ANgeDACHT - Die Jahreslosung

Eine Tür. Einer drinnen. Einer draußen.

Wird mir aufgemacht? Wie werde ich empfangen? Was erwartet mich?

Unzählige „Türmomente“ erleben wir im Laufe unseres Lebens – hinter und vor Türen. Wunderschöne und unangenehme. Türen können trennen und verbinden. Meist hängt es von beiden Seiten ab – vor und hinter der Tür.

Jesus sagt ganz klar: „Wer zu mir kommt, den werde ich nicht abweisen.“ So befolgt er den Auftrag seines Vaters und versucht, ihn den Umstehenden zu erklären:

„Denn dazu bin ich vom Himmel herabgekommen: Nicht um zu tun, was ich selbst will, sondern was der will, der mich beauftragt hat. Und das ist der Wille dessen, der mich beauftragt hat: Ich soll keinen von denen verlieren, die er mir anvertraut hat. Vielmehr soll ich sie alle vom Tod erwecken. Denn das ist der Wille meines Vaters: Alle, die den Sohn sehen und an ihn glauben, werden das ewige Leben erhalten“. (Johannes 6, 38 – 40) Auch dieses Mal lösen Jesu Worte heftige Reaktionen aus: „Das geht zu weit! Was für eine Zumutung! Der überschätzt sich total. Wir sind dann mal weg!“ An Jesu Anspruch scheiden sich die Geister. Bis heute.

 

Eine Tür. Einer drinnen. Einer draußen. „Eintritt nur mit 2G. Andere werden abgewiesen“ „Anderen“ wird nicht aufgemacht. „Andere“ werde nicht empfangen. „Andere“ dürfen nichts erwarten. Unzählige Türmomente für viele Menschen. Die meisten sind nicht von der angenehmen Art. Trotzdem hängt es von beiden Seiten ab – vor und hinter der Tür.

Corona sagt ganz klar: „Ich habe die Macht, euch abzuweisen – und ich tue es auch.“ Wessen Auftrag ist das? Der Auftrag der Angst? Ist es in Ordnung, einige zu verlieren unterwegs? Wird uns ewiges Leben dafür versprochen? Welchen Lohn erwarten wir, wer soll ihn uns auszahlen? Corona?

Wer ist uns anvertraut? Wen wollen wir verlieren? Und wohin, mit den „Anderen“, mit denen, die verloren gehen?

Corona löst heftige Reaktionen aus: „Die „Anderen“ gehen zu weit! Was für eine Zumutung! Die sollen dann mal weg!“ An Corona scheiden sich die Geister. Heute.

Eine Tür. Einer drinnen. Einer draußen. Wie wollen Sie die Tür heute aufmachen?

Ein gesegnetes neues Jahr, voller Türen, die sich öffnen, voller Willkommen und Liebe wünscht Ihnen

Ihre Klinikseelsorgerin

Pfarrerin Birgit Schiel    

08821-77-1099