Jan Philipp Heilgenthal stellt am 22. Februar um 19.30 Uhr im Gemeindehaus (Saal 1) vor: Annette Hug - "Wilhelm Tell in Manila"
Der Augenarzt und Schriftsteller José Rizal (1861-1896) gilt heute auf den Philippinen aufgrund seiner Kritik am Kolonialismus als Nationalheld. Die Schweizer Autorin Annette Hug stellt diese reale Persönlichkeit in ihrem historischen Roman "Wilhelm Tell in Manila" in den Mittelpunkt.
Dabei konzentriert sie sich auf Rizals Deutschlandaufenthalt im Jahr 1886, den er dazu nutzte, Schillers Drama "Wilhelm Tell" ins Tagalog zu übersetzen, eine der Sprachen der Philippinen. Hugs Roman ist eine Auseinandersetzung mit dem Abenteuer des Übersetzens und der Anverwandlung einer fremden Welt, die langsam mit der eigenen verschmilzt. Zugleich geht es um die Frage, wie der Widerstand gegen Unterdrücker gelingen kann.
Neben Seitenblicken auf Leben und Werk José Rizals und die Rezeptionsgeschichte des Tell-Stoffes soll es in dem Vortrag um die anhaltende Relevanz der Themen von Annette Hugs historischem Roman für unsere Gegenwart gehen.
