ANgeDACHT

ANgeDACHT - Wie ernst nehme ich Gott eigentlich?

Ich erinnere mich an einen Morgen in einer alten Gemeinde vor vielen Jahren. Ich hatte einen Kollegen, mit dem ich mich leider überhaupt nicht gut verstand. Und dieses Mal hatte er es richtig verbockt, ich war stinksauer und das zu Recht (es gibt keinen gerechten Zorn, aber es gibt gute Anlässe…). An diesem Tag sollten wir eine Dienstbesprechung halten und ich war in der Laune, Köpfe abzureißen. Ich fühlte mich völlig im Recht und rüstete mich mit Argumenten und Strategien.

ANgeDACHT - Herbstsegen

Was für ein Herbst! In allen Farben leuchten die Bäume. Im Wald entdecke ich knallrote Hagebutten und letzte Pilze, im Garten kugeln glänzende Kastanien herum. Eine Zeit der Fülle, der Düfte, Farben und Geschmäcker. „Herbst“ und das englische Wort „harvest“ hängen sprachlich zusammen: Der Herbst ist die Zeit der Ernte.

ANgeDACHT - Wer sein Leben findet

Pfarrerin Irene Konrad

Jesus sprach zu seinen Jüngern: Ihr sollt nicht meinen, dass ich gekommen bin, Frieden zu bringen auf die Erde. Ich bin nicht gekommen, Frieden zu bringen, sondern das Schwert. Denn ich bin gekommen, den Menschen zu entzweien mit seinem Vater und die Tochter mit ihrer Mutter und die Schwiegertochter mit ihrer Schwiegermutter. Und des Menschen Feinde werden seine eigenen Hausgenossen sein. (Matthäus 10, 34-39)

ANgeDACHT - Achtsamkeit in der Hektik des Alltags

Pfr. Martin DubberkeIch musste dieser Tage schmunzeln, als ich über ein Zitat von Dietrich Bonhoeffer gestolpert bin: „Die Zehn Gebote enthalten kein Gebot zu arbeiten, aber ein Gebot, von der Arbeit zu ruhen. Das ist die Umkehrung von dem, was wir zu denken gewohnt sind.“

Selbstverständlich hielt ich beim ersten Teil sofort den Atem an -“kein Gebot zu arbeiten“ - das ist ja eine steile Angelegenheit!?!

ANgeDACHT - Weil nichts selbstverständlich ist

Pfr. Martin Dubberke

Wir haben viele Gründe, Gott zu danken und es ist gut, dass er uns immer wieder mal daran erinnert, dass nichts weder selbstverständlich noch nur aus uns selbst heraus ist, sondern alles seinen Ursprung bei ihm hat.

Dank ist eine Haltung, eine Lebenseinstellung, die unser Leben verändert. Ich habe dieser Tage einen schönen Satz gelesen:

„Ein Mensch, der dankbar auf sein Dasein blickt, wird anders leben als einer, der ständig das Gefühl hat, zu kurz zu kommen.“

Das Gefühl, zu kurz zu kommen, macht das Herz, macht die Perspektive eng, raubt das Glück und macht am Ende einsam und darin liegt eine große Gefahr, weil er die Gemeinschaft entweder als Gefahr sieht und sie zu seinem Zwecke missbraucht. Wer dankbar ist, der weiß, dass er auf die Gemeinschaft, das Miteinander angewiesen ist, weil nichts selbstverständlich ist.

ANgeDACHT - Erntedank einer Bergsteigerin

Pfarrerin Uli Wilhelm"Einmal wird uns gewiss die Rechnung präsentiert", dichtet Lothar Zenetti, "für den Sonnenschein und das Rauschen der Blätter, die sanften Maiglöckchen und die dunklen Tannen, für den Schnee und den Wind, den Vogelgesang und das Gras und die Schmetterlinge, für die Luft, die wir geatmet haben, und den Blick auf die Sterne und für all die Tage, die Abende und Nächte. Einmal wird es Zeit, dass wir aufbrechen und bezahlen. Bitte die Rechnung. Doch wir haben Sie ohne den Wirt gemacht: Ich habe euch eingeladen, sagt der und lacht, soweit die Erde reicht: Es war mir ein Vergnügen!"

