ANgeDACHT - Ach, Sie sind Pfarrerin?

Pfrn. Irene Konrad
Bildrechte Pfr. Hanns-Martin Hager

Sobald Menschen rausbekommen, dass ich Pfarrerin bin, passiert meist zweierlei:

Sie fangen an mir zu erklären, warum sie nicht in die Kirche gehen. Und – oft im selben Atemzug – wollen sie mit mir ganz persönliche Glaubensfragen besprechen.

Ich finde das sehr spannend und ich muss gestehen, dass ich mich in allen möglichen und unmöglichen Situationen als Pfarrerin oute – nur um dieses Phänomen zu beobachten.

Vor diesem Hintergrund möchte ich ihnen zwei Gedanken mitgeben:

  1. Eine Kirche lebt von den Menschen, die kommen und mitfeiern. Trauen sie sich, das ungewöhnliche zu tun. Gerade wenn sie mit ihren Fragen, mit ihren Zweifeln, mit ihrer Neugierde kommen. Trauen sie sich und lassen sie sich nicht so einfach entmutigen. Tauchen sie auf!
  2. Glaube findet im Alltag statt. Das, wie ich mit mir und mit den Menschen um mich herum umgehe, das hat mit Gott zu tun. Und mit dem Bild von Gott, das ich in meinem Herzen trage. Ist Gott für mich ein strenger Richter, der alles verfolgt und ahndet und von dem ich mich – Gott sei Dank – seit der Pubertät gelöst habe. Oder ist Gott für mich der alte Herr mit Filzpantoffeln, Bart und Brille, den keiner mehr ernst nehmen kann?  Es ist wichtig, sich über mein ganz persönliches Bild von Gott bewusst zu werden. Und dieses Bild darf und soll sich verändern, weiterentwickeln. Ein Bild, das uns Jesus selbst vorstellt, ist der Vater, der alle seine Kinder liebhat, wirklich jedes, mich und eben auch die Menschen, mit denen ich mich schwertue.

Am Bild vom guten Hirten habe ich mich lange Zeit heftig gerieben. Ich wollte doch kein Schaf sein. Und so habe ich mich als Jugendliche natürlich geweigert den Psalm 23 (Der Herr ist mein Hirte…) auswendig zu lernen. Das hat sich geändert. Man wird doch älter….  Ich wäre sehr neugierig auf Ihre Herzensbilder von Gott. Ich bin fest davon überzeugt, wenn wir diese Bilder immer wieder auftauchen lassen, eben auch in unserer Gemeinde, das würde etwas in Bewegung bringen.

Weil es so spannend ist welche Bilder die Menschen von Gott und der Kirche haben, ist es auch so spannend zu erleben wie Menschen auf mich reagieren, wenn sie mich irgendwo im ganz normalen Leben treffen.

Was, du bist Pfarrerin?

...Ja, unter anderem auch. Daneben auch noch Ehefrau, Mutter, Kundin, Patientin, Gastgeberin, Steuerzahlerin, Wanderin, Schwimmerin …Und Sie? Und du?   Na dann, bis dann

 

Irene Konrad,  ach ja, Pfarrerin übrigens

Nicht alle Menschen in unserer Gemeinde haben Internet. Wir legen daher in unseren Kirchen ausgedruckte Exemplare unserer Gemeindewoche mit dem ANgeDACHT, den aktuellen Terminen und Neuigkeiten aus der Gemeinde aus. Gerne können Sie die aktuelle Gemeindewoche runterladen und einem Nachbarn oder einer Nachbarin mit einem kleinen Gruß in den Briefkasten stecken.

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18.09.2022 14. So. n. Trinitatis

Wochenspruch: Lobe den HERRN, meine Seele, und vergiss nicht, was er dir Gutes getan hat. (Ps 103,2)
Wochenpsalm: Ps 146
Eingangspsalm: Ps 146
AT-Lesung: 1. Mose 28,10–19a(19b–22)
Epistel: Röm 8,14–17
Predigttext: Jes 12,1–6
Evangelium: Lk 17,11–19
Wochenlied: Danket dem Herrn! Wir danken dem Herrn (EG 333)
oder
Lobe den Herrn, meine Seele (EGE 14)
Liturgische Farbe: Grün


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