Die Landessynode der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern (ELKB) hat eine neue Präsidentin gewählt: Tanja Keller aus München übernimmt das Amt der Synodenpräsidentin. Die 108 Mitglieder des Kirchenparlaments entschieden sich im ersten Wahlgang für die 60-jährige Juristin.
In ihrer Rede beschrieb Keller die Arbeit der Synode mit dem Bild des Pilgerns: Die Synode gleiche einer vielfältigen Pilgergruppe – mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten, Perspektiven und Erfahrungen, aber mit einem gemeinsamen Ziel. Aufgabe der Präsidentin sei es, diese Gruppe zu begleiten, Orientierung zu geben und darauf zu achten, „dass wir keine Einzelkämpferinnen und -kämpfer bleiben, sondern dass wir gemeinsam unterwegs sind“.
Angesichts knapper werdender Ressourcen machte sie deutlich: „Einfach weiter so – das wird nicht mehr funktionieren.“ Die Landessynode habe die Aufgabe, Orientierung zu geben, Rahmenbedingungen zu schaffen und Entwicklungen vor Ort zu ermöglichen.
Die Landessynode der ELKB umfasst 108 Mitglieder und wird für die Dauer von sechs Jahren gewählt. Sie entscheidet über den Haushalt der Landeskirche, beschließt Gesetze und wählt den Landesbischof bzw. die Landesbischöfin.