ANgeDACHT - Von der Kraft des Glaubens

Pfr. Martin DubberkeSind wir etwa ein Glaubensvolk der Verzagten geworden? Wer sagt denn, dass auch nur einer von uns mit seinem Glauben allein dastehen und allein die Welt retten muss? – Niemand!

Wir sind eine Glaubensgemeinschaft, eine Gemeinschaft derer, die an den Gott glauben, der befreit, der erlöst, der Leben schenkt, der für uns sorgt. Ja, Glaube schafft Gemeinschaft. Gemeinsam lässt uns dieser Glaube miteinander und aneinander wachsen, miteinander im Glauben stark werden und sein. Dieser Glaube lässt uns Kräfte entfalten, von denen wir als einzelne kaum glauben möchten, sie zu haben.

ANgeDACHT - Hier stehe ich, ich kann nicht anders

Pfr. Martin DubberkeSchon mal darauf geachtet, was da gerade alles im Wahlkampf passiert? - Da erzählen ganz viele Politikerinnen und Politiker den Menschen alles mögliche, damit sie am Ende des Tages gewählt werden. Sie schwindeln, weil sie dem Wahlvolk nicht wehtun wollen, da sie ja ihre Stimmen brauchen, um an die Macht zu kommen. Und wenn sie sich einig sind, lügen sie sogar dreist gemeinsam. So geschehen im sogenannten Triell auf RTL, als allen Kandidatin und Kandidaten die Frage gestellt wurde, ob die Rente mit Siebzig kommt. Alle drei verneinten. Jeder und jede von uns weiß aber, dass sich die Rente ab siebzig nicht vermeiden lassen wird, weil sonst alles zusammenbricht. Ich persönlich habe mich mit meinem Leben so eingestellt, dass ich bis 70 arbeiten werde.

ANgeDACHT - Kannst Du nicht schlafen, kleiner Bär?

Pfarrerin Uli WilhelmWenn unsere Enkelkinder bei uns übernachten, muss ich ihnen immer ein Bilderbuch vorlesen. Es heißt: "Kannst du nicht schlafen, kleiner Bär?"

Da leben zwei Bären in einer Höhle. Der kleine kann einfach nicht einschlafen, weil er sich so fürchtet vor der Dunkelheit. Da stellt ihm der große Bär Laternen ans Bett, eine kleine zuerst und dann eine ganz große. Aber selbst beim hellen Laternenschein kann der kleine Bär nicht einschlafen. Er weiß nämlich: die Dunkelheit draußen vor der Höhle ist so groß, dass alle Laternen der Welt sie nicht erhellen könnten. Da tut der große Bär etwas Erstaunliches:

ANgeDACHT - Mars und Venus - Von der Ebenbildlichkeit Gottes

Pfarrerin Irene Konrad

Die Pandemie brachte es mit sich, dass wir sowas wie einen „Hochzeitsstau“ hatten. Es waren deutlich mehr Hochzeiten in diesem Jahr, als sonst in diesem Zeitraum. Tja, und da sitzen sie dann vor mir, die jungen Paare: Sie sitzen vor mir, als junges, verliebtes Paar. Wir bereiten den Gottesdienst für ihre Trauung vor. Sie strahlt und redet aufgeregt, ein bisschen zu schnell. Er verlegen, findet es anscheinend etwas peinlich. Ein Lied ist strittig – ein Küsschen und sie kriegt ihn rum. Werden die jungen Leute es schaffen? Oder gehört ihre Ehe zu den zwei Dritteln, die nach kurzer Zeit wieder geschieden werden?

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