleginnen ein besonderer Tag: Sie haben beide ihre Probezeit bestanden. Herzlichen Glückwunsch.

Zur gleichen Zeit war ich bei mir im

Kalenderwoche 26 - Ein kleiner Wochenrückblick

Rund um die Johanneskirche
Bildrechte Martin Dubberke
Schmierereien

Die neue Woche begann nach Redaktionsschluss am Samstag, als unser Mesner Jan Kuper in der Johanneskirche im Altarraum und auch teilweise im Kirchenschiff an den Wänden Schmierereien mit wirren Worten, die keinen Zusammenhang ergaben, entdeckt hat. Am Sonntag kam dann die Polizei und wir nahmen meine Anzeige auf, nachdem die Polizei die Schäden dokumentiert hatte. Was nun folgte, waren neben einer eingeschränkten Öffnung der Johanneskirche nun die ganzen Verwaltungsmaßnahmen. München musste informiert werden und München reagierte auch sofort. Schon am Dienstag war der Maler da

ANgeDACHT - Die Sache mit der Liebe

Pfr. Martin Dubberke
Bildrechte Johannes Dubberke

Das mit der Liebe ist schon so eine Sache. Als ich heute morgen in die Losungen schaue, gibt mir der Lehrtext aus Johannes 15,12 zu denken, wo Jesus zu seinen Jüngern spricht: Das ist mein Gebot, dass ihr euch untereinander liebt, wie ich Euch liebe.

Und dann schaue ich mir an, wie es bei uns in der Welt ausschaut. Ich denke an das inspirierende Gespräch, das ich am Donnerstag mit jemandem hatte, der mich um einen Termin gebeten hatte, weil er sich mit mir über unsere Erlöserkirche in Grainau unterhalten wollte. Beim Kennenlernen fanden wir viele gemeinsame Gesprächsthemen. Wir streiften die

Kalenderwoche 25 - Ein kleiner Wochenrückblick

Rund um die Johanneskirche
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Vorschau

Die Woche begann mit einem Termin mit unserer Prädikantin Elisabeth Thewes. Wer Elisabeth kennt, weiß, dass sie inzwischen berufsbegleitend Theologie studiert. Im Rahmen ihres Studiums muss sie auch ein religionspädagogisches Projekt auf den Weg bringen. Und das macht sie natürlich bei uns in der Gemeinde. Ort dieses Projekts wird die Christuskirche in Garmisch sein. Im Mittelpunkt steht das Thema Stiftshütte. Mehr wird aber heute noch nicht verraten.

Konfi-Start

Am Montag startete der neue Konfi-Jahrgang mit einem Elternabend. Regina, das Konfi-Team und ich haben uns sehr darüber

Kalenderwoche 24 - Ein kleiner Wochenrückblick

Rund um die Johanneskirche
Bildrechte Martin Dubberke

Was war so alles in unserer Gemeinde diese Woche los? Am Dienstag gab Pfr. Gottfried von Segnitz bei „Kaffee & Kultur“ seinen Einstand, während Pfr. Martin Dubberke parallel dazu gemeinsam mit seinem katholischen Kollegen Pfr. Andreas Lackermeier den fertiggestellten Hochwasserschutz an Partnach und Kanker im Beisein des Staatsministers für Umwelt, des Landrats und der Bürgermeisterin gesegnet hat. Kaum zurück, durfte Pfr. Dubberke gemeinsam mit unserem Kantor Wilko Ossoba-Lochner drei Damen aus dem Aufzug im Gemeindehaus befreien. In so einer Gemeinde ist eben immer etwas los.

