ANgeDACHT - Die beste Medizin

Pfarrerin Uli WilhelmKennen Sie den schon? Sagt ein Politiker zum anderen: „Keine Sorge, das Corona-Virus hält sich nicht lange. Ist doch Made in China.“
Oder den: Was machen die Hersteller von Hand-Desinfektionsmitteln gerade? - Sie reiben sich die Hände!

Mit dem Virus beginnen sich zugleich auch Witze darüber zu verbreiten. Das ist gut so. Lachen hilft. Die lustigsten Witze sind oft in den schwierigsten Zeiten entstanden. Gerade dann, wenn Menschen gar nichts zu lachen hatten, haben sie sich lustig gemacht über das, was sie bedrohte. Und damit gezeigt: Wir lassen uns von keiner Macht der Welt unsere Lebensfreude nehmen. Es gibt eine Kraft, die größer ist als alles, was uns fertigmachen und ängstigen will.

Die Israeliten im babylonischen Exil hatten alles verloren: ihre Heimat, ihre Familien, ihren Besitz. Sie waren strengsten Ausgangsbeschränkungen unterworfen und durften keine Gottesdienste mehr feiern. Genau in dieser Zeit entsteht ein Lied, in dem heißt es:

Wenn der Herr die Gefangenen Zions erlösen wird, werden wir sein wie die Träumenden. Dann wird unser Mund voll Lachens und unsere Zunge voll Rühmens sein! (Psalm 126,1-2)

In schwerster Zeit wird da geträumt von der Erlösung, vom Lachen und vom Rühmen, von Leichtigkeit und Jubel. Dieser Traum hat seine Wurzel im Glauben an Gott: Nichts wird bleiben, wie es ist. Gott wird uns Erlösung bringen. Er wird alles neu machen. Er wird uns zurückführen in unsere Heimat. Es wird am Ende alles gut werden.

Solchen Glauben wünsche ich uns auch. Damit uns das Lachen nicht im Hals stecken bleibt. Damit wir zuversichtlich und vertrauensvoll in die Zukunft schauen. Damit wir auch jetzt unseren Humor nicht verlieren. Und damit wir in uns aktivieren, was als die beste Medizin von allen gilt: Das Lachen!

Ihre Pfarrerin Uli Wilhelm

P.S. Im Fernsehen hieß es, dass Vernunft die beste Waffe gegen das Virus sein soll. Hab gerade an meinen Bekanntenkreis gedacht: Oje, wir sind alle verloren! ;-)


 

PS

Nicht alle Menschen in unserer Gemeinde haben Internet. Wir legen daher in unseren Kirchen zu jedem Erscheinungstag ausgedruckte Exemplare in unsere Kirchen und falls Sie es einem Nachbarn oder einer Nachbarin mit einem kleinen Gruß in den Briefkasten stecken möchten, können Sie es sich gerne als PDF herunterladen und ausdrucken.

 

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