Wir setzen uns ein: Kirchliches Umweltmanagement gestartet

Grüner Gockel: Logo für das Kirchliche UmweltmanagementDer Grüne Gockel – ein neues Tier im Werdenfelser Land? Was werden wir antworten, wenn unsere Kinder und Enkelkinder uns einst fragen: „Was habt Ihr als Christen für die Erhaltung der Umwelt und gegen den Klimawandel getan?“  Um eine konkrete und glaubwürdige Antwort geben zu können, hat sich in unserer Gemeinde eine Umweltgruppe gebildet. Wir wollen den Grünen Gockel einführen.

Der Klimawandel geht uns alle an. Es geht um weit mehr als die Veränderung des Wetters. Nahrungs- und Lebensgrundlagen für Mensch und Tier sind gefährdet. Deshalb fangen mehr und mehr Kirchengemeinden an, sich aktiv für die Bewahrung der Schöpfung zu engagieren. Das Kirchliche Umweltmanagement Grüner Gockel  ist ausgerichtet an der europäischen EMAS-Verordnung  (EMAS = eco management and audit scheme) und an kirchliche Bedürfnisse angepasst. Dieses Umweltmanagementsystem gibt einen festen Rahmen vor und beschreibt die einzelnen Schritte, die wir zu gehen haben, um schließlich mit dem Umweltzertifikat Grüner Gockel ausgezeichnet zu werden. Wir freuen uns, dass ein fachlich hoch kompetenter Auditor uns dabei hilft: Herr Bernd Brinkmann, von der Arbeitsstelle Klimacheck und Umweltmanagement der Ev, Luth. Kirche in Bayern begleitet unsere Gruppe und führt durch den Prozess.

Zu unseren Aufgaben gehört es zunächst einmal, umweltrelevante Verbräuche und Kosten zu erfassen. Hierzu zählen vor allem Heizenergie, Strom, Wasser, aber auch Abfall, Papier oder Reinigungsmittel. Die gründliche Bestandsaufnahme dient dazu, einen genauen Überblick über den „Ist-Zustand“ zu erhalten. Eine Bewertung der Ergebnisse wird dann zeigen, wo Handlungsbedarf besteht. Ziel ist es, die Verbräuche zu reduzieren um die Umwelt zu entlasten. Gleichzeitig werden aber auch die Betriebskosten gesenkt.

Die Umweltgruppe wird den Kirchenvorstand regelmäßig über die Entwicklungen im Umweltmanagementsystem informieren. Gute Vorschläge von Gemeindemitgliedern und Mitarbeitenden sind herzlich willkommen. Sie werden von der Umweltgruppe aufgenommen und in den Prozess eingebracht. Willkommen sind auch alle, die Interesse an Mitarbeit haben. Die Gruppe freut sich über weitere Mitglieder. Wenn Sie Interesse haben, mitzuarbeiten, melden Sie sich bitte bei uns. Am Donnerstag, 19. Juli ab 10 Uhr führen wir Begehungen unserer Gebäude und Liegenschaften durch. Ebenfalls am 19. Juli um 17 Uhr ist dann unser nächstes Umweltgruppen-Treffen. Sie sind herzlich dazu eingeladen!

Vielleicht fragen Sie sich, warum heißt das Projekt Grüner Gockel? Das erfahren Sie bei unserer Auftaktveranstaltung am Sonntag, 7. Oktober 2018 um 10.30 Uhr beim Familiengottesdienst zum Erntedanktag in der Partenkirchener Johanneskirche. Anschließend laden wir Sie zu einem einfachen ökologischen Mittagessen ein und Sie können sich genauer über unser Vorhaben informieren. Unsere Hoffnung ist es, dass der Grüne Gockel nicht nur von der Umweltgruppe gehegt wird, sondern nach und nach bei vielen Gemeindemitgliedern als Haustier einen guten Platz findet.

Für die Umweltgruppe

Uli Wilhelm, Pfarrerin