Und wie schön

ANgeDACHT - Vertraut

Pfr. Martin Dubberke
Bildrechte Johannes Dubberke

Unser Leben besteht aus Veränderungen. Ob es einem nun gefällt oder nicht. Früher habe ich immer über meine Eltern oder Großeltern geschmunzelt, wenn sie gesagt haben, dass früher alles besser gewesen ist. Ich habe dann gerne gesagt: „Es war anders.“ Und heute? Heute mit sechzig Jahren bin ich selbst in einem Alter, in dem ich zurückblicke und zuweilen der Versuchung erliege und sage, das oder das ist früher wirklich besser gewesen.

Ich weiß nicht, ob es früher besser gewesen ist, aber es fühlte sich besser an. Ich fühlte mich in den Zeiten des kalten Krieges sicherer als heute. Aber war

Das Geheimnis seines Willens

Trinitatis 2024
Bildrechte Martin Dubberke

Liebe Geschwister, wie schaut’s in unserem Leben mit dem Lobpreis Gottes aus? Wie und wann loben wir Gott? Und vor allem warum, loben ihn dann? Haben wir überhaupt einen Anlass, Gott zu loben? Und jetzt kommt der berühmte Satz: Wenn ich abends die Nachrichten im Fernsehen sehe und morgens die Zeitung lese, was ist da zu loben, bei all den Katastrophen, den Kriegen, dem Hunger, der Dürre im Süden Afrikas, die 80% der Maisernte schon jetzt vernichtet hat, wo tausende von Kindern an Unterernährung sterben werden, wo Familien sich auf die Flucht begeben werden, um im wahrsten Sinne des Wortes

ANgeDACHT - Die Kraft des Heiligen Geistes

Pfr. Martin Dubberke
Bildrechte Johannes Dubberke

Himmelfahrt bedeutet Abschied zu nehmen. Der auferstandene Jesus Christus hat noch vierzig Tage lang seine Jünger begleitet, hat ihnen vom Reich Gottes erzählt und sie in besonderer Weise auf die Zeit vorbereitet, in der er nicht mehr unter ihnen sein wird. Das hat im Grunde genommen auch etwas mit einem guten väterlichen Handeln zu tun. Irgendwann werden Kinder flügge und leben ihr eigenes Leben, weil sie erwachsen geworden sind. Doch auf dem Weg dorthin werden sie von uns Eltern und damit auch den Vätern begleitet.

 

Die vierzig Tage, die der Auferstandene mit seinen Jüngern verbracht hat

Freiheit - Gedanken zum Monatswort

Pfr. Martin Dubberke
Bildrechte Johannes Dubberke

Alles ist mir erlaubt, aber nicht alles dient zum Guten.
Alles ist mir erlaubt, aber nichts soll Macht haben über mich.

1. Korinther 6,12

So lautet die Formel der Freiheit. Mir ist alles erlaubt, aber es gibt zwei Bedingungen: Es soll zum Guten dienen und es soll keine Macht über mich haben. Warum das so ist, liegt auf der Hand. Einzig und allein Gott darf die Macht über mich haben. Mein Leben mit Gott sollte mein Handeln bestimmen. Und ich glaube, dass das die größte Herausforderung in unserem Leben ist. Viele Menschen glauben zu wissen, was gut ist. Und manche Menschen haben es sich zu

ANgeDACHT - Hoffnung - Gedanken zum Monatsspruch April

Pfr. Martin Dubberke
Bildrechte Johannes Dubberke

Seid stets bereit, jedem Rede und Antwort zu stehen, der von euch Rechenschaft fordert über die Hoffnung, die euch erfüllt.

1. Petrus 3,15

In einer Firma oder einem Verein legt der Vorstand oder eine Geschäftsführung gegenüber den Mitgliedern oder Gesellschaftern jedes Jahr einen Rechenschaftsbericht ab. Darin beschreibt dann der Vorstand oder die Geschäftsführung wie man zu bestimmten Entscheidungen gelangt ist, warum man dieses getan und jenes vielleicht gelassen hat. Es wird über Zahlen gesprochen, über wirtschaftliche Entwicklung und auch Perspektiven und manchmal auch von der Hoffnung.