Dieser anarchische, wilde Glaube

Als ich einer alten Dame die Hand reiche und „Frohe Ostern“ wünsche, sieht sie mich kritisch an: „Wie kann dieses Ostern froh sein, wo doch wieder Krieg herrscht in Europa?!“ schleudert sie mir entgegen und erzählt, wie sehr die Bilder aus der Ukraine sie belasten und deprimieren. Längst verschüttete Kindheitserinnerungen werden wach: an zerbombte Städte, verzweifelte Menschen, Todesangst im Bunker. Was in unserem Land so lang zurück liegt, ist in Kiew und Charkiw bittere Realität. Tag für Tag. Auch an diesem Osterfest. Die Dame hat recht: Das ist alles andere als froh.

Kinderseite - Wie das Ei zum Osterei wurde

Osterei
Bildrechte: Martin Dubberke

Katarina war eine Königstochter im Ägyptenland. Sie lebte vor langer, langer Zeit in der Stadt Alexandria. Damals herrschte dort der Kaiser von Rom, der Maxentius hieß und der mächtigste Mann der Welt war. Eines Tages besuchte er die Stadt Alexandria und ließ Katarina zu sich kommen. Sie sollte ihm von Jesus erzählen. Er hatte nämlich erfahren, dass sie eine Christin war und viele Jesusgeschichten kannte. Der Kaiser hörte gespannt zu und ihm gefiel, was Jesus unter den Menschen getan hatte.

Ostern: Gottes neuer Weg

Der auferstandene Jesus in der Johanneskirche (Ausschnitt aus einem Kirchenfenster)
Bildrechte: Martin Dubberke

„Und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute!“ So endet manches Märchen. Als Kind schon haben wir gelernt: Wer gestorben ist, lebt nimmer. Tot ist tot. Mit dem Tod ist alles aus und vorbei. Da gibt es kein Zurück mehr. Das ist eine felsenfeste, unumstößliche Wahrheit. Punkt.

Wege ins Christsein wagen - Junge Menschen und Kirche?

Kuppelkreuz und Wetterhahn auf der Johanneskirche
Bildrechte: Martin Dubberke

Die Hälfte unserer Gesellschaft in Deutschland ist inzwischen konfessionslos, 9 Millionen evangelischer Christen sind in den letzten 10 Jahren aus ihrer Kirche ausgetreten. Wie steht es auf diesem Hintergrund mit unseren Jugendlichen, konkret mit unseren Konfirmanden/Innen und ihrem Verhältnis zur Kirche, zu ihrer Gemeinde zum christlichen Glauben?

Ein Fragebogen für den aktuellen Jahrgang der Konfis unserer Gemeinde ergab folgende Antworten und Vorschläge:

Gesamt wurden 42 Fragebögen bearbeitet.

Ökumenisches Nachtgebet

Kloster Ettal
Bildrechte: Martin Dubberke

Abt Barnabas Bögle, der Konvent OSB Ettal und Pfr. Peter Sachi aus Oberammergau feiern am Mittwoch in der Karwoche, den 13. April 2022 um 19.30 ein Ökumenisches Nachtgebet um Frieden. Pfr. Peter Sachi hält die Homilie und wird das in ukrainischer Sprache tun. Im Kloster wohnen mehr als 40 Personen, darunter Kinder aus der Ukraine.

Die Homilie liegt die Perikope Offenbarung 21, 4-5 zugrunde:

Hosianna 2022

Palmbusche in der Johanneskirche
Bildrechte: Martin Dubberke

Liebe Geschwister, in den vergangenen Tagen habe ich mir immer wieder die Frage gestellt, was passieren würde, wenn Jesus z.B. in Kiew oder einer anderen ukrainischen Stadt, einem anderen Ort einziehen würde.

ANgeDACHT - Der Krieg und die Wölfe

Pfrn. Irene Konrad
Bildrechte: Pfr. Hanns-Martin Hager

Es wird immer noch schlimmer, die Bilder werden immer noch grässlicher, die Nachrichten furchtbarer. Wann hört das auf?

Wo ist Gott?

Billiger einfacher Trost verbietet sich. Was kann überhaupt trösten angesichts der Bilder von Butscha?  Entsetzen und Schweigen.

Die Freunde die Hiob in seinem Leid besuchen, so erzählt es die Bibel, diese Freunde wollen trösten, aber sie setzen sich hin und schweigen sieben Tage mit ihm, weil es keine Worte gibt.

ANgeDACHT - Andauernd & kraftvoll beten

Pfr. Martin Dubberke vor der Johanneskirche in Partenkirchen
Bildrechte: Martin Dubberke

Dieser Krieg zieht weite Kreise, wie ein Stein, der ins Wasser fällt. Wir erleben es an den Flüchtlingen, die nun unter uns leben. Wir erleben es, an den Tankstellen, aber wir erleben es auch im Supermarkt, wenn wir Mazola oder Sonnenblumenöl kaufen wollen. Die Menschen hamstern wieder. Ein Symptom. Doch dieses Mal weist dieses Symptom auf etwas hin, was nicht so lächerlich ist, wie das Hamstern von Toilettenpapier am Anfang der Pandemie, sondern auf eine drohende Hungerkatastrophe.